Old Skull Games hat einen neuen Blick hinter die Kulissen von Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster veröffentlicht. Das Entwicklertagebuch konzentriert sich auf eine der wichtigsten Fragen des kommenden 2D-Actionspiels: Wie funktioniert überzeugendes Stealth-Gameplay in einer seitlich dargestellten Welt? Dafür hat sich das französische Studio prominente Unterstützung geholt. Nels Anderson, ehemaliger Lead Designer von Mark of the Ninja, arbeitet als Berater an Deathmaster mit.
Gemeinsam mit Game Director Andreas Bonnardel, Game Design Director Marco Mele und Narrative Director Sarah Beaulieu erklärt Anderson im neuen Video, wie aus dem Skaven-Assassinen Vihneek eine Spielfigur entstehen soll, die sich tatsächlich wie ein heimlicher und gleichzeitig äußerst brutaler Killer anfühlt. Deathmaster erscheint 2027 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2.
Ein Skaven-Assassine statt des üblichen Warhammer-Helden
Deathmaster setzt bewusst auf eine ungewöhnliche Perspektive innerhalb des Warhammer-Universums. Spieler übernehmen nicht die Rolle eines klassischen Helden, sondern kontrollieren Vihneek, einen Skaven-Assassinen aus den Clans Eshin.
Die unterirdische Welt der Rattenmenschen ist von Misstrauen, Verrat und Gewalt geprägt. Vihneek beginnt weit unten in der Hierarchie und muss sich durch erfolgreiche Aufträge Schritt für Schritt nach oben arbeiten, bis er den namensgebenden Rang eines Deathmasters erreicht.
Der Weg dorthin führt durch die Tiefen des sogenannten Gnaw und verschiedene Skaven-Territorien. Jede Region soll eigene Gefahren, Gegner und Verhaltensmuster besitzen. Beobachtung ist deshalb ebenso wichtig wie schnelles Handeln.
Mark of the Ninja dient als wichtiger Erfahrungsschatz
Besonders interessant ist die Beteiligung von Nels Anderson. Er war Lead Designer bei Mark of the Ninja, das bis heute als eines der bekanntesten Beispiele dafür gilt, wie sich Schleichen in einem 2D-Spiel verständlich und präzise umsetzen lässt.
Genau diese Herausforderung stellt sich auch Deathmaster.
In dreidimensionalen Stealth-Spielen können Spieler meist problemlos erkennen, welche Gegner in ihre Richtung schauen, welche Deckung funktioniert und aus welcher Richtung Gefahr droht. Bei einer zweidimensionalen Perspektive müssen solche Informationen deutlich stärker über Animationen, Sound und Interface vermittelt werden.
Old Skull Games will deshalb sicherstellen, dass Spieler jederzeit nachvollziehen können, was ein Gegner wahrnimmt und welche Möglichkeiten Vihneek zur Verfügung stehen. Anderson begleitet das Projekt dabei als Consultant.
Geruch und Gehör werden Teil des Stealth-Systems
Vihneek verlässt sich dabei nicht ausschließlich auf seine Augen.
Die Steam-Beschreibung nennt ausdrücklich verstärkte Sinne auf Basis von Geruch und Gehör. Dadurch soll der Assassine Informationen über seine Umgebung erhalten und Gegner entdecken beziehungsweise einschätzen können, bevor er zuschlägt.
Das passt zur grundlegenden Designidee: Schleichen bedeutet in Deathmaster nicht einfach, permanent außerhalb der Sichtweite zu bleiben.
Old Skull Games beschreibt Stealth vielmehr als Kombination aus Kontrolle, Beobachtung und gezielter Gewalt. Wer das Verhalten seiner Gegner versteht, soll Schwachstellen erkennen und anschließend innerhalb weniger Sekunden zuschlagen können.
Spieler müssen nicht zwingend jeden Kampf vermeiden
Deathmaster ist deshalb auch kein reines Schleichspiel.
