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VCT 2027: Riot verabschiedet sich von der Liga – jedes Team bekommt eine echte Chance

Autoren-Bild Jonas Teichmann April 11, 2026

Riot Games hat das VALORANT Champions Tour-Format für 2027 grundlegend umgebaut. Die traditionellen Partnerligen verschwinden, an ihre Stelle treten offene Qualifier und ein vollständig turnierbasiiertes System. Es ist die größte strukturelle Veränderung im VCT seit dem Start des Partnerschaftsprogramms.

Alles beginnt mit einem offenen Qualifier

Das Kernprinzip des neuen Systems ist einfach: Jedes Team der Welt kann sich für Masters und Champions qualifizieren. Der Weg beginnt mit offenen Online-Qualifiern, die in regionale LAN-Events führen – die sogenannten VCT Cups – und von dort direkt zu den großen internationalen Turnieren. Eine harte Trennlinie zwischen Partnerteams und dem Rest gibt es nicht mehr: Alle treten in derselben Ebene an.

Die vier VCT-Regionen EMEA, Americas, Pacific und China richten jeweils zwei Cups pro Jahr aus, insgesamt also acht globale Cups. Jeder Cup ist ein LAN-Turnier mit offenem Qualifying, das in einem Finalwochenende vor Live-Publikum gipfelt. Die besten Teams qualifizieren sich direkt für Masters und Champions. Die Saison gliedert sich in drei Zyklen: Kickoff, Cup 1 und Cup 2 – jeder mit eigenem Qualifier-Pfad und eigenem Masters-Event.

Was aus den Partnerteams wird

Das Partnerschaftssystem bleibt – aber in veränderter Form. Riot startet 2027 einen neuen zweijährigen Partnerschaftszyklus und hat bereits den Bewerbungsprozess für interessierte Organisationen geöffnet. Partnerteams erhalten weiterhin Vorteile: direkte Seedings in späteren Qualifier-Runden, Basiszahlungen, Performance-Boni und Anteile an Team-Capsule-Verkäufen in Valorants In-Game-Shop. Nicht-Partnerteams, die sich qualifizieren, bekommen Preisgeld, vollständig finanzierte Reisen zu globalen Events und frühzeitige Auszahlungen für Cup-Teilnahmen – aber keine digitalen Merchandise-Vorteile.

Das Gleichgewicht ist damit klar: Wer investiert und die Marke langfristig trägt, bekommt mehr finanzielle Stabilität. Wer sich einfach qualifiziert und gewinnt, bekommt trotzdem eine echte Bühne.

Mehr Events, mehr Städte, mehr Geld

Der Gesamtrahmen wächst deutlich. Über 20 Turniere werden 2027 jährlich stattfinden, verteilt über mehr als 16 Städte weltweit. Das Gesamtpreisgeld übersteigt 6 Millionen US-Dollar jährlich, Reisen zu globalen Events werden vollständig von Riot finanziert. 2025 hatte Riot bereits über 86 Millionen Dollar aus digitalen Warenverkäufen an VCT-Teams ausgeschüttet – das neue System soll dieses Modell auf eine breitere Basis stellen.

Ein Kurswechsel mit Signalwirkung

Was Riot hier umsetzt, ist mehr als eine Formatreform – es ist ein Bekenntnis zu einem offeneren Esports-Ökosystem. Das Franchise-Modell, das viele Ligen jahrelang dominiert hat und das Teameinstieg an Millionenbeträge knüpfte, wird in seiner reinsten Form aufgegeben. Jedes talentierte Team, das sich durch Qualifier kämpft, bekommt die Chance auf die größte Bühne des Spiels. Für Fans bedeutet das mehr unbekannte Gegner, mehr Überraschungen und potenziell stärkere regionale Narrative. Für Teams ohne backing bedeutet es das, was vorher kaum möglich war: eine reale Perspektive.

Weitere Details zu regionalen Qualifikationswegen und konkreten Event-Standorten will Riot näher an den VCT Champions 2026 in Shanghai bekannt geben.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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