Riot Games hat mit VALORANT Patch 13.00 eines der größten Updates der letzten Monate veröffentlicht. Der Patch markiert den Start von V26 Act 4 und bringt gleich mehrere große Neuerungen ins Spiel: die neue Map Summit, den temporären Retake-Modus, wichtige Änderungen am Ranked-System, Buffs für mehrere Sentinel-Agenten und kürzere Cooldowns für Initiators.
Besonders spannend ist dabei, dass Riot nicht nur einzelne Balance-Werte anpasst, sondern gleich mehrere Kernbereiche von VALORANT verändert. Map Pool, Agent-Meta, Waffenbalance, Client-Features und Premier-Modus werden mit Patch 13.00 gleichzeitig überarbeitet.
Summit startet direkt in Competitive
Die größte neue Spielwiese in VALORANT Patch 13.00 ist Summit. Die neue Map spielt in einer Radiant-Akademie in den Bergen Chinas und setzt auf ein klassisches 5v5-Spike-Format mit drei Lanes und zwei Sites. Das besondere Element der Karte sind absenkbare Wände, die den Aufbau einer Runde verändern und neue taktische Möglichkeiten schaffen können.
Summit wird nicht erst langsam eingeführt, sondern direkt in die Competitive-Rotation aufgenommen. Damit Spieler die Map ohne zu viel Druck kennenlernen können, reduziert Riot in den ersten zwei Wochen die RR-Verluste auf Summit um 50 Prozent. Siege bringen dagegen weiterhin 100 Prozent RR. Wer die Map also früh lernen will, wird im Ranked etwas weniger hart für Niederlagen bestraft.
Zusätzlich gibt es eine eigene Summit-Only-Queue. Diese bleibt sieben Tage lang verfügbar und nutzt das Swiftplay-Format. Dadurch können Spieler die neue Karte schneller testen, ohne direkt in lange Matches gehen zu müssen.
Map Pool: Summit und Sunset rein, Fracture und Pearl raus
Mit dem neuen Patch ändert Riot auch den Map Pool für Competitive und Deathmatch. Summit und Sunset werden hinzugefügt, während Fracture und Pearl aus der Rotation entfernt werden.
Das dürfte vor allem für Ranked-Spieler wichtig sein, die sich auf neue Lineups, Setups und Rotationen einstellen müssen. Summit bringt durch die beweglichen Wände ein eigenes taktisches Element mit, während Sunset nach seiner Rückkehr wieder mehr Präsenz im aktiven Pool bekommt.
Neuer Retake-Modus bringt schnelle 3v3-Action
Neben Summit führt Riot mit Patch 13.00 auch einen neuen temporären Modus ein. Retake ist ein schnelles 3v3-Format, das direkt in Post-Plant-Situationen startet. Die Spike ist also bereits gelegt, eine Seite verteidigt den Spot, die andere muss retaken und entschärfen.
Der Modus ist deutlich kompakter als ein normales Match. Gespielt wird auf einer einzelnen Site, die Seiten wechseln jede Runde und das erste Team mit fünf Rundensiegen gewinnt. Runden enden durch Team-Eliminierung, Spike-Explosion oder erfolgreichen Defuse.
Eine Economy gibt es in Retake nicht. Stattdessen wählen Spieler pro Runde Karten mit Waffen, Rüstung und Ability-Charges. Die Loadouts entwickeln sich im Verlauf des Matches weiter. Zum Start sind Sites von Ascent, Bind, Haven, Summit und Sunset verfügbar, wobei jedes Match auf einer zufällig ausgewählten Site gespielt wird.
Für Spieler, die schnelle Utility-Duelle, klare Retake-Situationen und kurze Matches mögen, könnte dieser Modus besonders interessant werden.
Sentinels werden deutlich stärker
Ein zentraler Fokus von VALORANT Patch 13.00 liegt auf den Sentinels. Riot will diese Rolle wieder stärker darin machen, schnelle und schlecht vorbereitete Site-Hits zu bestrafen. Sentinels sollen als Solo-Anker verlässlicher funktionieren und Angreifer stärker dazu zwingen, mit Utility und Map-Kontrolle zu arbeiten.
Cypher erhält eine schnellere Trapwire-Aktivierung. Die Windup-Zeit sinkt von 0,9 auf 0,7 Sekunden. Dadurch kann sein Setup Gegner früher bestrafen und wird in hektischen Executes zuverlässiger.
Killjoy bekommt gleich mehrere Verbesserungen. Die Feuerrate ihres Turrets steigt um 50 Prozent, Nanoswarm hält nun fünf statt vier Sekunden an und der Alarmbot bewegt sich 50 Prozent schneller. Damit wird Killjoy vor allem beim Verzögern von Pushes und beim Halten enger Räume gefährlicher.
Auch Veto wird gebufft. Der Interceptor-Cooldown nach dem Zurückholen sinkt von 30 auf 20 Sekunden. Crosscut erhält eine größere Anwendungsreichweite von 30 Metern statt zuvor 24 Metern. Außerdem wird die Aktivierungszeit nach dem Platzieren von 1,5 auf 0,75 Sekunden reduziert.
Sage bekommt eine besonders auffällige Änderung: Ihre Selbstheilung durch Healing Orb steigt von 50 auf 100 HP. Deadlock profitiert ebenfalls, denn der Cooldown von GravNet sinkt von 60 auf 50 Sekunden.