Das Studio bezeichnet den Titel als 2D-Stealth-Action-Platformer. Neben leisen Eliminierungen gehören direkte Angriffe und brutale Finisher zum Spiel.
Spieler sollen selbst entscheiden können, welche Strategie für eine Situation am besten geeignet ist. Vihneek kann Gegner umgehen, einzeln ausschalten oder seine Fähigkeiten nutzen, um eine Begegnung aggressiver zu lösen.
Warpstein spielt bei der Charakterentwicklung eine wichtige Rolle. Gesammeltes Material lässt sich verwenden, um neue Fähigkeiten und Werkzeuge freizuschalten.
Zusätzliche Skills sind außerdem an die unterschiedlichen Skaven-Clans gekoppelt, deren Gebiete Vihneek infiltriert. Dadurch soll sich das Repertoire des Assassinen im Verlauf des Spiels kontinuierlich erweitern.
Hinter Deathmaster stehen mehrere erfahrene Entwickler
Neben Anderson besitzt auch der Rest der im Dev Diary vorgestellten Führungsriege Erfahrung mit bekannten Spielen.
Marco Mele, Game Design Director bei Old Skull Games, gehört zu den Mitgründern von Arkane Studios. Das Studio wurde später unter anderem durch Dishonored und Prey bekannt.
Sarah Beaulieu verantwortet die Geschichte von Deathmaster. Sie arbeitete zuvor als Narrative Director an Assassin’s Creed Mirage.
Game Director Andreas Bonnardel führt das eigentliche Deathmaster-Team bei Old Skull Games.
Das französische Studio wurde 2012 gegründet und beschäftigt inzwischen rund 60 Entwickler. Nach eigenen Angaben arbeitet es sowohl an eigenen Marken als auch an Projekten mit etablierten Lizenzen.
Deathmaster ist ein reines Singleplayer-Spiel
Wer auf ein kooperatives Warhammer-Erlebnis hofft, sollte allerdings keine falschen Erwartungen haben.
Deathmaster ist aktuell ausdrücklich als Singleplayer-Spiel angekündigt. Einen Koop- oder Multiplayer-Modus nennt Old Skull Games nicht.
Auch technisch bleibt das Spiel bewusst bei einer 2D-Struktur, obwohl die Präsentation deutlich moderner ausfällt als bei klassischen Side-Scrollern.
| Feature | Warhammer Age of Sigmar: Deathmaster |
|---|---|
| Genre | 2D-Stealth-Action-Platformer |
| Spieler | Singleplayer |
| Hauptfigur | Vihneek |
| Fraktion | Skaven / Clans Eshin |
| Entwickler | Old Skull Games |
| Publisher | Dotemu |
| Release | 2027 |
| PC | Steam |
| Konsolen | PS5, Xbox Series X|S, Switch 2 |
Games Workshop bestätigt die Veröffentlichung für Steam, PlayStation, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 im Jahr 2027.
Deutsche Texte sind bereits vorgesehen
Für Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es inzwischen ebenfalls eine relevante Information: Die aktuelle Steam-Seite listet deutsche Benutzeroberfläche und deutsche Untertitel.
Eine deutsche Vertonung ist aktuell dagegen nicht vorgesehen. Die vollständige Sprachausgabe wird bislang nur für Englisch aufgeführt.
Ein konkretes Veröffentlichungsdatum oder ein Euro-Preis steht noch nicht fest.
Mit dem neuen Entwickler-Tagebuch wird dafür deutlicher, welchen Schwerpunkt Old Skull Games setzt. Deathmaster soll nicht einfach ein weiterer Warhammer-Actiontitel werden, sondern ein Spiel, bei dem die Eigenschaften der Skaven tatsächlich das Gameplay bestimmen. Dass ausgerechnet ein führender Entwickler von Mark of the Ninja bei der Umsetzung des Stealth-Systems berät, dürfte für Fans dieses Genres deshalb mindestens so interessant sein wie die Warhammer-Lizenz selbst.

