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Worlds 2026: Finale am 14. November um 20 Uhr

Armin Schwarz
Armin Schwarz Redakteur & Themenexperte

Riot Games hat die Startzeiten für die Weltmeisterschaft in League of Legends veröffentlicht. Los geht es am 15. Oktober 2026 mit den Play-ins, das Finale steigt am 14. November. Gespielt wird ausschließlich in den Vereinigten Staaten.

Das Finale beginnt um 20 Uhr unserer Zeit

Für Zuschauer hierzulande ist das die wichtigste Nachricht. Das Endspiel startet am Samstag, dem 14. November, um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Damit liegt der wichtigste Termin des Jahres zur besten Sendezeit. In den vergangenen Jahren mussten Anhänger in Europa häufig mitten in der Nacht oder am frühen Morgen einschalten. Besonders bei Austragungen in Asien fielen die Endspiele auf den Vormittag. Diesmal fällt der Termin deutlich freundlicher aus. Ein Endspiel am Samstagabend erreicht Familien ebenso wie Gelegenheitszuschauer. Auch öffentliche Übertragungen in Kneipen werden dadurch realistisch.

Ausgetragen wird das Finale im Barclays Center in Brooklyn. Rund 19.000 Zuschauer passen in die Halle, in der sonst Basketball gespielt wird. Karten für diesen Termin waren zuletzt nur noch vereinzelt erhältlich. Verkauft werden sie über die üblichen Anbieter.

Alle Startzeiten im Überblick

Riot hat für jede Phase feste Anfangszeiten festgelegt. Die folgenden Angaben beziehen sich auf mitteleuropäische Zeit. Umgerechnet wurden sie aus den amerikanischen Ortszeiten der jeweiligen Spielorte.

PhaseZeitraumBeginn bei uns
Play-ins15. bis 18. Oktober19 Uhr
Schweizer Runde23. bis 26. und 28. bis 31. Oktober19 Uhr
Viertelfinale3. bis 6. November23 Uhr
Halbfinale7. und 8. November23 Uhr
Finale14. November20 Uhr

Auffällig ist der Sprung bei der K.-o.-Runde. Viertel- und Halbfinale beginnen erst um 23 Uhr, was für berufstätige Zuschauer eine kurze Nacht bedeutet.

Erklären lässt sich das mit dem Veranstaltungsort und der Zielgruppe vor Ort. Gespielt wird am frühen Nachmittag in Texas, damit möglichst viele Zuschauer vor Ort in der Halle sitzen. Eine Serie über fünf Partien dauert zudem schnell drei bis vier Stunden. Entsprechend spät endet der Abend bei uns.

Die Zeitumstellung verschiebt den Beginn

Eine Besonderheit solltest du im Kalender vermerken. Am 25. Oktober endet bei uns die Sommerzeit, in den Vereinigten Staaten erst eine Woche später.

Für die zweite Hälfte der Schweizer Runde bedeutet das eine Verschiebung um eine Stunde nach vorn. Rechnerisch beginnen die Partien vom 28. bis 31. Oktober bereits um 18 Uhr statt um 19 Uhr. Riot selbst weist diesen Unterschied in seiner Übersicht nicht gesondert aus. Ein Blick auf den offiziellen Spielplan bleibt kurz vorher also ratsam.

Drei Spielorte in den Vereinigten Staaten

Zum ersten Mal seit 2022 findet die Weltmeisterschaft wieder in Nordamerika statt. Zuletzt reiste der Wettbewerb vor allem durch Asien und Europa. Verteilt wird sie über drei Orte. Jede Phase bekommt dabei ihre eigene Bühne. Mit jeder Runde wächst zudem die Zahl der Plätze im Saal.

OrtHallePhase
Los AngelesRiot Games ArenaPlay-ins
Allen, TexasCredit Union of Texas Event CenterSchweizer Runde und K.-o.-Runde
Brooklyn, New YorkBarclays CenterFinale

Die Unterschiede könnten kaum größer sein. In Los Angeles verfolgen lediglich rund 300 Zuschauer die Play-ins in einem Studio. Bei den Partien in Texas passen dagegen über 8.000 Menschen in die Halle.

Das Finale erstmals an der Ostküste

Historisch ist der letzte Schauplatz. Noch nie fand ein Endspiel dieser Reihe an der Ostküste der Vereinigten Staaten statt. Frühere Endspiele in Nordamerika fanden im Westen des Landes statt.

Für Riot ergibt die Wahl doppelt Sinn. Brooklyn liegt näher an Europa, was die Übertragungszeiten verbessert. Zusätzlich liefert eine gefüllte Basketballhalle die passenden Bilder.

Für Zuschauer vor Ort bedeutet der Wechsel allerdings eine weite Reise. Zwischen Texas und New York liegen mehrere Flugstunden. Wer beide Abschnitte live sehen möchte, plant also zwei Reisen ein.

