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fabio | Oktober 30, 2020

Vitality, BIG weiter in BLAST Premier: Fall 2020 Gruppe B

Im gestrigen Auftakt der BLAST Premier: Fall 2020 Gruppe B spielten die Teams unglaublich knappe Eröffnungs-Partien aus. FaZe mussten notgedrungen mit Ersatz antreten und Vitality brachten ihren neuen sechsten Mann auf den Server.

COMPLEXITY UNTERLIEGEN IN KNAPPEN MATCH GEGEN VITALITY

Es ist schon öfter vorgekommen, dass ein Spieler aufgrund von Internet-Problemen zwischen Maps eines Matches ausgewechselt werden musste. Besonders zu der Zeit, als die großen Ligen (auch ohne den Coronavirus) noch online stattfanden, wurden Teilnehmer des Öfteren Opfer von DDOS-Attacken. Doch nie war es der explizite Plan eines Teams, ein Spiel mit sechs Mann anzutreten – bis heute.

Denn Vitality schlugen auf der zweiten Map gegen Complexity mit Navil “Nivera” Benrlitom auf. Die CS:GO-Gene scheinen in der Familie zu liegen, denn der kleine Bruder von Adil “ScreaM” Benrlitom spielte in seinem ersten Match unter der Vitality-Flagge großartig auf.

Doch zunächst war noch Kévin “misutaaa” Rabier mit von der Partie. Auf der ersten Map war er auch einer der Top-Performer, doch der Sieg wurde von Richard “shox” Papillon sichergestellt. Vitality sahen lange nicht so aus, als ob sie auf Nuke tatsächlich gewinnen könnten. Complexity holten sich eine 8-7 Hälfte auf der T-Seite. Damit hätte es eigentlich vorbei sein müssen, doch shox hielt das Team im Spiel und konterte Benjamin “blameF” Bremer, der ebenfalls eine Weltklasse-Performance ablieferte. Damit waren die Franzosen auf ihrer T-Seite so stark unterwegs, dass sie sich trotz ihres Nachteils ein 16-14 schnappen konnten.

Nun durfte Nivera auf Dust2 ran. Dort hatte das Team die Chance, ein schnelles 2-0 zu erreichen. Doch Complexity waren bedeutend stärker aufgestellt und lieferten eine 10-5 Hälfte ab. Danach holten sie sich, trotz Widerstandes von Nivera, den 16-12 Sieg. Der junge Belgier war dabei der Lichtblick für sein Team, während Mathieu “ZywOo” Herbaut sehr uncharakteristisch mit einem 0.79 Rating am unteren Ende des Scoreboards rumdümpelte. Kristian “k0nfig” Wienecke übernahm dieses Mal die Top-Position für Complexity mit 29 Kills und einem 1.60er Rating. Leider brachte er diese Energie nicht mehr auf Vertigo. Dort ließ er massiv nach und erlaubte es den Franzosen, nach einer 5-10 Hälfte doch noch das Comeback zum 16-14 zu erreichen.

BIG GEWINNEN KNAPPES DUELL GEGEN FAZE

Der FaZe Clan hat so einige turbulente Monate hinter sich. Nach dem temporären Abgang von Olof “olofmeister” Kajbjer wurde Aurimas “Bymas” Pipiras rekrutiert, der nun gegen Markus “Kjaerbye” Kjærbye ausgetauscht wurde. Nun ist Nikola “NiKo” Kovač ebenfalls ausgestiegen und olofmeister kehrt für ein Turnier zurück von der Ersatzbank. BIG hingegen spielen seit Beginn des Jahres in derselben Formation.

Dennoch spielten FaZe unglaublich stark auf. Gerade olofmeister, der das Spiel nach eigenen Angaben nun schon seit Monaten nicht mehr angefasst hatte, war lange Zeit am oberen Ende des Scoreboards auf der ersten Map. Zwischenzeitlich lieferte er sogar einen wunderschönen Triple-Clutch ab. Doch ausreichen tat das nicht, denn BIG schnappten sich einen knappen Overtime-Sieg mit 19-17.

Hätten FaZe in den letzten Runden doch noch gesiegt, so hätten sie ein 2-0 einlocken können. Denn auf der zweiten Map, Nuke, waren sie dominant unterwegs. Kjaerbye verdiente sich ein phänomenales 1.58er Rating, während sein Team ein 16-9 erzielte. Sogar auf der T-Seite waren sie unaufhaltbar.

Als dritte Map hatten sie jedoch Dust2 durchgelassen. Momentan haben die Deutschen dort eine unglaublich hohe Win-Rate und waren in der Lage, das auch gegen FaZe auszuspielen. Zunächst zogen sie 7 Runden in Folge ran, danach drehten Kjaerbye und Co. die Hälfte aber noch zu einem 8-7 um. Doch mit der Ausnahme einer einzigen Runde waren BIG auf der CT-Seite unschlagbar und hatten bald das 16-9 inne. Damit ziehen sie ins Winners’ Match gegen Vitality weiter, wogegen FaZe zum Losers’ Match gegen Complexity müssen.

Sind FaZe also ohne NiKo wirklich schlechter dran? Sie haben ihren besten individuellen Spieler verloren, aber auch einiges an Freiraum gewonnen. Ein dedizierter In-Game-Leader könnte möglicherweise mehr aus den anderen Spielern rausholen, denn gerade Helvijs “broky” Saukants besitzt das Potenzial, mit der richtigen Führung zu einem Weltklasse-Spieler aufzusteigen.