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Fabio | März 5, 2021

VALORANT Challengers 3 EU: Kommen G2 endlich durch?

G2 Esports gehören zu den letzten Top-Teams, die es noch nicht zu Masters geschafft haben. Der Abschluss der Frühjahrs-Saison bietet bereits ein starkes Teilnehmerfeld, bei Challengers 3 können sich aber noch vier weitere Teams qualifizieren. Für G2, Fnatic und OG geht es um alles.

Die größte Enttäuschung der europäischen VALORANT-Saison ist wohl Team Liquid. Als Elias “Jamppi” Olkkonen seinen Wechsel zu VALORANT ankündigte, waren nur wenige Fans überrascht. Mit seinem VAC-Ban in CS:GO und der Sturheit von Valve hätte er seine Ziele als Esportler wahrscheinlich niemals erreichen können. Der Neuzugang bei Liquid konnte den Verein aber bislang noch nicht aus seinem Tief holen. Nun hat das Team sogar die Chance verpasst, sich für Masters zu qualifizieren, denn im Open Qualifier flogen sie in der Round of 16 raus.

OG GEGEN RYE

Raise Your Edge Gaming hatten bislang nur an dem Challengers 1 Qualifier teilgenommen und waren dort nicht weit gekommen. Doch nun waren viele der Top-Teams bereits bei Masters oder für Challengers 3 qualifiziert, womit sich für sie ein Weg frei machte. In diesem Turnier treffen sie aber nun auf OG.

Die Spieler, die früher als Monkey Business bekannt waren, konnten bereits in Challengers 1 stark auftreten. Dort gelang ihnen ein einseitiger Sieg gegen Guild Esports. Doch in Challengers 2 und unter OG kamen sie leider nicht gegen Heretics an, womit ihnen der Platz im Masters-Event zunächst verwehrt blieb. Zumindest war ihnen der Platz in diesem Turnier sicher – und ihre Chancen gegen Raise Your Edge sind hoch. Dylan “aKm” Bignet und seine Kollegen haben bereits stärkere Teams geschlagen und ein einzelner guter Qualifier auf Seiten von RYE ist nicht besonders aussagekräftig.

WER SIND BALLISTA ESPORTS?

Bislang gab es nur wenige prominente polnische Spieler im professionellen VALORANT. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn Ballista Esports sind auf dem Vormarsch. Doch für sie stellt sich die gleiche Frage wie für Raise Your Edge: Waren die Teams im Qualifier vielleicht einfach zu schwach? Denn auch wenn sie sich dort souverän durchgesetzt haben, heißt das noch lange nicht, dass sie nun gegen Fnatic ankommen können.

Schließlich ist das ehemalige Lineup von SUMN FC schon sehr viel weiter gekommen. Im Dezember konnten sie das Finale des First Strike Events erreichen – und das, obwohl G2 Esports, Team Liquid und FunPlus Phoenix anwesend waren. Auch wenn Fnatic nun selber nicht mehr die Leistungen bringen, die sie noch einmal in solch ein Finale tragen könnten, sind sie aus einem anderen Holz geschnitzt und haben größere Erfolge vorzuweisen. Für Ballista Esports wird dieses Best-of-Three also zum ersten großen Test des Teams. Wenn sie sich hier entschieden durchsetzen können, haben sie vielleicht eine Chance auf eine starke Platzierung im Masters Event.

G2 BEKOMMEN EINE LETZTE CHANCE

Oscar “mixwell” Cañellas und seine Jungs sind bereits seit First Strike von der europäischen Spitze abgetreten und tun sich nun sogar schwer, in der Top 8 zu bleiben. Für eine Organisation dieser Größe ist es ein absolutes Muss, zu Masters durch zu kommen und dort auch wenigstens ein paar Siege einzufahren.

Wie steht es also um die Chancen des Teams? Mit DfuseTeam haben sie einen wirklich guten Gegner erwischt. Nachdem sie nun schon zwei Male gegen die Ninjas in Pyjamas antreten mussten, bekommen sie endlich einen Freifahrtschein. Dfuse sind weit davon entfernt, ein Top-Team zu sein. Auch wenn ihre Siege im Qualifier stark waren, haben sie noch nie gegen die besten europäischen Teams gespielt, geschweige denn gewonnen. Für mixwell und Co. ist dieses Match die letzte und zugleich auch beste Möglichkeit, Masters zu erreichen.

WAVE ESPORTS MIT NEUEM FÜNFTEM MANN

Vor wenigen Tagen wurde Gianluca “xTribune” Oehme aus seinem Vertrag entlassen. Bislang hat das Team mit einem Dänen, Mathias “SEIDER” Seider, als Ersatz gespielt und auch schon erste Erfolge gefeiert. Bei der epic.WAN 32 gewann das Team kurzerhand im Finale gegen Rix.GG und auch wenn das Teilnehmerfeld selbstverständlich nicht mit Challengers 3 zu vergleichen ist, zeigt dies zumindest, dass der neue fünfte Mann bereits gut im Team funktioniert.

Nun sollten Guild Esports aber auch nicht unterschätzt werden. Seit Monaten kratzen sie an der europäischen Top 10 und waren bereits bei Challengers 1 vertreten. Im Dezember machten sie Schlagzeilen mit einem Sieg gegen G2 Esports, der aufgrund eines illegalen Boosts jedoch nachträglich annuliert wurde. Nichtsdestotrotz sind die Schweden gefährlich und werden den Jungs von Wave Esports ordentlich einheizen.

Acht Teams stehen im Kampf um die Masters-Spots und vier dürfen sich weiter zum Abschluss der VALORANT-Frühjarssaison bewegen. G2 Esports, Fnatic und OG haben dabei am meisten zu verlieren, aber auch die größten Chancen auf eine Qualifikation. Doch werden sie sich endlich durchsetzen oder werden die Underdogs sie überrumpeln?