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Valheim verlässt nach 5,5 Jahren den Early Access

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Valheim ist fertig. Am 9. September haben Iron Gate Studio und Coffee Stain Publishing Version 1.0 veröffentlicht, fünfeinhalb Jahre nach dem Start in den Early Access im Februar 2021. Über 17 Millionen verkaufte Exemplare stehen inzwischen zu Buche.

Mit dem Sprung auf 1.0 kommen das achte und letzte Biom Deep North, Fassungen für PlayStation 5 und Nintendo Switch 2 sowie plattformübergreifendes Spielen. Für Bestandskunden ist das Update kostenlos, für Neueinsteiger wird es allerdings teurer.

Der Preis steigt erstmals seit 2021

Ein Punkt, der in vielen Meldungen fehlt: Mit dem Verlassen des Early Access hebt Iron Gate den Grundpreis an, von 19,99 auf 29,99 US-Dollar. Es ist die erste Preisänderung seit dem Start.

Wer das Spiel bereits besitzt, bekommt Deep North und alle übrigen 1.0-Inhalte ohne Zuzahlung. Wer noch überlegt, zahlt ab sofort den höheren Preis.

Deep North ist das größte Biom des Spiels

Das neue Gebiet liegt am nördlichen Rand jeder prozedural erzeugten Welt, jenseits von Mistlands und Ashlands in der Fortschrittskette. Bislang existierte dort nur leere Schneekulisse.

Nach Angaben der Entwickler umfasst Deep North rund das Zweieinhalbfache eines bisherigen Bioms. Der erste Eindruck täuscht: Ruhige Schneefelder und Eisplateaus weichen einer der feindseligsten Umgebungen des Spiels.

NeuerungDetails
Neue Gegnerunter anderem Gammeltroll, Elakingar und Barka
UntergrundHöhlensystem mit einem uralten Schrecken
Ausrüstungneue Rezepte, hochstufige Rüstungen, Waffen und Werkzeuge gegen die Kälte
UmgebungGletscher, Schneestürme und verschüttete Wikingersiedlungen
ErzählungRuinen der ersten Wikinger des Reichs mit geistergeführten Rätseln

Der Gammeltroll ist dabei eine gealterte Trollvariante, die im Laufe der Zeit nach Norden gezogen ist. Ohne die passende Ausrüstung gegen das arktische Klima kommt niemand weit.

Iron Gate hat zudem eine Eröffnungssequenz von Brikk Animation produzieren lassen, in der eine Walküre die Spielfigur ins Reich trägt. Weitere Zwischensequenzen lösen nach dem Sieg über zentrale Bosse aus.

Wichtig für Bestandsspieler: Braucht ihr eine neue Welt?

Das ist die Frage, die sich nach hunderten Spielstunden zuerst stellt, und die Antwort fällt differenziert aus.

Bestehende Spielstände bleiben erhalten und funktionieren weiter. Das neue Biom kann sich in einer alten Welt allerdings nur dort korrekt bilden, wo der Norden bislang unerforscht geblieben ist. Wer bereits durch die nördlichen Regionen gestreift ist, bekommt dort keine saubere Deep-North-Generierung mehr.

Iron Gate selbst empfiehlt für die vollständige Erfahrung eine neue Welt. Wer seinen bisherigen Fortschritt behalten will und den Norden nie besucht hat, kann es aber mit der alten Welt versuchen.

Ein weiterer Hinweis für PC-Spieler: Modifikationen benötigen nach dem Versionssprung in aller Regel eine Aktualisierung.

Konsolen und plattformübergreifendes Spielen

Erstmals erscheint Valheim nativ auf PlayStation 5 und Nintendo Switch 2. Windows, Linux, Mac, Xbox One und Xbox Series X und S bleiben bestehen, alle Fassungen sind gleichzeitig gestartet.

Plattformübergreifendes Spielen ist ab dem ersten Tag auf allen unterstützten Systemen aktiv. Die Obergrenze von zehn Spielern pro Server bleibt unverändert.

Der Downloadumfang liegt je nach Plattform zwischen rund 3 und 6,5 Gigabyte.

Was aus einem Überraschungserfolg wurde

Die Einordnung fällt leicht. Valheim erschien im Februar 2021 als Nebenprodukt eines Kleinstudios und verkaufte sich binnen Wochen millionenfach. Danach folgte eine Entwicklungszeit, die selbst für Early-Access-Verhältnisse ungewöhnlich lang war und in der Community zum laufenden Witz wurde.

Die großen Ausbaustufen dazwischen können sich allerdings sehen lassen: überarbeitetes Nahrungs- und Ausdauersystem, elementare Magie und die Dvergr, ein Händler mit Minibossen und einstellbarem Schwierigkeitsgrad, ein Sumpfhändler mit erweitertem Anbau und Kochen, ein Vulkanbiom mit Belagerungsgerät und Waffenverzauberungen sowie zuletzt eine Überarbeitung des Kampfsystems samt neuer Paraden.

Fünfeinhalb Jahre sind lang. Aber am Ende steht ein fertiges Spiel mit einem geschlossenen Erzählbogen, kostenlosen Erweiterungen für alle Bestandskunden und einer einzigen Preiserhöhung. Es gibt Anbieter, bei denen dieselbe Zeitspanne deutlich teurer ausgefallen wäre.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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