VALORANT Patch 13.02 ist kein riesiges Meta-Update, bringt aber einige wichtige Änderungen für Ranked, Retake und mehrere Agenten-Bugs. Im Mittelpunkt steht ein kleiner, aber spürbarer Nerf für Phoenix: Seine Ultimate Run It Back kostet künftig sieben statt sechs Punkte. Außerdem erweitert Riot den Retake-Modus um neue Maps, verschiebt den Chaos-Modus All Random One Site: Replication und behebt mehrere teils absurde Fehler.
Der kurioseste Fix betrifft Deadlock und Omen. Durch einen Bug konnte Deadlocks Ultimate Annihilation Omen während From the Shadows falsch erfassen und dabei über 900.000 Schaden verursachen. Dieser Fehler ist nun Geschichte.
Phoenix-Ultimate kostet jetzt sieben Punkte
Phoenix war zuletzt vor allem wegen seiner Ultimate auffällig. Run It Back ist eine der stärksten Informations- und Entry-Fähigkeiten im Spiel, weil Phoenix damit aggressiv Raum nehmen, Gegnerpositionen aufdecken und im besten Fall sogar Kills finden kann, ohne dauerhaft bestraft zu werden.
Bei nur sechs Ultimate-Punkten war diese Fähigkeit sehr häufig verfügbar. Gute Phoenix-Spieler konnten über Kills, Orbs und Rundenverlauf schnell wieder an Run It Back kommen und damit mehrfach pro Halbzeit Druck erzeugen.
Riot erhöht die Kosten nun von 6 auf 7 Ultimate-Punkte. Das ist kein harter Rework und auch kein massiver Nerf, aber es reduziert die Frequenz. Phoenix-Spieler müssen künftig besser planen, wann sie ihre Ultimate einsetzen, statt sie fast automatisch in jedem wichtigen Angriff zu nutzen.
| Agent | Änderung |
|---|---|
| Phoenix | Run It Back kostet jetzt 7 statt 6 Ultimate-Punkte |
Riot betont, dass Phoenix grundsätzlich in einem guten Zustand sei. Die Änderung soll vor allem verhindern, dass seine Ultimate deutlich häufiger verfügbar ist als vergleichbare Fähigkeiten anderer Agenten.
Was der Phoenix-Nerf für Ranked bedeutet
In Ranked dürfte die Änderung spürbar sein, aber Phoenix nicht aus dem Spiel nehmen. Seine Flashs, Hot Hands und Curveball-Entry-Power bleiben unverändert. Der Agent bleibt also weiterhin ein starker Duellant, besonders auf Maps, auf denen er schnell Raum gewinnen und enge Winkel erzwingen kann.
Der Unterschied liegt eher im Timing. Phoenix-Spieler werden nicht mehr ganz so oft kostenlos Informationen sammeln oder Sites mit Run It Back öffnen können. Teams müssen bewusster entscheiden, ob ein Orb an Phoenix geht und wann die Ultimate für einen Execute, Retake oder Mid-Round-Play aufbewahrt wird.
Für Gegner ist das eine gute Nachricht. Weniger Run-It-Back-Runden bedeuten mehr Phasen, in denen Phoenix tatsächlich Risiko eingehen muss, wenn er aggressiv in eine Site läuft.
Retake bekommt drei neue Maps
Auch der Retake-Modus wird erweitert. Mit Patch 13.02 kommen Split, Corrode und Lotus in den Map-Pool. Das ist eine sinnvolle Ergänzung, weil Retake für viele Spieler inzwischen mehr ist als nur ein kurzer Nebenmodus.
Retake eignet sich hervorragend, um schnelle Post-Plant- und Defuse-Situationen zu üben. Statt ein komplettes Match zu spielen, landen Spieler direkt in den entscheidenden Momenten: Site zurückerobern, Utility richtig einsetzen, Trades finden und Zeitdruck managen.
| Modus | Änderung |
| Retake | Split, Corrode und Lotus neu im Map-Pool |
| AROS: Replication | Veröffentlichung verschoben |
Mehr Maps bedeuten mehr Variation und bessere Vorbereitung auf unterschiedliche Site-Strukturen. Gerade Lotus mit seinen mehreren Zugängen und Split mit engen Chokes könnten im Retake-Modus besonders chaotisch, aber auch lehrreich werden.
AROS: Replication wird verschoben
Weniger erfreulich für Fans experimenteller Modi: All Random One Site: Replication erscheint nicht mit Patch 13.02. Riot verschiebt den Modus und will zu einem späteren Zeitpunkt neue Informationen teilen.
Das ist ärgerlich für Spieler, die sich auf den Modus gefreut haben, aber wahrscheinlich die bessere Entscheidung. Ein chaotischer Fun-Modus lebt davon, dass er technisch sauber funktioniert. Wenn Riot intern noch Probleme sieht, ist eine Verschiebung besser als ein wackliger Release.
