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Worlds 2027 in Südkorea: Städte bewerben sich um die K.-o.-Phase der LoL-WM

Armin Schwarz
Armin Schwarz Redakteur & Themenexperte

Südkorea bereitet den nächsten großen Schritt für die League-of-Legends-Weltmeisterschaft 2027 vor. Die Korea e-Sports Association (KeSPA) hat gemeinsam mit Riot Games Korea offiziell damit begonnen, südkoreanische Städte zur Bewerbung um die Ausrichtung der K.-o.-Phase von Worlds 2027 einzuladen. Damit nimmt die Standortsuche für einen der prestigeträchtigsten Abschnitte des gesamten Esport-Kalenders spürbar Fahrt auf.

KeSPA startet Bewerbungsphase für Worlds 2027

Wie aus der Ankündigung hervorgeht, können Kommunen und lokale Behörden in Südkorea ab sofort ihr Interesse bekunden, die entscheidende Playoff-Phase der Weltmeisterschaft auszurichten. Gemeint ist damit die Runde der letzten acht Teams, die sich zuvor durch die Play-In- und Swiss-Stage gearbeitet haben.

Die K.-o.-Phase zählt traditionell zu den emotionalsten und wichtigsten Momenten eines Worlds-Turniers. In diesem Abschnitt werden das Viertelfinale, Halbfinale und schließlich das große Finale ausgetragen. Für Gastgeberstädte ist das nicht nur sportlich hochkarätig, sondern auch wirtschaftlich und touristisch äußerst attraktiv, weil ein solches Event internationale Aufmerksamkeit, Fans vor Ort und weltweite Medienpräsenz mit sich bringt.

Mehrere Austragungsmodelle sind möglich

Interessant ist dabei, dass KeSPA den Bewerbern offenbar verschiedene Modelle offenlässt. Städte können sich entweder für einen Teil der K.-o.-Phase bewerben oder ein Komplettpaket anbieten.

So ist es laut Ausschreibung denkbar, dass Viertel- und Halbfinals in einer Arena stattfinden, während das große Finale an einem zweiten Standort ausgetragen wird. Ebenso ist aber auch ein Modell möglich, bei dem die komplette K.-o.-Runde von den Viertelfinals bis zum Endspiel in einer einzigen Halle ausgetragen wird.

Gerade diese Flexibilität dürfte die Zahl potenzieller Bewerber erhöhen. Metropolen mit großen Mehrzweckarenen haben dadurch ebenso Chancen wie Städte, die sich vor allem für ein prestigeträchtiges Finale positionieren wollen. Für Riot und KeSPA eröffnet das die Möglichkeit, sowohl infrastrukturelle als auch touristische und kulturelle Konzepte gegeneinander abzuwägen.

Entscheidung über Austragungsort fällt im August 2026

Die Frist für Interessensbekundungen läuft noch bis zum 5. April. Im Anschluss will KeSPA die eingereichten Schreiben prüfen und ausgewählte Städte dazu auffordern, detaillierte Konzepte vorzulegen. Die finale Entscheidung über den Host der Playoff-Phase soll dann im August 2026 fallen.

Damit bleibt noch genügend Zeit, um Arenen, Verkehrswege, Sicherheitskonzepte und Begleitprogramme vorzubereiten. Gerade bei einem Event wie Worlds, das Fans, Teams, Medien und Partner aus aller Welt anzieht, sind logistische Planung und ein überzeugendes Gesamtkonzept entscheidend.

Worlds kehrt 2027 nach Südkorea zurück

Für Südkorea hat Worlds 2027 eine besondere Bedeutung. Das Turnier kehrt erstmals seit 2023 wieder in das Land zurück, das im globalen League-of-Legends-Esport seit Jahren als eines der wichtigsten Zentren gilt. Kaum eine Region ist so eng mit der Geschichte des Spiels, legendären Profi-Teams und ikonischen Weltmeisterschaften verbunden wie Korea.

Nach aktuellem Stand soll Worlds 2027 ungefähr einen Monat dauern und Ende Oktober beginnen. Geplant ist ein Teilnehmerfeld von 18 Teams, die um ein Preisgeld von insgesamt 5 Millionen US-Dollar kämpfen. Schon diese Rahmendaten zeigen, dass Riot erneut ein Event in absoluter Premium-Größe aufziehen will.

Nicht nur Esport: Auch Kultur und Stadtmarketing im Fokus

Neben dem sportlichen Wettbewerb planen die Organisatoren offenbar, gemeinsam mit der später ausgewählten Gastgeberstadt zusätzliche Kultur- und Fanprogramme auf die Beine zu stellen. Ziel ist es, Esport nicht nur als Turnier in einer Arena zu präsentieren, sondern als städtisches Großereignis mit Festivalcharakter.

Solche Begleitveranstaltungen könnten Fan-Zonen, öffentliche Watchpartys, Ausstellungen, lokale Kooperationen oder touristische Aktionen umfassen. Für die Städte ist das eine große Chance, sich international zu inszenieren und zugleich neue Zielgruppen anzusprechen. Worlds ist damit längst mehr als nur ein Turnier – es ist auch ein globales Entertainment-Format mit hoher Strahlkraft.

Die Messlatte für Worlds bleibt extrem hoch

Wie groß die Bühne mittlerweile ist, zeigt ein Blick auf vergangene Ausgaben. Das Worlds-Finale 2024 in London, bei dem T1 auf Bilibili Gaming traf, erreichte weltweit mehr als 50 Millionen gleichzeitige Zuschauer. Dazu kamen rund 20.000 Fans in der Arena.

Diese Zahlen verdeutlichen, warum die Bewerbung um die K.-o.-Phase von Worlds 2027 für südkoreanische Städte so interessant ist. Wer den Zuschlag erhält, bekommt nicht nur einige der wichtigsten Matches des Jahres, sondern auch die Aufmerksamkeit eines weltweiten Millionenpublikums.

Südkorea bringt sich für das nächste Worlds-Kapitel in Stellung

Mit dem Start des Bewerbungsverfahrens beginnt nun der nächste wichtige Abschnitt auf dem Weg zu Worlds 2027. Für Südkorea ist die Rückkehr der Weltmeisterschaft sportlich, kulturell und wirtschaftlich ein Großprojekt. Welche Stadt am Ende das Rennen macht, dürfte in den kommenden Monaten zu einem spannenden Thema werden – nicht nur für Politik und Veranstalter, sondern auch für die internationale League-of-Legends-Community.

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Über den Autor

Armin Schwarz

Armin Schwarz schreibt für Fragster über Gaming und Esports.

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