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Wardens of Avalon zeigt neues Gameplay zu Camelots Aufbau

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Runes Studio hat neues Gameplay zu Wardens of Avalon veröffentlicht und zeigt darin erstmals ausführlicher, wie eng Kämpfe, Erkundung und der Wiederaufbau Camelots miteinander verbunden sind. Das düstere Action-RPG auf Basis der Artussage erscheint 2027 für PC und lässt sich entweder alleine oder online mit bis zu vier Spielern erleben.

Das Konzept unterscheidet sich dabei von klassischen Hack-and-Slash-RPGs: Gefundene Ressourcen und Beute dienen nicht ausschließlich dazu, den eigenen Charakter stärker zu machen. Spieler bringen ihre Funde nach Camelot zurück und bauen dort Schritt für Schritt ein neues Lehen auf. Neue Gebäude und Stadtteile schalten wiederum zusätzliche Möglichkeiten für Crafting, Ausrüstung und Quests frei.

Camelot ist zu Beginn nur noch eine Ruine

WoA Screenshot 1

Die Artus-Legende fällt in Wardens of Avalon deutlich düsterer aus als gewohnt. Die Ritter der Tafelrunde sind der Verderbnis zum Opfer gefallen, ihre einstigen Ländereien liegen in Trümmern und selbst die Geschichten über König Artus sollen nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen.

WoA Screenshot 2

Spieler werden von Morgan Pendragon als neue Mitglieder der Twilight Knights ausgewählt. Ihre Aufgabe besteht darin, die Verderbnis aus Avalon zurückzudrängen und Camelot wieder zu einem funktionierenden Zentrum des Reiches aufzubauen.

Das neue Gameplay zeigt genau diesen Kreislauf: Die Ritter verlassen ihre Siedlung, erkunden die zerstörten Regionen Avalons, kämpfen gegen Monster und Bosse und kehren anschließend mit Ressourcen zurück. Diese werden direkt in den Wiederaufbau investiert.

Aus gesammelten Ressourcen entstehen neue Stadtteile

Je weiter Camelot wächst, desto mehr Gebäude und Spezialisten ziehen in das eigene Lehen ein.

Bestätigt sind unter anderem:

  • Schmieden und Werkstätten
  • Druiden
  • Kräuterkundige
  • Apotheker
  • zusätzliche Stadtteile und Einrichtungen

Damit ist der Basisbau nicht nur ein kosmetisches Nebenfeature. Neue Einrichtungen verbessern die Möglichkeiten zum Herstellen und Aufwerten von Ausrüstung und können weitere Quests und Abenteuer freischalten.

Der grundlegende Gameplay-Loop erinnert damit teilweise an Survival-Spiele: hinausziehen, Materialien sammeln, überleben und anschließend die eigene Basis erweitern. Wardens of Avalon verbindet dieses Prinzip allerdings mit einem klassischen Action-RPG und handgebauten Dungeons.

Keine festen Klassen für euren Ritter

Bei der Charakterentwicklung verzichtet Runes Studio auf ein starres Klassensystem.

Spieler bestimmen ihren Build stattdessen über Ausrüstung, Fähigkeiten und sogenannte Schwüre. Ein einmal gewählter Spielstil muss dabei nicht dauerhaft beibehalten werden. Schwüre können gebrochen und durch neue ersetzt werden, um den eigenen Twilight Knight für andere Gegner oder Situationen umzubauen.

So lassen sich beispielsweise schwere Waffen und heilige Rüstungen verwenden oder Fähigkeiten einsetzen, die sich die Verderbnis selbst zunutze machen. Letzteres verspricht besonders hohen Schaden, soll aber mit entsprechenden Risiken verbunden sein.

Auch beim eigentlichen Kampfsystem setzt Wardens of Avalon auf direkte Action. Ausweichen und Parieren spielen ebenso eine Rolle wie elementare Fähigkeiten und unterschiedliche Waffen.

Bosse blockieren den Weg durch Avalon

Die Regionen von Avalon sind nicht prozedural zusammengesetzt, sondern bestehen laut Entwickler aus handgebauten Gebieten und Dungeons.

Dort warten eigene Gegner, Ressourcen, Quests und größere Bosskämpfe. Bestimmte Bereiche sollen erst zugänglich werden, nachdem entsprechende Gegner besiegt oder ausreichend Fortschritte erzielt wurden.

Damit verbindet Runes Studio den Ausbau von Camelot direkt mit der Erkundung: Um bessere Gebäude und Ausrüstung zu bekommen, werden neue Materialien benötigt. Diese liegen wiederum in gefährlicheren Regionen, für die zunächst bessere Ausrüstung notwendig ist.

Bei einer Gamescom-Preview wurde außerdem deutlich, dass gesammelte Gegenstände beim Tod fallengelassen werden. Die verlorene Ausrüstung kann später wieder eingesammelt werden und bleibt demnach auch dann bestehen, wenn der Spieler auf dem Weg dorthin erneut stirbt.

Komplettes Spiel auch im Vier-Spieler-Koop

Der gesamte Ablauf funktioniert nicht nur solo.

Wardens of Avalon unterstützt Online-Koop für bis zu vier Spieler. Freunde können gemeinsam einen eigenen Orden gründen und dasselbe Lehen verwalten.

Auch die Verteidigung Camelots wird Teil des Multiplayer-Erlebnisses. Die eigene Siedlung kann von feindlichen Kräften angegriffen werden und muss dann gemeinsam verteidigt werden.

FeatureWardens of Avalon
GenreAction-RPG / Survival-Crafting
PerspektiveTop-Down
Spieler1–4
KoopOnline
KlassenKeine festen Klassen
BasisbauJa
CraftingJa
PlattformPC
Release2027

Runes Studio will damit sowohl ein vollständiges Singleplayer-Erlebnis als auch einen auf Zusammenarbeit ausgelegten Koop-Modus anbieten.

Deutsche Texte sind bereits bestätigt

Für Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es ebenfalls eine gute Nachricht: Die aktuelle Steam-Seite führt deutsche Benutzeroberfläche und deutsche Untertitel als unterstützte Sprachoptionen auf. Eine deutsche Sprachausgabe ist dagegen derzeit nicht vorgesehen.

Auch die vorläufigen PC-Anforderungen stehen bereits fest. Mindestens werden 12 GB RAM sowie laut Steam eine GTX 1080, RX 550 oder Intel Arc A310 genannt. Für die empfohlene Konfiguration sind 16 GB RAM und unter anderem eine RTX 2070 Super oder RX 6650 XT vorgesehen. Da der Release erst 2027 erfolgt, können sich diese Angaben bis zur Veröffentlichung noch verändern.

Ein konkretes Veröffentlichungsdatum oder einen Preis nennt The Arcade Crew bislang nicht. Auf der offiziellen Seite wird allerdings bereits ein weiterer Playtest für September angekündigt.

Das neue Gameplay macht vor allem deutlich, worüber sich Wardens of Avalon von anderen Action-RPGs absetzen will: Beute und Ressourcen verschwinden nicht einfach im nächsten Ausrüstungsupgrade. Jede Expedition soll gleichzeitig dabei helfen, aus den Ruinen von Camelot wieder ein sichtbares und funktionierendes Reich entstehen zu lassen.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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