Die kommende Erweiterung namens Midnight soll die Welt von Azeroth um zahlreiche Elemente erweitern. Neben dem Housing wird es weitere Neuerungen geben. Mehr war bisher allerdings nicht bekannt. Inzwischen sind dank des Alpha-Servers erste Einzelheiten zur Story ans Licht gekommen, die mit der Erweiterung ins Spielgeschehen integriert werden. Wir haben für euch zusammengefasst, worauf ihr euch freuen dürft.
Zeit für Veränderungen: Das Blutelfen-Startgebiet von World of Warcraft
Grafisch gesehen ist das Reich der Blutelfen sehr in die Jahre gekommen. Dies soll sich mit der Erweiterung Midnight ändern. Zwar wurden bereits in vergangenen Erweiterungen gewisse Bereiche den modernen Gegebenheiten angepasst, doch es ist nach wie vor Raum für Verbesserungen vorhanden.
Das Geschehen der Story setzt genau hier an, im Norden der Östlichen Königreiche, wo sich Quel’Thalas befindet. Mit dazu gehören selbstverständlich auch die Insel Quel’Danas sowie der Immersangwald und die Geisterlande.
Die Lore der Blutelfen ist vielschichtig, doch sie beginnt mit dem Dritten Krieg und der Zerstörung durch die Geißel, der sehr viele Hochelfen zum Opfer fielen. Die Überlebenden versuchten, sich innerhalb des Gebiets eine Heimat zu errichten, und bezeichneten sich ab sofort als Blutelfen. Zum Zentrum der Region wurde der Sonnenbrunnen, von dem auch sämtliche Magie ausgeht und der in der Lage war, das Land über die Jahre hinweg zu heilen.
Diese klassische Geschichte soll trotz der neuen Erweiterung erhalten bleiben und ist auch weiterhin wichtig für das Volk und die Atmosphäre, mit der man innerhalb der Region rund um Silbermond in Kontakt kommt. Innerhalb der WoW-Community ist das Gebiet außerdem nach wie vor ein Fan-Liebling, der trotz seiner zeittechnischen Stolpersteine erhalten bleiben soll.
Die Geschehnisse der Erweiterung sind eher als Bereicherung der Lore anzusehen. Als das, was die Blutelfen zu dem macht, was sie heute sind.
Die Ruhe vor dem Sturm
Quel’Thalas erlebt mit dem Beginn der Story von Midnight eine Wiedergeburt. Während das Land erneut aufblüht und sich innerhalb der Wälder sogar mehrere neue Tier- und Pflanzenarten verbreiten, droht die ruhige Idylle jäh zerstört zu werden.
Quel’Danas bekommt als Erstes die Veränderung zu spüren, denn hier fällt Xal’atath mit einer Leerenarmee ein, um das Sonnenbrunnenplateau zu zerstören. Die Vorbotin, die einst auf K’aresh die Essenz des Leerenfürsten Dimensius verschlang, wird lediglich von der Armee des Lichts aufgehalten. Doch bereits bei diesem Kampf macht sich bemerkbar, dass er vor allem eines ist: ungleich. Dementsprechend bleibt Xal’atath nach wie vor eine Bedrohung.
Schlimmer noch: Sie öffnet ein Leerenportal oberhalb des Sonnenbrunnens, das diesen jederzeit zerstören kann. Mit dessen Fall würde nicht nur die letzte Quelle des Lichts erlöschen, ebenso wäre sämtliche Magie gefährdet und die Hoffnung für Quel’Thalath, die Blutelfen und ganz Azeroth vergebens.
Ein Held tritt aus dem Schatten
Im ersten Kapitel der Erweiterung lernt ihr Arator kennen. Einen Halbelfen, der bislang nur eine untergeordnete Rolle in der Geschichte von World of Warcraft hatte. Dennoch ist es wichtig zu wissen, was eigentlich hinter diesem Charakter steckt, um seine späteren Entscheidungen zu verstehen und zu beeinflussen.
Wie jeder gute Held besitzt Arator eine tragische Hintergrundgeschichte. So musste er ohne seine Eltern aufwachsen, die während des Zweiten Krieges durch ein Dunkles Portal nach Draenor reisten und von dort nie wiederkehrten. In The Burning Crusade machte er sich schließlich auf die Suche nach ihnen, musste aber noch bis zur Erweiterung namens Legion warten, bis er endlich wieder mit ihnen vereint war. Doch wie es immer ist, hielt die Freude nicht lange an.
Er erkannte, dass seine Eltern zwei kosmische Mächte verkörpern, die sich feindlich gegenüberstehen. Während seine Mutter die Leere verkörpert, ist sein Vater das Licht. In Battle of Azeroth, sowie Shadowlands hatte Arator nur eine untergeordnete Rolle, mehr von ihm bekam man dagegen in dem World of Warcraft-Roman „Blood Ties“ zu lesen. In diesem begab er sich gemeinsam mit seinen Eltern auf die Mission, Azeroth von den Überresten der brennenden Legion zu befreien.
Im Rahmen der neuen Erweiterung erhält Arator erneut eine wichtige Rolle. Denn nun muss er die Wahl treffen, in wessen Fußstapfen er treten wird. Folgt er seinem legendären Vater, wird er Azeroth auch weiterhin als Paladin treu bleiben. Entscheidet er sich dagegen für seine Mutter, folgt er ihr in die Leere und lernt deren finstere Tiefen kennen.
Schlussendlich bleibt ihm jedoch eine dritte Option. Nämlich die, seinen eigenen Weg einzuschlagen und zu versuchen, beide Mächte zu vereinen.
Weitere Herausforderungen warten
In Midnight kommt es jedoch nicht nur darauf an, die eigentliche Bedrohung zu bekämpfen. Gleichzeitig gibt es zahlreiche andere Herausforderungen zu meistern.
Eine davon ist die sogenannte „Lichtblüte“, die sich in den Wäldern ausbreitet und diese zu verschlingen droht. Um ihren Wuchs einzudämmen, müsst ihr neue Verbündete finden und sowohl mit Leerenelfen als auch den Haranir Kontakt aufnehmen.
Das Amanireich ist der Schauplatz eines weiteren Handlungsstrangs. Denn das einstige Reich Zul’Aman, einem erbitterten Feind der Elfen, ist gefallen. Ihr werdet auf Zul’jarra treffen, die Enkelin von Zul’jin und euch mit ihr zusammenzuschließen und den Leeren-Kultisten den Kampf anzusagen.
Sie alle sind für den Endkampf von Midnight wichtig, wenn es zur entscheidenden Schlacht kommen wird. Denn nur gemeinsam mit euren Verbündeten werdet ihr erfolgreich sein, das Reich der Blutelfen von der Bedrohung zu befreien.
Wann wird die Erweiterung Midnight veröffentlicht?
Ein konkretes Release-Datum für die Erweiterung Midnight gibt es noch nicht, es gibt jedoch inzwischen das Gerücht, dass sie am 26. Februar 2026 erscheinen soll. Angeblich soll die Erweiterung außerdem in einer 140 Euro teuren Epic Edition veröffentlicht werden.
Aufmerksame Blicke haben zumindest die typische Collector’s Edition bereits im Rahmen eines Videos im Hintergrund gespottet. Generell hat sich Blizzard jedoch zu genau diesen Themen noch nicht geäußert.
