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leni | Juli 26, 2022

Zwei VALORANT-Spielerinnen wegen Online-Streit bestraft

Riot Games hat zwei VALORANT-Spielerinnen für bis zu neun Monate von allen Wettbewerben, einschließlich den Game Changers, suspendiert. Alles fing mit einer Diskussion im Galorants-Discord an und die Frage ob man Teabagging mit sexuellen Übergriffen vergleichen kann.

Die Moderatoren des Channels, in dem der Streit stattfand, schritten nur langsam ein, was dazu führte, dass das Problem eskalierte und sich komplett über Social Media verbreitete. Galorants schloss den Discord-Server daraufhin erstmal für eine Woche. Einige Spieler erstellten Memes über die Situation und einige bezeichneten die ganze Kontroverse als “absurd”.

Dawn und Risorah wegen Online-Streit suspendiert

Für zwei Spieler hatte der Online Streit allerdings ernste Konsequenzen. Die VCT Game Changers-Teilnehmer “Dawn” und “Risorah” (die ganzen Namen werden aus Gründen der Privatsphäre nicht veröffentlicht) wurden wegen “vulgärer Sprache” und “Belästigung” gesperrt. Riot hat die Konversation, die sich über drei Tage hinzog, detailliert beschrieben und erklärt, dass sowohl Dawn als auch Risorah öffentlich jemand anderen für seine Meinung angegriffen hatten.

“Am 27. Juni entwickelte sich die Diskussion zu einem Streit, der sich über mehrere Twitter-Posts erstreckte”, heißt es in der Entscheidung. “Dawns Antworten beinhalteten eine vulgäre und gezielte Bemerkung gegenüber Spieler A.” “Risorah erstellte mehrere Twitter-Posts, die speziell auf Spieler A abzielten und in denen Risorah Galorants Discord-Unterhaltungen zwischen sich und Spieler A einfügte.”

Beide Spielerinnen wurden laut der VCT Global Competition Policy bezüglich “vulgärer oder hasserfüllter Äußerungen” und Abschnitt 7.3.4 der Riot Games’ Terms of Service bezüglich “Belästigung” gesperrt.

Die Teabagging Diskussion

Dawn wurde für drei Monate gesperrt, während Risorah ganze 9 Monate suspendiert wird. Dawn bestritt die Entscheidung und sagte, dass ihr von Riot-Mitarbeitern wortwörtlich gesagt wurde, dass das, was sie gesagt habe, nicht vulgär war. Auch in ihrer Erklärung nach ihrer Suspendierung führte sie das Argument weiter aus:

“Ich habe sexuelle Übergriffe am helllichten Tag miterlebt. Das ist nichts, was man mit Teabagging in einem Videospiel vergleichen kann. Wie Hunderttausende von Menschen war ich darüber sichtlich verärgert und habe unter dem Thread geantwortet, um meine Frustration und meine Bedenken zum Ausdruck zu bringen.”

Risorah akzeptierte ihre Strafe: “Während ich im Moment immer noch eine Menge Emotionen habe, ist es erwähnenswert, dass ich diese Strafe mit der Verantwortung für meine Handlungen, die zu meiner Situation geführt haben, annehmen werde.”

Riot für Suspendierungen der Spielerinnen kritisiert

Obwohl es ganz klar ist, dass so ein Verhalten und Beleidigungen nicht geduldet werden dürfen, haben gleichzeitig auch viele Leute Riot für ihre Doppelmoral in Bezug auf die Entscheidung kritisiert und sie mit früheren Suspendierungen in VALORANT verglichen – vor allem mit der Sperre von Sentinels-Spieler Jay “sinatraa” Won im Jahr 2021. Sinatraa wurde für sechs Monate gesperrt, weil ihm diverse sexuelle Übergriffe vorgeworfen wurden – außerdem wollte er nicht bei den Ermittlungen kooperieren.

Ihm wurde vorgeworfen, falsche Aussagen gemacht und “bestimmte Fakten falsch dargestellt” zu haben. Er wurde außerdem gezwungen, sich einem professionellen Verhaltenstraining zu unterziehen, bevor ans Licht kam, dass man ihm erlaubt hatte, einen Teil des Trainings einfach zu überspringen. Generell wurde mit sinatraas Fall sehr locker umgegangen und dabei handelt es sich bei ihm um eine handfeste Tat und nicht nur Worte. Der Unterschied ist also gewaltig, aber die Bestrafung viel bei einer Spielerin viel heftiger aus.