Die VALORANT Masters Santiago 2026 sind beendet und das erste internationale VCT-Highlight des Jahres hat einen überraschenden Champion hervorgebracht. Nongshim RedForce setzte sich im Grand Final mit 3:0 gegen Paper Rex durch und holte damit nicht nur den ersten internationalen Titel der eigenen Organisation, sondern auch den nächsten großen Erfolg für die Pacific-Region. Das Turnier lief vom 28. Februar bis 15. März in Santiago de Chile und war mit 12 Teams sowie einem Preisgeld von 1 Million US-Dollar der erste globale Gradmesser der neuen Saison.
NS RedForce krönt sein Breakout-Turnier mit einem klaren 3:0
Im Finale trafen mit Paper Rex und Nongshim RedForce zwei Teams aus der Pacific-Region aufeinander. Während Paper Rex nach einer Niederlage gegen NRG den harten Weg durchs Lower Bracket nehmen musste, marschierte NS RedForce mit viel Ruhe und enormer Disziplin durch die entscheidende Phase des Events. Im Endspiel ließ das südkoreanische Team dann kaum Zweifel aufkommen und gewann die Best-of-5-Serie glatt mit 3:0. Damit endete das Masters mit einem Statement-Sieg eines Teams, das vor dem Event nicht überall als Topfavorit gehandelt wurde.
Für Paper Rex bleibt trotz der Finalniederlage ein starker Lauf stehen. Das Team arbeitete sich nach der frühen Niederlage gegen NRG über All Gamers, G2 Esports und schließlich im Lower Final erneut an NRG vorbei zurück ins Endspiel. Gerade dieser Run unterstreicht, wie stabil Paper Rex auf internationalem Niveau weiterhin auftritt, auch wenn am letzten Tag die Antwort auf Nongshims Spieltempo und Struktur fehlte.
Platzierungen und Preisgeld im Überblick
Das Preisgeld der Masters Santiago 2026 betrug insgesamt 1.000.000 US-Dollar. An der Spitze stand NS RedForce mit 350.000 US-Dollar, Paper Rex nahm 200.000 US-Dollar mit. Dahinter folgten NRG auf Rang drei und G2 Esports auf Platz vier.
| Platz | Team | Preisgeld |
|---|---|---|
| 1 | NS RedForce | 350.000 US-Dollar |
| 2 | Paper Rex | 200.000 US-Dollar |
| 3 | NRG | 125.000 US-Dollar |
| 4 | G2 Esports | 75.000 US-Dollar |
| 5-6 | All Gamers | 50.000 US-Dollar |
| 5-6 | BBL Esports | 50.000 US-Dollar |
| 7-8 | FURIA Esports | 35.000 US-Dollar |
| 7-8 | Gentle Mates | 35.000 US-Dollar |
| 9-10 | Team Liquid | 25.000 US-Dollar |
| 9-10 | T1 | 25.000 US-Dollar |
| 11-12 | Edward Gaming | 15.000 US-Dollar |
| 11-12 | Xi Lai Gaming | 15.000 US-Dollar |
Zuschauerzahlen: starkes Finale, aber unter früheren Masters-Werten
Die ersten veröffentlichten Reichweitenzahlen zeigen ein solides, aber nicht rekordverdächtiges Bild. Das Grand Final zwischen Paper Rex und NS RedForce war mit 883.064 gleichzeitigen Zuschauern das meistgesehene Match des gesamten Turniers. Insgesamt kam das Event auf rund 27,5 Millionen Hours Watched, einen Schnitt von 409.486 Zuschauern und 67 Stunden Airtime. Damit lag Santiago klar im relevanten Bereich der internationalen VALORANT-Events, aber spürbar unter einigen früheren Masters-Spitzenwerten.
Gerade im historischen Vergleich ist das interessant, weil das Event sportlich einige starke Geschichten lieferte, aber nicht durchgehend auf die größte globale Zugkraft der Szene zugreifen konnte. Das frühe Ausscheiden bekannter Namen wie T1 sowie die Zeitzonenlage für Teile Europas und Nordamerikas dürften dabei eine wichtige Rolle gespielt haben. Gleichzeitig zeigte sich erneut, wie stark Paper Rex als Reichweitenmagnet funktioniert, denn sowohl das Finale als auch der Playoff-Run des Teams gehörten zu den großen Zugpferden des Events.
Eine der größten Überraschungen des Turniers kam schon früh
Schon in der frühen Turnierphase wurde deutlich, dass Santiago kein normales Favoriten-Event werden würde. T1, als prominenter Name und zuletzt international mit viel Aufmerksamkeit versehen, schied früh aus. Gleichzeitig nutzte Gentle Mates seine Masters-Premiere für ein starkes Ausrufezeichen und arbeitete sich in die K.-o.-Runde. Auch damit bekam das Turnier früh eine andere Dramaturgie als viele vorher erwartet hatten.
Das Format trug seinen Teil dazu bei. Die Sieger der regionalen Kickoffs starteten direkt in den Playoffs, während die übrigen Teams zunächst durch die Swiss Stage mussten. Genau dieses Modell sorgte dafür, dass frühe Ausrutscher sofort teuer werden konnten und einige etablierte Lineups schneller unter Druck gerieten als bei früheren internationalen Turnieren.
Frische VALORANT-News: Riot enthüllt Agent Miks
Zu den wichtigsten Zusatzmeldungen rund um das Finale gehört die offizielle Enthüllung von Miks, dem 30. Agenten in VALORANT. Riot hatte bereits vor dem Endspiel angekündigt, dass beim Grand Final ein neuer Agent vorgestellt wird. Inzwischen ist klar: Miks ist ein Controller aus Kroatien und soll mit einem stark auf Sound, Tempo und Teamplay ausgerichteten Stil frischen Wind in die Rollenverteilung bringen. Die Enthüllung war eines der dominierenden Gesprächsthemen rund um den Finaltag.
Besonders relevant für Spieler ist, dass Riot den Release nicht lange hinauszögert. Der neue Agent ist laut offizieller Ankündigung für Season 26 Act II vorgesehen. Parallel dazu lief direkt nach dem Reveal bereits die nächste Welle an Zusatzcontent an, darunter Trailer, Charakterdetails und erste größere Einordnungen zur Rolle von Miks im Meta. Damit hat Riot den Finaltag nicht nur sportlich, sondern auch inhaltlich genutzt, um die nächste Phase von VALORANT einzuleiten.
Die nächsten VCT-Termine stehen bereits fest
Nach Santiago geht der Blick direkt weiter auf den restlichen Kalender. Laut offiziellem Schedule startet Stage 1 am 1. April, das nächste internationale Großevent folgt dann mit den Masters London vom 6. bis 21. Juni. Zusätzlich hat Riot in den vergangenen Stunden bereits Informationen zum Ticketverkauf für London veröffentlicht. Für Teams wie NS RedForce, Paper Rex, NRG oder G2 beginnt damit praktisch ohne lange Pause die Vorbereitung auf die nächste internationale Bewährungsprobe.
Was von Masters Santiago 2026 hängen bleibt
Sportlich war Santiago das Turnier des Nongshim-Moments. Ein 3:0 im Grand Final gegen Paper Rex ist auf diesem Level kein normaler Titelgewinn, sondern ein klares Signal an den Rest der Szene. Gleichzeitig hat das Event gezeigt, dass Pacific im internationalen Vergleich weiter enorm tief aufgestellt ist. Dazu kommt mit Miks direkt der nächste große Gesprächspunkt für die Community, sodass das Masters auch nach dem letzten Map-Ende noch nachwirkt.