Initiators bekommen kürzere Cooldowns
Nicht nur Sentinels werden gestärkt. Riot nimmt auch die Cooldowns mehrerer Initiator-Signature-Abilities zurück. Sova, Fade, Skye, Breach und KAY/O müssen künftig nur noch 50 statt 60 Sekunden auf ihre Signature-Abilities warten.
Gekko erhält ebenfalls eine Verbesserung. Die Cooldowns nach dem Zurückholen seiner Kreaturen sinken von 20 auf 15 Sekunden. Dadurch kann er seine Utility häufiger wiederverwenden und bleibt besonders in späteren Rundensituationen relevanter.
Mit diesen Änderungen reagiert Riot auf das Gefühl, dass Initiators nach früheren Cooldown-Erhöhungen etwas zu wenig Einfluss in langen Runden hatten. Patch 13.00 soll hier einen Mittelweg schaffen: Gunplay bleibt wichtig, aber Utility bekommt wieder mehr Gewicht.
Omen-Audio wird klarer
Auch Omen erhält eine kleinere, aber wichtige Anpassung. Der Sound von Shrouded Step wurde überarbeitet, wenn ein gegnerischer Omen teleportiert. Ziel ist es, die Fähigkeit in chaotischen Situationen besser hörbar zu machen.
Gerade in schnellen Executes oder Retake-Szenarien konnte es vorkommen, dass Omen hinter oder an Gegnern vorbei teleportiert, ohne dass der Sound klar genug wahrgenommen wurde. Die neue Audio-Version soll diese Situationen lesbarer machen.
Ranked Rating und Matchmaking werden angepasst
VALORANT Patch 13.00 bringt auch Änderungen am Ranked-System. Riot passt die RR-Berechnung an, nachdem frühere MMR-Änderungen einige Zeit aktiv waren. Spieler, die konstant gewinnen, sollen sich weniger festgefahren fühlen und ihren Fortschritt deutlicher spüren.
Auf dem PC wird außerdem das Matchmaking verfeinert. Die durchschnittlichen Ränge beider Teams sollen künftig näher beieinander liegen. Riot nennt als Beispiel ein Team mit durchschnittlich Gold 2. In solchen Fällen soll auch das gegnerische Team häufiger innerhalb des Gold-Bereichs liegen.
Für Ranked-Spieler könnte das langfristig fairere Lobbys und weniger extreme Skill-Unterschiede bedeuten.
Neuer Inbox-Bereich im VALORANT-Client
Mit Patch 13.00 führt Riot auch die erste Version der Inbox im VALORANT-Client ein. Dort werden nicht dringende Benachrichtigungen gesammelt, damit Spieler sie später erneut ansehen können.
Zum Start unterstützt die Inbox unter anderem Geschenk-Benachrichtigungen, Premier-Updates, RR-Rückerstattungen, Feedback zu Reports und Nachrichten zum Start eines Acts. Spieler können neue und gelesene Nachrichten sehen und einzelne Mitteilungen löschen.
Das Feature ist kein Gameplay-Highlight, dürfte den Client aber langfristig übersichtlicher machen.
Bandit wird zuverlässiger
Auch die Bandit wird angepasst. Riot möchte die Waffe nicht nur in Pistolenrunden, sondern auch darüber hinaus etwas verlässlicher machen, ohne ihren Charakter als präzise Waffe zu verlieren.
Die Recovery sinkt von 0,45 auf 0,4. Die Single-Shot-Effizienz steigt von 3 auf 4 und der maximale vertikale Rückstoß wird von 4 auf 3 reduziert. Damit dürfte sich die Bandit kontrollierter anfühlen und in geübten Händen etwas attraktiver werden.
Premier startet mit neuer Stage
Für Premier beginnt mit V26A4 ebenfalls eine neue Phase. Die Matches starten am 1. Juli. Teams mit einem Premier Score von mindestens 600 können sich für die Playoffs am 16. August qualifizieren.
Für Teams in der Contender- und Invite-Division bleibt die Platzierung im Leaderboard entscheidend. Die Playoffs laufen über zwei Tage: Die erste Runde findet am 15. August statt, die finalen Matches folgen am 16. August.
Viele Bugfixes und kleinere Audio-Updates
Patch 13.00 bringt außerdem zahlreiche Bugfixes. Riot behebt unter anderem Fehler bei Voice Lines, HUD-Farben nach Seitenwechseln oder Overtime, Harbors Reckoning-Debuff, Killjoys Nanoswarm-Audio und mehrere Probleme rund um Vipers Pit.
Auch Agenten-Voice-Lines wurden überarbeitet. Riot entfernt einige ältere Lines, die nicht mehr den aktuellen Qualitätsstandards entsprechen, und ergänzt neue Interaktionen für Summit. Dazu gehören unter anderem neue Dialoge zwischen Sage und Viper sowie Gespräche zwischen Miks und Gekko sowie Jett und Phoenix.
Warum Patch 13.00 so wichtig ist
VALORANT Patch 13.00 ist kein kleines Balance-Update, sondern ein großer Neustart für V26 Act 4. Riot verändert gleichzeitig die Map-Rotation, stärkt Sentinels, gibt Initiators wieder mehr Utility-Präsenz, führt mit Summit eine neue Competitive-Map ein und testet mit Retake einen schnellen Modus für Post-Plant-Situationen.
Für Ranked-Spieler dürfte vor allem die Kombination aus Summit, RR-Anpassungen und engerem Matchmaking spannend werden. Für die Meta sind dagegen die Sentinel-Buffs und Initiator-Cooldowns besonders relevant. Patch 13.00 könnte damit spürbar verändern, wie Teams Sites angreifen, verteidigen und in späten Runden mit Utility umgehen.
