Blizzard bringt Spawn nach Diablo Immortal. Der Antiheld von Todd McFarlane erscheint am 29. September im Rahmen einer Kooperation, die das Studio als höllisch passend bezeichnet.
Angekündigt wurde das am 8. September, gemeinsam mit einer Vorschau auf das nächste große Update. Todd McFarlane selbst tritt heute bei der BlizzCon auf dem Diablo-Immortal-Panel auf.
Warum die Verbindung naheliegt
Spawn erschien erstmals 1992 in der ersten Ausgabe bei Image Comics. Die Figur ist Al Simmons, ein ehemaliger Regierungskiller, der getötet wird, in die Hölle kommt und von dort als Hellspawn zurückkehrt.
Ein Wesen aus der Hölle, das gegen dämonische Mächte kämpft, in einem Spiel, das von einem Kampf gegen dämonische Mächte handelt: Selten hat eine Marken-Kooperation thematisch so wenig Erklärung gebraucht. Blizzard bringt das mit dem Satz auf den Punkt, diese Zusammenarbeit habe nur in der Hölle entstehen können.
Zum Umfang der Inhalte hat Blizzard bislang nichts gesagt.
Das Update davor: Made to Suffer
Die Kooperation ist Teil des Patches 5.1 mit dem Titel Made to Suffer, der am 17. September erscheint. Die vollständigen Patchnotizen kündigt Blizzard für den 14. September an.
Inhaltlich setzt das Update die Handlung Nation in Agony fort. Lut Gholein steht weiter unter dem Druck zweier Mächte: Andariels Qual und Duriels Schmerz haben die Stadt in ein Schlachtfeld verwandelt.
| Neuerung | Details |
|---|---|
| High Ward | neues Stadtviertel rund um den Palast von Sultan Jerhyn, einst wohlhabend, inzwischen von der Dunkelheit durchdrungen |
| Twisting Torments | neues Zonenereignis in der Rocky Waste außerhalb der Stadt |
| Belohnungen | wöchentlicher legendärer Ausrüstungsgegenstand für besiegte verstärkte Diener |
| Legendäre Edelsteine | unter anderem ein Stein, der periodisch Enigma verleiht und den nächsten Primärangriff durch Gegner ketten lässt |
| Weiteres | Änderungen an den Schlachtfeldern |
Bei Twisting Torments strömen die Diener von Schmerz und Qual zu Machtorten ihrer Herren und erhalten dort besondere Eigenschaften, etwa Ketten der Qual oder Madenbrut aus den Schmerzhöhlen.
Der Fahrplan bis Jahresende
Blizzard hat zugleich die weiteren Pläne skizziert. Nach Made to Suffer folgt Hallow’s Wake, das Halloween-Ereignis. Parallel laufen die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Diablo-Reihe weiter.
Das letzte Update des Jahres heißt Rule in Flames. Es soll die Handlung von Nation in Agony abschließen, einen weiteren Teil von Lut Gholein öffnen und neue Heliquary-Bosse einführen.
Diablo Immortal auf der BlizzCon
Der Zeitpunkt der Ankündigung ist kein Zufall. Diablo Immortal ist auf der Messe stärker vertreten, als viele erwarten würden: Auf der Diablo-Bühne läuft täglich ein siebenstündiges Programm rund um das Spiel.
Das Panel mit Todd McFarlane findet am 13. September statt, also am zweiten Messetag.
Diese Präsenz hat einen wirtschaftlichen Hintergrund. Diablo Immortal erwirtschaftet seit Jahren beständige Erlöse, und Berichten zufolge drängt Microsoft angesichts dieser Zahlen auf mehr mobile Titel im Blizzard-Portfolio. Ein Spiel, das bei seinem Erscheinen 2022 wegen seiner Monetarisierung heftig kritisiert wurde, bekommt inzwischen einen der größten Sendeplätze der Messe.
Für wen sich das lohnt
Wer Diablo Immortal ohnehin spielt, bekommt am 17. September ein umfangreiches Inhaltsupdate und am 29. September eine Kooperation, die inhaltlich passt.
Wer das Spiel nicht spielt, sollte sich von der Spawn-Ankündigung nicht überreden lassen. An der Monetarisierung, die dem Titel seinen Ruf eingebracht hat, ändert eine Comicfigur nichts, und Blizzard hat bislang nicht gesagt, wie die Spawn-Inhalte zu bekommen sein werden.
Die vollständigen Patchnotizen am 14. September dürften darüber Auskunft geben.

