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Call of Duty

Warzone bekommt endlich einen Skin-Schalter – alte Crossover-Outfits lassen sich ausblenden

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Call of Duty: Warzone bekommt mit der ersten Season von Modern Warfare 4 eine Funktion, die sich viele Spieler seit Jahren wünschen. Über einen neuen „Operator Skin Toggle“ können sämtliche Operator-Skins aus älteren Call-of-Duty-Spielen auf dem eigenen Bildschirm ausgeblendet werden. Statt bunter Crossover-Figuren erscheinen dann passende Charaktere aus Modern Warfare 4. Einen kompletten Schalter gegen ausgefallene Cosmetics bietet Activision allerdings nicht – denn neue MW4-Skins bleiben weiterhin sichtbar.

Warzone hat sich im Laufe der vergangenen Jahre optisch immer weiter von seinen militärischen Wurzeln entfernt.

Durch das Carry-Forward-System treffen inzwischen Charaktere, Skins und Kooperationen aus mehreren Call-of-Duty-Generationen aufeinander. Wer eine eher einheitliche Militärästhetik bevorzugt, konnte daran bislang wenig ändern.

Genau dieses Problem soll der neue Filter zumindest teilweise lösen.

So funktioniert der neue Operator Skin Toggle

Die Funktion greift ausschließlich auf dem eigenen Client.

Wird der Schalter aktiviert, ersetzt Warzone sämtliche sichtbaren Operatoren aus älteren Call-of-Duty-Titeln durch passende Charaktermodelle aus Modern Warfare 4.

Das gilt sowohl für Gegner als auch für Teammitglieder und andere Spieler in der Lobby.

Betroffen sind beispielsweise Operator-Skins aus:

  • Modern Warfare II
  • Modern Warfare III
  • Black Ops 6
  • Black Ops 7

Hat ein anderer Spieler einen entsprechenden Legacy-Skin ausgerüstet, bleibt dieser für ihn selbst weiterhin aktiv.

Auf dem Bildschirm eines Nutzers mit eingeschaltetem Filter erscheint stattdessen ein Modern-Warfare-4-Operator.

Der eigentliche Spieler bekommt davon nichts mit.

Der eigene Skin bleibt sichtbar

Eine Besonderheit gibt es beim eigenen Charakter.

Wer selbst einen älteren Operator ausgerüstet hat, kann diesen weiterhin sehen – selbst wenn der Cosmetic Toggle eingeschaltet ist.

Der Filter verändert ausschließlich die Darstellung anderer Spieler.

Damit müssen Nutzer nicht auf bereits gekaufte oder freigeschaltete Cosmetics verzichten.

Auch sämtliche bisherigen Inhalte bleiben weiterhin im eigenen Account erhalten.

Der neue Schalter ist außerdem standardmäßig deaktiviert. Wer weiterhin sämtliche Skins und Crossover sehen möchte, muss also gar nichts ändern.

Alte Cosmetics werden nicht aus Warzone entfernt

Activision schafft mit der Funktion ausdrücklich kein neues Carry-Forward-Verbot.

Operatoren, Waffen, Blueprints und Camos aus den vergangenen Call-of-Duty-Spielen bleiben in Warzone grundsätzlich verfügbar.

Das Unternehmen versucht damit einen Kompromiss zwischen zwei sehr unterschiedlichen Teilen der Community.

Einige Spieler mögen die enorme Auswahl an Cosmetics und wollen ihre über Jahre gekauften Skins weiterhin verwenden.

Andere wünschen sich dagegen ein Warzone, das optisch stärker zum aktuellen Hauptspiel passt.

Der neue Filter soll beide Gruppen bedienen.

Modern Warfare 4 selbst startet ohne alte Skins

Bei Modern Warfare 4 sieht die Situation anders aus.

Dort werden alte Operator-Cosmetics aus vorherigen Spielen nicht übernommen.

Das neue Hauptspiel startet damit zunächst mit einer deutlich einheitlicheren visuellen Identität.

