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Xbox Next wird mehr PC als Konsole: Windows-11-Plattform, externe Stores und Partner-Hardware im Gespräch

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Microsofts nächste Xbox-Generation könnte sich deutlich stärker an einem Gaming-PC orientieren als alles, was die Marke bislang ausgeliefert hat. Mehrere aktuelle Berichte zeichnen das Bild einer Plattform, die Windows-11-naharbeitet, klassische Xbox-Spiele weiterhin unterstützt und darüber hinaus perspektivisch weitere PC-Stores zulassen könnte. Als mögliches Zeitfenster für den Start wird weiterhin 2027 gehandelt – allerdings offenbar ohne interne Garantie, dass dieser Termin fix ist.

Windows-Ansatz und „Console-Library“: Ein System, zwei Welten

Im Kern läuft die Diskussion auf ein Hybrid-Konzept hinaus: Die nächste Xbox soll sich wie eine Konsole bedienen lassen, aber gleichzeitig die Vorteile einer PC-nahen Plattform mitbringen. In den Berichten ist von einer stärker angepassten Oberfläche die Rede, die sich Controller- und TV-tauglich anfühlt, während im Hintergrund eine Windows-Struktur die Tür für breitere Software-Unterstützung öffnet.

Damit würde Microsoft strategisch weiterführen, was das Unternehmen seit Jahren mit „Xbox als Plattform“ meint: weniger ein einzelnes Gerät als vielmehr ein Ökosystem, das Konsole und PC enger zusammenbindet.

Epic Games Store spricht offen über Gespräche – „Day one“ als Ziel

Besonders konkret wurde zuletzt Epic: Aus dem Umfeld des Epic Games Store hieß es, man sei bereits im Austausch mit Microsoft und plane, zum Start auf neuer Xbox-Hardware präsent zu sein, sofern Microsoft die Store-Öffnung tatsächlich umsetzt.

Das ist inhaltlich brisant, weil es den möglichen Paradigmenwechsel unterstreicht: Nicht nur „Xbox Store + Game Pass“, sondern ein Gerät, das – je nach Ausgestaltung – mehrere Store-Ökosysteme nebeneinander erlauben könnte.

Partner-Hardware statt nur ein Microsoft-Modell: Asus als Beispiel

Parallel dazu verdichten sich Hinweise, dass Microsoft die nächste Generation nicht ausschließlich als eigenes Referenzgerät plant. Stattdessen sollen OEM-Partner (u. a. wird Asus genannt) Varianten entwickeln dürfen, die sich in Leistung, Formfaktor und Preis unterscheiden.

Als Vorgeschmack auf diese Richtung wird häufig auf das bereits existierende „Xbox/Windows-Handheld“-Denken verwiesen: Asus bewirbt bei seinen Windows-11-Gaming-Handhelds ausdrücklich den Zugriff auf Xbox/Game Pass und weitere Stores wie Steam oder Epic. Das ist zwar nicht die nächste Heimkonsole, zeigt aber, wie Microsofts „Xbox überall“-Logik in Hardware-Partnerschaften übersetzt werden kann.

Preisfrage und Timing: Warum 2027 nicht als fix gilt

Ein weiterer Punkt aus den jüngsten Berichten: Microsoft soll intern noch nicht „hart“ auf 2027 festgelegt sein, weil am Ende Faktoren wie Plattform-Reife, Hardware-Konfiguration und Marktlage (inklusive Kostenentwicklung) den finalen Plan beeinflussen können.

Das passt zu einem Premium-Narrativ: Wenn die nächste Xbox tatsächlich näher an PC-Hardware rückt, könnte sich auch die Preislogik stärker in Richtung PC bewegen – also weg von klassischen Konsolen-Subventionen, hin zu klar gestaffelten Konfigurationen.

Ausblick

Sollte Microsoft die Store-Öffnung und Partner-Hardware wirklich durchziehen, würde sich die nächste Xbox weniger wie „eine neue Konsole“ anfühlen – und mehr wie ein standardisiertes Gaming-PC-Ökosystem fürs Wohnzimmer. Entscheidend wird sein, wie Microsoft die Balance löst: Komfort und Einfachheit einer Konsole auf der einen Seite, Offenheit und Vielfalt eines PCs auf der anderen. Spätestens wenn konkrete Details zu OS-Modus, Store-Regeln und Hardware-Klassen auftauchen, wird klar, ob „Xbox Next“ ein Nischen-Premiumgerät wird – oder der Startschuss für eine neue Konsolen-Definition.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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