Rund um das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time gibt es einen neuen Hinweis auf das bislang unbekannte Entwicklerstudio. Der norwegische Elektronikhändler Elkjøp führte auf seiner Produktseite zeitweise Monolith Soft als Entwickler der Neuauflage für Nintendo Switch 2 auf.
Die Angabe wurde inzwischen wieder geändert. Mittlerweile nennt der Shop lediglich Nintendo als Entwickler. Eine offizielle Bestätigung dafür, dass tatsächlich Monolith Soft hinter dem Remake steckt, gibt es deshalb weiterhin nicht.
Die Meldung sollte entsprechend als Gerücht behandelt werden. Völlig abwegig wäre die Beteiligung des Xenoblade-Studios allerdings nicht: Monolith Soft arbeitet seit vielen Jahren an großen Nintendo-Projekten und war bereits mehrfach an der Zelda-Reihe beteiligt.
Händler ändert Entwicklerangabe wieder
Aufmerksamkeit bekam die Sache durch Nutzer, die die Produktseite von Elkjøp entdeckt hatten.
Dort wurde für das bereits offiziell angekündigte Ocarina-of-Time-Remake ausdrücklich Monolith Soft als Entwickler aufgeführt. Wenig später verschwand diese Information jedoch wieder.
Genau das lässt zwei Möglichkeiten offen.
Der Händler könnte versehentlich eine noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Information eingetragen haben. Ebenso gut kann es sich aber um einen simplen Fehler beziehungsweise einen Platzhalter gehandelt haben.
Händlerdatenbanken sind gerade bei Spielen ohne vollständige Produktinformationen nicht immer zuverlässig. Solange Nintendo selbst keinen Entwickler nennt, ist die Angabe deshalb kein Beweis.
Monolith Soft wäre durchaus eine logische Wahl
Interessant wird das Gerücht vor allem durch die Geschichte von Monolith Soft.
Das japanische Studio ist hauptsächlich für die Xenoblade-Chronicles-Reihe bekannt, unterstützt Nintendo aber regelmäßig auch bei anderen großen Produktionen.
Besonders wichtig: Mit Zelda hat das Studio bereits umfangreiche Erfahrung.
Monolith Soft war unter anderem an verschiedenen Teilen der Reihe beteiligt und unterstützte Nintendo bei der Entwicklung der großen offenen Welten von The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Tears of the Kingdom.
Auch bei älteren Zelda-Projekten arbeitete das Studio bereits mit Nintendo zusammen.
Die Vorstellung, dass Monolith Soft beim Remake von Ocarina of Time zumindest eine wichtige Rolle spielt, ist deshalb durchaus plausibel.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass das Studio die komplette Entwicklung leitet. Monolith Soft könnte ebenso als Support-Studio beteiligt sein, während ein anderes Nintendo-Team die Hauptverantwortung trägt.
Nintendo hält den Entwickler bislang geheim
Das Remake selbst ist dagegen kein Gerücht mehr.
Nintendo kündigte die Rückkehr von The Legend of Zelda: Ocarina of Time im Juni 2026 offiziell für Nintendo Switch 2 an. Bislang wurde allerdings nur ein kurzer erster Einblick gezeigt.
Viele Details fehlen weiterhin.
Dazu gehören unter anderem:
- das verantwortliche Entwicklerstudio
- ein genauer Release-Termin
- der Umfang spielerischer Änderungen
- technische Details
- neue Inhalte gegenüber dem Original
- mögliche Anpassungen der Dungeons
- Änderungen am Kampfsystem
Fest steht bislang vor allem, dass Nintendo den N64-Klassiker für seine aktuelle Hardware neu auflegt und nicht einfach nur die ursprüngliche Version erneut veröffentlicht.
Ocarina of Time gehört zu Nintendos wichtigsten Spielen
Dass Nintendo bei der Entwicklung vorsichtig vorgehen dürfte, überrascht kaum.
Das 1998 für Nintendo 64 veröffentlichte Ocarina of Time gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Spielen des Unternehmens.
Der Titel führte die Zelda-Reihe vollständig in die 3D-Ära und etablierte zahlreiche Mechaniken, die später nicht nur weitere Zelda-Spiele, sondern Action-Adventures allgemein beeinflussten.
Besonders das Z-Targeting beziehungsweise Lock-on-System wurde zu einem Vorbild für zahlreiche spätere 3D-Actionspiele.
Dazu kommen ikonische Schauplätze und Dungeons wie:
- Kokiri Forest
- Hyrule Field
- Death Mountain
- Forest Temple
- Fire Temple
- Water Temple
- Temple of Time
Ein modernes Remake muss deshalb einen schwierigen Mittelweg finden: Das Original soll erkennbar bleiben, gleichzeitig erwarten Switch-2-Spieler heute natürlich wesentlich mehr als nur hochauflösende Texturen.
Grezzo wäre ebenfalls ein naheliegender Kandidat
Monolith Soft ist außerdem nicht das einzige Studio mit Erfahrung bei diesem Spiel.
Grezzo entwickelte bereits das 2011 erschienene The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D für Nintendo 3DS.
Diese Version modernisierte unter anderem Grafik, Benutzeroberfläche und Steuerung und gilt bis heute als eine der gelungensten Neuauflagen des Originals.
Nintendo hätte also mehrere Studios im eigenen Umfeld beziehungsweise unter seinen langjährigen Entwicklungspartnern, denen ein solches Projekt zuzutrauen wäre.
Genau deshalb sollte die kurzfristige Händlerangabe nicht überbewertet werden.
Monolith Soft arbeitet parallel an weiteren Projekten
Gegen eine vollständige Hauptverantwortung könnte sprechen, dass Monolith Soft selbst stark ausgelastet ist.
Das Studio arbeitet weiterhin an eigenen Projekten und unterstützt regelmäßig andere Nintendo-Produktionen. Ein großes Remake von Ocarina of Time wäre entsprechend kein kleines Nebenprojekt.
Allerdings besteht Monolith Soft aus mehreren Entwicklungsteams. Unterstützung für Zelda und andere Nintendo-Spiele lief deshalb schon in der Vergangenheit parallel zur Arbeit an Xenoblade.
Auch daraus lässt sich also weder eine Beteiligung bestätigen noch ausschließen.
Mehr Informationen könnten bald folgen
Nintendo hat bislang überraschend wenig über das Ocarina-of-Time-Remake verraten. Nachdem die erste Ankündigung im Juni erfolgte, dürfte eine ausführlichere Präsentation irgendwann vor dem geplanten Release folgen.
Gerade ein weiterer Nintendo Direct wäre dafür ein naheliegender Rahmen.
Ob Nintendo dort allerdings auch das Entwicklerstudio nennt, ist eine andere Frage. Bei vielen Nintendo-Produktionen wird die genaue Zuordnung einzelner Studios erst relativ spät oder über die Credits endgültig bekannt.
Bis dahin bleibt die Situation eindeutig: Monolith Soft wurde von einem großen Händler kurzfristig als Entwickler des Ocarina-of-Time-Remakes geführt – Nintendo selbst hat diese Information aber nicht bestätigt.
Angesichts der langjährigen Zelda-Erfahrung des Studios wäre die Beteiligung durchaus nachvollziehbar. Ob Elkjøp tatsächlich zu früh etwas verraten hat oder lediglich einen falschen Eintrag korrigierte, bleibt vorerst offen.