Warzone bleibt hingegen die große gemeinsame Plattform, auf der ältere Inhalte grundsätzlich weiterleben.

Genau deshalb wird der Cosmetic Toggle dort überhaupt benötigt.

Der Haken: Neue MW4-Skins werden nicht gefiltert

Das System besitzt allerdings eine ziemlich offensichtliche Schwachstelle.

Der Filter entfernt nur Cosmetics aus älteren Call-of-Duty-Titeln.

Alle Skins, die künftig direkt für Modern Warfare 4 erscheinen, bleiben sichtbar.

Sollte Infinity Ward im Verlauf der Seasons also erneut sehr auffällige Crossover, Prominenten-Skins oder bewusst überzeichnete Outfits veröffentlichen, kann der aktuelle Toggle dagegen nichts ausrichten.

Zum Start dürfte Warzone mit aktiviertem Filter deshalb tatsächlich deutlich homogener aussehen.

Ob das auch noch in Season 4, 5 oder 6 gilt, hängt vollständig davon ab, welchen Kurs Activision und Infinity Ward bei den neuen Cosmetics einschlagen.

Call of Duty hatte das Skin-Problem selbst eingeräumt

Die neue Funktion kommt nicht völlig überraschend.

Activision hatte bereits rund um Black Ops 7 eingeräumt, dass sich Call of Duty optisch teilweise zu weit von seiner ursprünglichen Identität entfernt habe.

Damals kündigte das Unternehmen einen stärkeren Fokus auf Cosmetics an, die besser zur jeweiligen Spielwelt passen sollten.

Allerdings dauerte es nicht besonders lange, bis wieder auffällige Kooperationen auftauchten.

Unter anderem brachte eine Zusammenarbeit mit Fallout erneut deutlich weniger realistische Outfits ins Spiel.

Der neue Client-Filter ist deshalb möglicherweise die pragmatischere Lösung: Activision kann weiterhin auf lukrative Crossover setzen, während Spieler diese zumindest teilweise aus ihrer eigenen Darstellung entfernen können.

Auch alte Waffen bleiben in Warzone

Parallel zum Cosmetic Toggle hat Activision die Carry-Forward-Regeln für Waffen konkretisiert.

Waffen aus Modern Warfare II bis Black Ops 7 bleiben weiterhin verfügbar und erscheinen künftig in einem Legacy-Bereich des Loadout-Menüs.

Allerdings werden einige Funktionen reduziert.

Für Legacy-Waffen gibt es künftig keine vollständige Gunsmith-Unterstützung mehr und alte Custom Loadouts werden nicht übernommen.

Stattdessen stellt Warzone feste Varianten der Basiswaffen mit jeweils fünf Attachments bereit.

Bereits vorhandene Blueprints behalten ihre vorgesehenen Anbauteile.

Der aktuelle Weapon-Meta soll trotzdem klar auf Modern Warfare 4 ausgerichtet werden.

Ein sinnvoller Kompromiss mit einer großen Einschränkung

Für Warzone-Spieler ist der neue Schalter zunächst eine klare Verbesserung.

Wer keine Lust mehr darauf hat, in derselben Runde auf Figuren aus mehreren völlig unterschiedlichen Call-of-Duty-Generationen zu treffen, bekommt erstmals eine echte Wahl.

Gleichzeitig verliert niemand seine gekauften Inhalte.

Perfekt ist das System allerdings noch nicht.

Solange neue Modern-Warfare-4-Cosmetics grundsätzlich vom Filter ausgenommen bleiben, hängt der Erfolg der Funktion davon ab, wie konsequent Activision bei der optischen Linie des neuen Spiels bleibt.

Zum Start von Modern Warfare 4 kann Warzone mit aktiviertem Cosmetic Toggle jedenfalls wieder deutlich mehr wie ein zusammenhängendes Call of Duty aussehen – statt wie eine Sammlung sämtlicher Skins der vergangenen Jahre.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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