Mit Patch 7.0d schiebt Riot ein Update nach, das sich weniger wie ein klassischer Zahlen-Patch anfühlt, sondern wie ein kleines Meta-Reset: Mel kommt als neuer Champion ins Spiel, fünf neue Items sollen Builds und Rollen klarer definieren – und Fiddlesticks bekommt eine Überarbeitung, die seine Identität stärker in Richtung „klar lesbarer Horror-Controller“ drückt. Dazu laufen im Hintergrund Änderungen für AGA-ARAM und Arena, die das Tempo in den Fun-Modi spürbar drehen.
Mel startet am 13. März – und Riot positioniert sie als neue Magierin mit politischem Gift
Der größte Headliner heißt Mel (Die Spiegelnde Seele). Riot setzt bei ihr nicht nur auf neue Magie, sondern auch auf Story-Gewicht: Noxus, Machtspiele, Kontrolle – und ein Champion, der eher wie ein langfristiger Baustein wirkt als wie ein kurzfristiger Hype-Pick.
Release-Zeit: 13. März, 01:01 Uhr MEZ – ab dann ist Mel regulär spielbar.
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Fiddlesticks wird einfacher zu lesen – aber gefährlicher, wenn du ihn sauber spielst
Der Umbau an Fiddlesticks zielt vor allem auf zwei Dinge: weniger „Tricks“, mehr verlässliche Stärke – und mehr Klarheit für Gegner, wann sie wirklich Angst haben müssen.
Das auffälligste neue Element ist sein Passiv: Nach einer Exekution erscheint eine Vogelscheuchen-Kopie, die auf einen Gegner zuläuft und nach kurzer Zeit explodiert – inklusive Furcht-Effekt im Umkreis. Gleichzeitig verschwindet die bisherige „Furcht auf dem Weg“, stattdessen wird der Effekt stärker als klarer Moment gesetzt. Dazu kommen Anpassungen an seiner Ernte-Fähigkeit, die dich während des Kanalisierens langsamer macht und das Risiko erhöht – im Gegenzug aber mit mehr Zuverlässigkeit und besseren Belohnungen arbeitet, wenn du den Kanal durchziehst.
Unterm Strich: weniger Chaos, mehr „planbarer Terror“.
Kleine Champion-Änderungen, große Lane-Effekte: Xayah, Rell, Norra, Morde, Hecarim
Patch 7.0d dreht außerdem an mehreren bekannten Picks – und zwar so, dass du es in Draft und Early Game direkt merkst:
- Xayah bekommt mehr Kontrolle, weil ihre Ult jetzt auch ohne gültiges Ziel aktiviert werden kann – das ist ein handfester Buff für defensive Outplays.
- Rell wird über Basiswerte und Schaden früher wieder stabiler, was ihre All-in-Fenster im Early deutlich verbessert.
- Norra verliert etwas Dominanz im Support, weil Cooldown und Schaden angepasst werden.
- Mordekaiser profitiert stärker von gestohlenen Werten: seine erste Fähigkeit skaliert zusätzlich mit Bonus-AD.
- Hecarim wird im Early gebremst, skaliert dafür besser in die Mid-/Late-Phase.
Fünf neue Items: Riot macht Builds wieder „lesbarer“ – und ADCs bekommen einen echten Dauerbrenner
Der spannendste Item-Block ist weniger „mehr Stats“, sondern eher ein neues Build-Vokabular. Riot verteilt klare Rollen:
Krakenbezwinger ist der neue Dauer-DPS-Anker für Schützen – der Gegenstand belohnt längere Kämpfe, besonders gegen Tanks und Frontlines. Ritterschwur soll Supports wieder stärker in die Rolle des Bodyguards drücken, inklusive Schadensumleitung und Sustain über den gebundenen Ally. Mit Blutpanzer des Gebieters bekommen Bruiser einen „wenn ich low bin, werde ich gefährlich“-Spike, während Endlose Verzweiflung Tanks für längere Brawls belohnt. Die Experimentelle Hexpanzerung schiebt Power gezielt nach Ultimates, was vor allem für Engage-orientierte Champions und Timer-Setups interessant ist.
Zusätzlich wird Titanische Hydra umgebaut: weniger Skalierungs-Rechenaufgabe, mehr direkter Angriffsschaden – damit wird der Powerspike früher greifbar.
AGA-ARAM und Arena: Mehr Augments, mehr Gold – und deutlich mehr Chaos (im besten Sinne)
Im AGA-ARAM kommen 15 neue Augmentierungen ins System, dazu kehren vier ältere Optionen zurück und auch mehrere Easter Eggs werden wieder aktiviert. Wer AGA-ARAM ernsthaft grinded, sollte den Patch nicht als „Nebenbei“ abtun – mehr Augments bedeuten schnell neue Synergien, neue Highrolls und neue „das ist doch nicht fair“-Momente.
In Arena dreht Riot an Item-Werten und an der Ökonomie: bestimmte Runden geben mehr Startgold, was Builds früher explodieren lassen kann – und damit auch Matchups, die bislang „zu langsam“ waren, plötzlich viable macht.


