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fragstereditorial | Juli 24, 2022

VCT Masters Copenhagen: FunPlus Phoenix zieht ins Finale ein

Im Kampf um den verbleibenden Platz im Grand Final der VCT Masters Copenhagen traf OpTic Gaming auf FunPlus Phoenix. Während der Gewinner sich mit Paper Rex um den Turniersieg messen würde, scheidet der Verlierer dieser Partie als Drittplatzierter aus. Wir haben das Lower Bracket Final für euch zusammengefasst.

Split

OPTC wählte Split als Eröffnungsmap dieses Zweikampfs und startete mit einer 2:0 Führung gut ins Match. Sie entschieden sich für eine bescheidene, sparsame Bonusrunde, die FPX sich zum Nutzen machen konnte. Dann geriet das Match aus den Gleisen. FPX legte OPTC komplett lahm und holte neun der zehn weiteren Runden.

Nach dem Seitenwechsel konnte OPTC noch einmal gut in die Hälfte finden. Das lag aber weniger am guten Gameplay von OPTC, sondern an einer verhunzten Strategie von FPX Zeit zu schinden für die Viper-Lineups. Sobald es in die Waffenrunden ging, übernahm FPX aber wieder das Steuer und brachte die Map über die Ziellinie – Endstand 13:6. Interessanterweise konnte FPX problemlos Split holen, obwohl Ange1 auf dieser Karte kaum Impact hatte.

Icebox

Diese Mapwahl überraschte so manchen Zuschauer. FPX ist nicht bekannt für Icebox. Gerade in den Partien gegen Fnatic sah FPX dort alles andere als solide aus. Zu Beginn war OPTC äußerst dominant unterwegs. Diese holten nicht nur die ersten beiden Runden, sondern auch die Bonusrunde, sowie die folgende Sparrunde zur 4:0 Führung. Dann zog FPX aber das Timeout, besprach, dass Shao früher auf der B-Site Präsenz zeigen soll und las damit OPTCs Spielplan. Mit dieser Umstellung konnte FPX die Halbzeit zum 6:6 Gleichstand retten.

Im Angriff angekommen nahm FPX zunächst das Tempo raus. Mit dieser Taktik konnte FPX sechs der gespielten sieben Runden holen und war damit eine Runde entfernt vor dem Mapsieg. Besonders Ardis ‚ardiis‘ Svarenieks profitierte sehr von diesem Spielstil. Dann nahm sich FPX vor das Tempo umzuwerfen und spielte einen B-Rush. Das ging jedoch in die Hose, also musste wieder eine langsame Runde her.

Gesagt, Getan – die langsame Variante ging für FPX auf und so sicherten sie sich auch Icebox mit 13:8. Victor ‚Victor‘ Wong fiel besonders negativ auf bei OPTC. Er hatte so gar kein Impact aufbringen können und seine offensiven Moves waren tragisch anzuschauen. Pujan ‚FNS‘ Mehta und Jaccob ‚yay‘ Whiteaker hingegen hatten so einige Glanzrunden zu bieten.

Bind

Auf Bind fiel vor allem FPX‘ Agentenwahl auf. Sie spielten weder mit Chamber noch mit Yoru. Ardis ‚ardiis‘ Svarenieks, der ein top Spiel auf Icebox mit Chamber hingelegt hatte, spielte Kay/O auf Bind. Und so sah FPX keine Schnitte in der Verteidigung. Sie konnten, vor allem wegen ihrer Agentenwahl, keine Map Kontrolle herstellen.

Gleich zu Beginn marschierte FPX mit allermann durch Showers, wurde dort von OPTC abgefangen und gab direkt die Pistolenrunde ab. Diese Probleme zogen sich über den Rest dieser Hälfte. Die einzigen Runden die FPX für sich entscheiden konnte bauten auf krassen Einzelaktionen auf. Und so stand es 9:3 für OPTC zum Seitenwechsel.

Einmal wieder holte das Nordamerikanische Team die Pistol und stand somit vor der ersten Waffenrunde drei Punkte entfernt vom Mapsieg. Die konnte sich FPX noch einmal sichern. Nach ein paar erfolgreichen Runden für FPX machte OPTC aber zeitnah den Sack zu und gewann Bind mit 13:6.

Fracture

Auch Fracture blieb dem Trend dieser Partie treu und war weitestgehend einseitig. Von Anfang an dominierte FPX als Angreiferteam den Spielverlauf. Nachdem sie die ersten beiden Runden verwandelten, entschied sich FPX gegen eine Bonusrunde und ging stattdessen mit fünf Rifles in die dritte Runde, was OPTC überraschte. Bei einem Rückstand von 0:4 zog OPTC ihr Timeout, was ihnen aber auch nicht wirklich helfen konnte. Zum Ende des ersten Durchlaufs konnte OPTC zwar noch drei Runden durchbringen, die Hälfte ging dennoch klar an FPX mit 9:3.

Im Angriff von OPTC hatten die Nordamerikaner sogar eine Prise Glück. FPX setzte sich in der Pistolenrunde durch, vermasselte aber die Anti-Eco gegen OPTCs Spar-Inventar. FPX behielt aber die Nerven, sparte einmal und zog danach weiter ihr Ding durch, wodurch sie sich mit zwei gewonnen Waffenrunden belohnten. Jaccob ‚yay‘ Whiteaker hielt OPTC noch eine Weile über Wasser. Dann zog FPX ihr Timeout und hielt solide  stand gegen OPTCs Angriffsmaßnahmen. Die letzte Karte dieser Partie endet 13:7 für FPX.