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Will chinesischer CS:GO-Publisher Perfect World Valve erpressen?

fragster Andrea Februar 16, 2023

Perfect World ist der offizielle chinesische Publisher von CS:GO in China, der jetzt eine Ankündigung gemacht hat, für die die Community absolut kein Verständnis hat. Gestern hat der Publisher bekannt gegeben, dass er seinen eigenen Shop eröffnet. Für die Markt-Plattform wird es eine Testphase geben und im Moment können nur chinesische Spieler darauf zugreifen. 

Der Haken an der ganzen Geschichte ist die Tatsache, dass neben dem P2P-Netzwerk durch das exklusive Gifting-Feature eine unmittelbare Bot-Lieferung angeboten wird. Dafür muss man nicht mal ein Tradingoffer machen. Es ist dem Skin Trader Rambofight aufgefallen, der auf Twitter darüber berichtet. Was bedeutet das für CS:GO-Trading?

Warum eröffnet Perfect World den Echtgeld-Marktplatz?

Das Feature „Gifting“ ist schon lange ein Teil des Spielcodes, wurde aber tatsächlich bisher nur einmal genutzt und das von Perfect World. Aber warum sollte der Publisher einen offiziell unterstützten Markt für Echtgeld eröffnen? Das lässt sich zwar nicht mit Sicherheit sagen, aber Rambofight hat eine ganz bestimmte Vermutung, die er auch auf Twitter teilt.

Er ist der Meinung, dass China „das zwielichtige Treiben auf BUFF“ nicht gefällt und dass sie „mit einem eigenen Marktplatz die Regeln selbst festlegen und die User und den Geldfluss viel besser kontrollieren können.“ Der Skin Trader gibt selbst zu, dass sich sein Verdacht wie eine Verschwörungstheorie anhört, erklärt aber, dass die Realität in Wahrheit gar nicht so weit von seiner Annahme entfernt sein könnte.

Will China Valve erpressen?

Im Laufe der letzten Jahre wurde BUFF, eine Plattform für Gamer, die einen für das Zocken belohnt, immer weiter eingeschränkt. Mit BUFF kann man die Games spielen, die

man liebt und dabei Buffs verdienen. Wenn man genug Buffs hat, kann man sie auf dem Marktplatz gegen Items eintauschen. Bei Geldtransfers oder beim neuesten Update wurde ein Identifikationsprozess eingeführt, bei dem die Kundenaccounts verifiziert werden. Rambofight weist auch darauf hin, dass man große Geldsummen durch Skins aus China rausholen kann.

Er kann sich gut vorstellen, dass China versucht, Valve zu erpressen, damit sie Features für sie hinzufügen. Wenn Valve es ablehnt, könnte Perfect World damit drohen, CS:GO in China zu verbieten und das will Valve garantiert nicht. In China gibt es einen wachsenden Markt, den sich Valve auf keinen Fall entgehen lassen möchte. Das wäre wohl, eine sehr typische Vorgehensweise für China.

Er glaubt aber nicht, dass wir auf dem Rest der Welt eine ähnliche Entwicklung sehen werden. Schließlich ist der Steam Community Market, der in China verboten ist, hier sehr erfolgreich und spielt jährlich mehr als 1 Million Dollar ein. Der Skin-Handel ist schließlich sehr lukrativ und an dem wird Valve auch in Zukunft noch festhalten.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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