Deadlock-Bug mit Omen war völlig absurd
Der lustigste Teil von Patch 13.02 steckt in den Bugfixes. Deadlocks Ultimate Annihilation konnte Omen während From the Shadows falsch erfassen. Das Ergebnis war nicht einfach ein normaler Kill, sondern ein Schadenswert von 900.100.
In einem normalen VALORANT-Match ist das natürlich komplett absurd. Kein Agent braucht fast eine Million Schaden, um zu sterben. Der Bug zeigt aber, wie seltsam Fähigkeitensysteme werden können, wenn Teleport, Capture-Effekte und Ultimate-Logik gleichzeitig kollidieren.
Riot hat diesen Fehler nun behoben. Omen wird also nicht mehr durch Deadlock aus einer anderen Dimension gelöscht, während er seine Ultimate nutzt.
Weitere Agent-Fixes im Überblick
Patch 13.02 behebt außerdem mehrere kleinere, aber relevante Agenten-Probleme. Einige davon betreffen direkte Spielbarkeit, andere eher visuelle oder technische Fehler.
| Agent | Fix |
| Omen | Fehlender Platzierungsindikator bei Shrouded Step behoben |
| KAY/O | Fehler bei NULL/cmd-Effekten und Animationen korrigiert |
| Cypher | Cyber-Cage-Visuals und seltener Disconnect bei Neural Theft behoben |
| Gekko | Wingman stirbt nicht mehr unerwartet bei sehr niedrigen FPS während Plant/Defuse |
| Chamber | Rendezvous teleportiert wieder zuverlässiger zum Anchor |
| Waylay | Icebox-B-Tube-Clip mit Lightspeed und Refract behoben |
| Jett | Verzögerung bei Tailwind und Updraft nach Cloudburst korrigiert |
| Raze | Boom Bot bewegt sich nicht mehr kurzzeitig durch feste Geometrie |
| Vyse | Razorvine wird nicht mehr unzerstörbar, wenn Vyse im selben Moment unterdrückt wird |
Besonders wichtig sind die Fixes für Gekko, Cypher und Waylay. Wenn Wingman beim Spike-Plant durch niedrige Framerate stirbt oder ein Agent durch Map-Geometrie clippen kann, betrifft das direkt faire Spielsituationen.
Summit bekommt ebenfalls einen Fix
Auch die Map Summit wird angepasst. Riot behebt ein Problem, bei dem Agenten-Utility manchmal von einer bereits geschlossenen Tür zerquetscht werden konnte. Solche Interaktionen wirken auf den ersten Blick klein, können in engen Runden aber entscheidend sein.
Wenn Utility durch Map-Objekte unerwartet verschwindet, verlieren Spieler Vertrauen in klare Setups. Gerade auf neuen oder komplexeren Maps ist es wichtig, dass Türen, Wände und Fähigkeiten konsistent funktionieren.
PC- und Konsolen-Fixes
Auf PC behebt Riot außerdem einen kosmetischen Fehler in den Netzwerkgraphen. Bei extrem hohen Framerates konnten die Anzeigen für gesendete und empfangene Pakete falsche Werte darstellen.
Auf Konsolen gibt es mehrere spezielle Fixes. Chamber erhält wieder korrektes haptisches Feedback bei Tour de Force, Yorus Fakeout bekommt fehlende Zielhilfe zurück, und Waylay kann durch Lightspeed plus sofortiges Ausrüsten von Spike oder Flex-Item keinen unbeabsichtigten Speed-Boost mehr erhalten.
Das zeigt, dass Riot weiterhin versucht, PC- und Konsolenversion parallel sauber zu halten. Gerade auf Konsole sind Haptik, Aim Assist und Eingabeverhalten deutlich wichtiger als auf dem PC.
Kleiner Patch, aber gute Aufräumarbeit
VALORANT Patch 13.02 ist kein Update, das die komplette Meta umwirft. Phoenix wird leicht gebremst, Retake bekommt mehr Abwechslung, ein Fun-Modus wird verschoben, und eine ganze Reihe von Bugs wird beseitigt.
Trotzdem ist der Patch sinnvoll. Phoenix’ Ultimate war zu häufig verfügbar, Retake profitiert von neuen Maps, und Bugs wie Deadlocks 900.100-Schaden gegen Omen sind zwar lustig, haben in einem kompetitiven Shooter aber nichts verloren.
Für Spieler bedeutet das: Phoenix bleibt spielbar, aber weniger verschwenderisch. Retake wird abwechslungsreicher. Und Omen darf wieder teleportieren, ohne Angst zu haben, von Deadlock mit einer Schadenszahl aus einem Anime-Finale getroffen zu werden.
