VALORANT Challengers 1 NA: Sentinels wieder an der Spitze?

Es ist ein ständiges Tauziehen zwischen den besten Teams der nordamerikanischen Region. Sentinels, die zuvor noch gegen Immortals einstecken mussten, konnten sich bei den VALORANT Champions Tour Challengers 1 NA endlich wieder an die Spitze setzen. Ist das nur ein kurzzeitiger Erfolg oder sind sie wirklich wieder das beste nordamerikanische Team?

Anders als die europäische Ausgabe bot das Turnier ein Double-Elimination Bracket. Die Sieger der NSG Winter Championship, Immortals, zogen knapp an XSET und Luminosity Gaming vorbei, um das Große Finale zu erreichen. Damit hatten sie sich nicht nur einen Slot in Challengers 2 gesichert, sondern zugleich einen Map-Vorteil für das Finale gewonnen.

SENTINELS DURCH DAS LOWER BRACKET

Jay “sinatraa” Wong und seine Kollegen hatten es nicht ganz so leicht. Zu Beginn mussten sie bereits ein knappes 0-2 gegen Luminosity verschmerzen, nach dem sie in das Lower Bracket abstiegen. Dort gab es für sie keine zweiten Chancen, doch die hatten sie auch gar nicht nötig. Shahzeeb “ShahZaM” Khan schoss sein Team zu einem schnellen 2-0 gegen Andbox, wonach sinatraa die Führung für ein 2-1 gegen Gen.G Esports übernahm. Nach einem Sieg gegen XSET fanden die Sentinels sich im Wiederholungsspiel gegen Luminosity wieder.

Dort ließen sie sich diesmal aber nicht unterkriegen. Sentinels konnten ihren Map-Pick, Split, mit 13-10 gewinnen und gaben Ascent nur mit einem knappen 11-13 ab. Auf der dritten Map, die sie im Eröffnungsspiel nicht hatten erreichen können, konnten sie dann endlich die Oberhand gewinnen. Das 8-4 aus der ersten Hälfte reichte aus, um mit einer ausgeglichenen Defensive zum 13-9 zu kommen. Icebox wurde von sinatraa dominiert, der ganze 27 Kills verbuchen konnte.

SENTINELS IM FINALE

Damit ging es für ShahZaM und Co. weiter zum Großen Finale. Dort warteten Immortals mit einem Map-Vorteil auf sie. Bei der NSG Winter Championship hatten sie zuletzt ein relativ knappes 3-2 gegen Sentinels erspielen können, doch diesmal hatten Immortals keine Chance. Auf Split zogen sinatraa, ShahZaM und Michael “dapr” Gulino zu einem schnellen 13-3 durch. Mit Bind durften Immortals ihren eigenen Map-Pick ausspielen, waren dort jedoch ebenfalls unterlegen. Besonders im Angriff waren Sentinels unschlagbar. Ein 13-8 beförderte sie auf die dritte Map, wo sich für sinatraa und Co. die Möglichkeit bot, das Finale schnell zu gewinnen.

Nach einer 8-4 Hälfte brauchten sie nur noch fünf Runden, die sie auch gleich am Stück gewinnen konnten. Der Map-Vorteil der Immortals-Jungs kam gar nicht zum Tragen, nachdem Sentinels mit drei klaren Maps den Sieg an sich gerissen hatten. Auf Seiten von Immortals konnte kein Spieler mit positiver Leistung überzeugen, wogegen jeder einzelne Sentinels-Spieler seine Glanzmomente bekam. Das Team ist nun wieder an der Spitze Nordamerikas angekommen und konnte sich den ersten Platz eines Turniers erspielen, das Cloud9, T1 und TSM noch nicht einmal erreichen konnten. Doch ein letzter Gegner fehlt noch auf ihrer Abschussliste.

WARUM SENTINELS SICH NOCH WEITER BEWEISEN MÜSSEN

Bei Challengers 1 hat ein bestimmtes Team leider gefehlt. Anders als Cloud9 oder T1 sind die 100 Thieves nicht durch schlechte Leistung aufgefallen. Sie gaben sich früh geschlagen, doch das lag an der Abwesenheit von Nick “nitr0” Canella. Der ehemalige Counter-Strike-Profi war wenige Tage zuvor Vater geworden und hatte sich eine kleine Auszeit gegönnt. Beim zweiten Challengers Event wird er jedoch wieder von der Partie sein – was natürlich voraussetzt, dass die Thieves sich über den offenen Qualifier ins Bracket spielen können.

Sentinels können sich nicht als das beste nordamerikanische Team bezeichnen, bis sie nicht den Endgegner des First Strike Events bezwungen haben. Mit all den Schwankungen der Teams und dem Aufstieg von Immortals wäre es aber auch keine große Überraschung, wenn die 100 Thieves plötzlich nicht mehr zu den besten Teams der Region gehören würden.

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