Seit ein paar Monaten gibt es immer mehr Diskussionen darüber, dass die Preise für Computer- und Konsolenspiele ansteigen. Nintendo macht es vor, Microsoft macht es nach und möglicherweise ziehen weitere Publisher mit anderen Games nach. Bei GTA 6 machen sich jetzt viele Spieler Gedanken darum, ob Rockstar Games und Take-Two die Chance nutzen und das Game für 100 US-Dollar verkaufen könnten. Einer Studie zufolge könnten Entwickler und Publisher eine solche Entscheidung jedoch bitter bereuen.
Analysen belegen deutlichen Preisanstieg
Wer heutzutage ein AAA-Game erwirbt, legt hierfür in der Regel circa 89,99 Euro auf den Tisch. Gerade Nintendo hat mit seinen Spielen, die einst zum Preis von 40 bis 50 Euro erhältlich waren, auf einen Preis von 80 Euro erhöht. Im nächsten Jahr, in dem auch der Release für GTA 6 geplant ist, könnte der Preis unter Umständen noch einmal angezogen werden, sodass ein derartiges Game schließlich 100 US-Dollar kostet.
Doch mit welchem Grund entscheiden sich viele Publisher dafür, Spiele zu einem solch teuren Preis zu verkaufen? Begründet wird laut Analyse diese Entscheidung damit, dass generell die Kosten von Entwicklung und Marketing drastisch angestiegen sind. In Zahlen spricht man hier von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar.
Laut MIDiA Research wäre es jedoch keine gute Entscheidung, wenn sich die Hersteller nun auf einen Basispreis von 100 US-Dollar einspielen. Wirtschaftlich gesehen hätte das nämlich wahrscheinlich mehr Folgen, als man zunächst glaubt.
69,99 US-Dollar gehen besser als 100 US-Dollar
Die Analyse erläutert auch, was passieren könnte, wenn sich Rockstar Games und Take-Two dazu entscheiden, den Preis für GTA 6 zu erhöhen. Wie inzwischen bekannt ist, schätzen Entwickler und Publisher dass der Release der „Beste aller Zeiten werden wird“. Der Schritt zur 100 US-Dollar-Marke würde diese Vorstellung jedoch deutlich in die Tiefe ziehen.
Denn dann sind viele nicht mehr gewillt, ein Game zu kaufen. Dabei ist es völlig gleich, ob es sich um ein Game wie GTA 6 oder ein anderes handelt. Bleibt der Preis jedoch bei 69,99 US-Dollar, generieren Entwickler und Publisher einen höheren Umsatz.
Denn selbst wenn nur die eingefleischten Hardcore-Fans das Game kaufen, lassen sich hiermit nicht die Verluste ausgleichen.
Generell sind die Analysten überzeugt davon, dass die Studios mit einem Preis von 69,99 US-Dollar genau richtig liegen. Absatzzahlen in Höhe von 22,9 Millionen verkauften Exemplaren wären auf diesem Weg möglich, zum Start bedeutet das ein Einspielergebnis von 1,6 Milliarden US-Dollar.
Jene Erkenntnisse sollten sich Rockstar Games und Take-Two zu Herzen nehmen, denn nicht immer bedeutet ein höherer Preis auch gleich mehr Profit.
