VALORANT Challengers Finals EMEA: Die Playoffs stehen bevor!

In einer brutalen Gruppenphase haben Liquid, Oxygen, Fnatic und Gambit sich an der Konkurrenz vorbeigespielt. Aber wie hoch stehen die Chancen der Teams, auch wirklich ins Finale zu kommen?

FunPlus Phoenix gehören zu den Überraschungsteams der Challengers Finals – aber nicht im guten Sinne. Kirill “ANGE1” Karasiow und seine Jungs sind bereits in der Gruppe A rausgeflogen. Sie kamen nicht an Gambit vorbei, die ein überzeugendes Upset verbuchten. Guild Esports schockten ebenfalls mit einem schnellen Ausstieg, nachdem sie nicht gegen Oxygen Esports ankommen konnten.

TEAM LIQUID & FNATIC: DIE FAVORITEN?

Liquid hatten es in der Gruppenphase wirklich leicht. Abgesehen von einer Niederlage auf der ersten Map gegen BBL zogen sie mit entschiedenen Map-Siegen in die Playoffs ein. Besonders FunPlus Phoenix hatten keine Chance und mussten zusehen, wie Adil “ScreaM” Benrlitom sie mit 47 Kills zermürbte. Für die Playoffs sind Liquid also bestens in Form.

Aber Oxygen Esports haben ebenfalls ordentliches Potenzial gezeigt. Mit ihren Siegen gegen Futbolista und Guild Esports haben sie bewiesen, dass sie zu mehr fähig sind und die türkische Szene der europäischen durchaus Konkurrenz machen kann. Es liegt also an ScreaM und Co., die Favoriten-Position der Europäer zu halten. Auf dem Papier haben sie die besseren Spieler, aber es wäre sicherlich nicht das erste Upset für die Oxygen-Jungs.

Fnatic sind in einer ähnlichen Position wie Liquid. Nach monatelangen Enttäuschungen haben sie jetzt endlich die Kurve gekratzt bekommen. Gegen Oxygen und Guild kamen sie gut klar, aber jetzt treffen sie auf die Upset-Russen von Gambit. Das Best-of-Three entscheidet um den Einzug ins Finale und genau wie Liquid sehen sie sich einem Team gegenüber, für das sie wenig Material haben.

DER VORTEIL DER UNDERDOGS

Genau das könnte den Verlauf maßgeblich entscheiden. Liquid und Fnatic haben sich sicherlich auf Guild und FPX vorbereitet – nicht auf die kleinen Teams aus dem Ostblock. Jetzt müssen sie aber doch gegen diese relativ unbekannten Roster antreten. Ohne viel Vorlaufzeit müssen sie also die Playoffs bestreiten und sind dem Druck ausgesetzt, Favoriten zu sein. Oxygen und Gambit hingegen können schon stolz sein, dass sie überhaupt so weit gekommen sind.

Die Playoffs dürften sich also spannend entwickeln. Auch wenn das Große Finale natürlich über einen großen Anteil des Preisgelds entscheidet, werden die Teams bereits mit einem Sieg im Halbfinale für Masters Reykjavík qualifiziert. Das wird das primäre Ziel der Teams sein, denn dort können sie sich endlich im Offline-Wettkampf mit den anderen Regionen messen.