Riot Games verschärft mit VALORANT Patch 13.05 sein Vorgehen gegen unerlaubte Drittanbieter-Tools. Wer Programme zum Stream-Sniping oder automatischen Instalocken von Agenten verwendet, muss künftig mit einer Spielsperre rechnen. Beim ersten erkannten Verstoß droht zunächst ein temporärer Ban, bei wiederholter Nutzung kann daraus eine permanente Sperre werden.
Patch 13.05 selbst fällt ansonsten vergleichsweise klein aus. Riot bezeichnet das Update ausdrücklich als überwiegend auf Fehlerbehebungen ausgerichteten Zwischenpatch. Größere Änderungen sind bereits für Patch 13.06 am 22. September geplant.
Riot geht gegen Instalock-Tools vor
Das wohl wichtigste neue Feature versteckt sich in den Änderungen zum Spielerverhalten.
Riot bestätigt, inzwischen Strafen zu verhängen, wenn das System die Verwendung von Tools für Stream-Sniping oder automatisches Instalocking erkennt.
Bei Instalock-Tools handelt es sich um externe Programme, die einen gewünschten Agenten teilweise schneller auswählen können, als dies einem Spieler über die normale Benutzeroberfläche möglich wäre. Dadurch können Nutzer ihre bevorzugte Figur praktisch automatisiert reservieren, bevor Mitspieler überhaupt eine realistische Gelegenheit zur Auswahl bekommen.
Das normale schnelle Anklicken eines Agenten wird dadurch nicht automatisch zum Regelverstoß. Riot spricht in seinen offiziellen Patchnotes ausdrücklich von der Nutzung entsprechender Tools.
Wie das Anti-Cheat-System diese Programme erkennt, erklärt der Entwickler aus naheliegenden Gründen nicht. Ebenso wenig bestätigt Riot, dass allein eine besonders schnelle Agentenauswahl als Beweis für einen Verstoß gewertet wird.
Wiederholungstäter können permanent gesperrt werden
Das neue Strafsystem ist gestaffelt.
Wer erstmals bei der Verwendung eines solchen Hilfsmittels erkannt wird, muss mit einer temporären Spielsperre rechnen. Verwendet derselbe Account die Tools erneut, können die Sanktionen schrittweise verschärft werden.
Am Ende steht ein permanenter Game Ban.
Damit behandelt Riot die Programme nicht lediglich als störendes Verhalten innerhalb der Agentenauswahl, sondern als ernsthaften Verstoß gegen die Spielregeln.
Für Stream-Sniping gilt derselbe Ansatz. Spieler dürfen sich also keinen unfairen Informationsvorteil über Hilfsmittel verschaffen, die laufende Übertragungen anderer Spieler für das eigene Match auswerten oder zugänglich machen.
Agent Gear wird mit Patch 13.06 umgebaut
Patch 13.05 kündigt gleichzeitig eine größere Veränderung für das Fortschrittssystem an.
Mit Patch 13.06 am 22. September überarbeitet Riot das Agent-Gear-System. Bereits freigeschaltete Gegenstände bleiben erhalten und auch Kingdom Credits werden weiterhin benötigt.
Neu ist allerdings, dass die Freischaltung künftig direkt damit zusammenhängt, wie häufig der entsprechende Agent gespielt wird.
Wer beispielsweise Cosmetics für Omen freischalten möchte, muss nach der Änderung auch tatsächlich Zeit mit Omen verbringen.
Riot empfiehlt Spielern deshalb ausdrücklich, momentan laufende Freischaltungen für Agenten abzuschließen, die sie normalerweise nur selten spielen.
Champions Shanghai Pick’Ems starten am 10. September
Auch der VALORANT-Esport bekommt mit 13.05 ein Update.
Die Pick’Ems für Champions Shanghai kehren zurück und werden am 10. September im VALORANT-Client sowie über die Webseite freigeschaltet.
Spieler können vorhersagen, welche Teams die Gruppenphase überstehen und in welcher Position sie abschließen. Für richtige Tipps gibt es Punkte, für exakt vorhergesagte Platzierungen zusätzliche Zähler.
Bereits die Teilnahme bringt Belohnungen.
Die Tipps müssen abgegeben werden, bevor die Gruppenphase der VALORANT Champions am 24. September beginnt.
Riot behebt zahlreiche Agenten-Bugs
Der größte Teil von Patch 13.05 besteht aus Fehlerkorrekturen.
Unter anderem wurde ein Problem beseitigt, durch das Smokes teilweise noch Blendgranaten und andere Fähigkeiten blockierten, obwohl die Rauchwand optisch bereits verschwunden war.
Betroffen waren die Smokes von:
- Astra
- Brimstone
- Clove
- Miks
- Omen
Riot hat das Timing beim Verschwinden dieser Fähigkeiten angepasst, sodass Sichtlinien künftig wieder zum sichtbaren Zustand der Rauchwand passen sollen.
Chamber bekommt ebenfalls eine technische Korrektur. Beim erstmaligen Ausrüsten, Zielen oder Abfeuern von Headhunter konnte es bislang zu Leistungseinbrüchen kommen.
Bei Cypher wurde ein Fehler mit Trapwire behoben, durch den der Debuff unter bestimmten Umständen dauerhaft auf einem neuen Ziel verbleiben konnte. Cyber Cage blockiert zudem nicht länger fälschlicherweise Flashes, Aufklärung und andere Fähigkeiten, die eine freie Sichtlinie benötigen.
Weitere Fehlerkorrekturen betreffen Deadlock, Fade, KAY/O, Omen, Sage und Waylay.
The Range bekommt weniger Bots als Standard
Auf dem PC verändert Riot außerdem den Trainingsbereich.
In The Range können Spieler künftig auswählen, ob ein, fünf oder zehn Bots gleichzeitig erscheinen sollen. Der neue Standardwert liegt bei fünf Bots.
Die Anzahl lässt sich jederzeit über die Einstellungen des Trainingsbereichs anpassen.
Zusätzlich wurde ein Fehler behoben, durch den sich das Kaufmenü nach dem Erwerb von VALORANT Points teilweise nicht korrekt schließen ließ.
Patch 13.05 ist damit kein großes Balance-Update, bringt aber eine für das Matchmaking relevante Änderung mit. Vor allem Nutzer automatisierter Instalock- oder Stream-Sniping-Werkzeuge müssen künftig mit deutlich härteren Konsequenzen rechnen. Die umfangreicheren Gameplay- und Fortschrittsänderungen hebt sich Riot dagegen für Patch 13.06 am 22. September auf.