So läuft das Turnier ab

Insgesamt treten 19 Mannschaften an. Der Weg zum Titel führt über drei Abschnitte.

Zunächst spielen vier Teams in Los Angeles um die letzten Startplätze. Zwei davon ziehen in die nächste Phase ein, die anderen beiden reisen ab. Damit endet das Turnier für einige Mannschaften bereits nach wenigen Tagen. Anschließend treffen 16 Mannschaften in der Schweizer Runde aufeinander. Zugelost werden die Gegner dabei nach der bisherigen Bilanz. Feste Gruppen wie in früheren Jahren gibt es nicht mehr.

Am Ende bleiben acht Teams übrig. Diese ermitteln in Duellen über fünf Partien den Weltmeister, eine Niederlage bedeutet das Aus.

Die Schweizer Runde entscheidet vorzeitig

Besonders die mittlere Phase hat es in sich. Drei Siege bedeuten den Einzug in die K.-o.-Runde, drei Niederlagen das Ausscheiden.

Gespielt wird dabei nicht nach festem Plan. Wer gleich viele Siege gesammelt hat, trifft aufeinander. Schwache Starts bestraft dieses System entsprechend schnell. Entscheidende Partien laufen dabei über drei Runden statt nur einer. Alle übrigen Begegnungen werden in einer einzigen Partie entschieden.

Welche Teams bereits feststehen

Vollständig ist das Feld noch nicht. Nach Stand vom 24. September standen 16 der 19 Plätze fest, die übrigen werden in den laufenden Ausscheidungen vergeben.

So verteilen sich die Startplätze auf die Regionen:

  • Die koreanische und die chinesische Liga stellen jeweils vier Mannschaften
  • Europa, Nordamerika und der pazifische Raum entsenden je drei Teams
  • Brasilien erhält zwei Startplätze

Spannend wird der Blick auf den Titelverteidiger. T1 aus Korea gewann die vergangenen drei Weltmeisterschaften. Ein vierter Titel in Folge wäre ein Novum in der Geschichte dieses Wettbewerbs.

Ebenfalls im Blick behalten solltest du Hanwha Life Esports. Die Mannschaft gewann im Sommer das Mid-Season Invitational und zählt damit zu den Anwärtern. Eine vollständige Teilnehmerliste veröffentlicht Riot erst nach Abschluss aller Ausscheidungen. Bis dahin lohnt der Blick auf die laufenden Play-offs der Regionen. Gerade in Europa fällt die Entscheidung erfahrungsgemäß spät.

t1 team korea worlds 2026

T1 Team

Was das für Zuschauer hierzulande bedeutet

Für europäische Anhänger ist dieser Zeitplan ein zweischneidiges Schwert. Die frühen Phasen laufen zu angenehmen Zeiten am Abend. Entscheidende Partien liegen dagegen mitten in der Nacht. Genau dieses Muster kannten Anhänger bislang umgekehrt, wenn das Turnier in Asien stattfand.

Besonders ungünstig fallen Viertel- und Halbfinale aus. Beginnt eine Serie um 23 Uhr und dauert fünf Partien, endet sie kaum vor drei Uhr morgens. Gleich vier solcher Abende stehen zwischen dem 3. und 8. November an. Wer am nächsten Tag arbeiten muss, wird auf Aufzeichnungen ausweichen. Zusammenfassungen erscheinen erfahrungsgemäß wenige Stunden später. Ergebnisse lassen sich dafür kaum vermeiden. Soziale Netzwerke verbreiten den Ausgang binnen Minuten.

Versöhnlich wirkt dagegen der Termin des Finales. Ein Samstagabend um 20 Uhr ist in Europa schlicht der bestmögliche Zeitpunkt.

Ein Zeitplan mit einem klaren Gewinner

Riot trifft bei solchen Entscheidungen immer eine Abwägung zwischen Hallenpublikum und Zuschauern weltweit. In diesem Jahr gewinnt das Publikum vor Ort. Die meisten Partien liegen im amerikanischen Nachmittag und Abend.

Für Europa bleibt am Ende trotzdem das Wichtigste erhalten. Das Finale um 20 Uhr an einem Samstag erreicht hierzulande mehr Menschen als jede andere Uhrzeit. Genau daran misst sich der Erfolg eines solchen Endspiels.

Ärgerlich bleibt die K.-o.-Runde Anfang November. Eine Verschiebung um zwei Stunden hätte kaum jemandem in Texas geschadet. Den europäischen Zuschauern hätte sie dagegen erheblich geholfen. Wer die Viertelfinals live sehen möchte, plant besser einen freien Vormittag ein. Vier Nächte in Folge halten schließlich die wenigsten durch.

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Armin Schwarz

Über den Autor

Armin Schwarz

Armin Schwarz schreibt für Fragster über Gaming und Esports.

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