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Fragster | Juli 21, 2021

Ubisoft – gewinnt vor Gericht gegen Hacker

Ubisoft gewinnt Urteil gegen Hacker. Drei Männer haben Schwarzmarktsoftware verkauft und müssen dem Spieleentwickler jetzt mehr als 150.000 US-Dollar zahlen. Ubisoft hat einen entscheidenden Prozess gegen Hacker gewonnen, die Programme verkauften, die die Spieler negativ beeinträchtigten.

Das Bundesgericht in Kalifornien entschied am 9. Juli zugunsten von dem Rainbow Six Siege-Entwicklers Ubisoft in einem Fall gegen drei Männer, die angeblich ein Unternehmen leiteten, das sowohl Denial-of-Service (DoS)- als auch Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Software an Online-Spieler verkaufte.

Die Angeklagten kommen nicht zur Verhandlung

Der Richter entschied über den Fall als Versäumnisurteil, nachdem die Angeklagten nicht erschienen waren, um Ubisofts Klage anzufechten. Das Gericht verurteilte die drei Männer – Dennis Kruk, Benjamin Ruesink und Roland-Daniel Soos – zur Zahlung von 153.092 US-Dollar. Der Großteil davon sind Anwaltskosten die an Ubisofts Anwälte gehen.

Ubisoft reichte den Fall bereits im Januar 2020 ein. Im Februar diesen Jahres stellte Ubisoft einen Antrag auf ein Versäumnisurteil. Im Laufe des Rechtsstreits beauftragte Ubisoft unabhängige Ermittler, um die drei Beklagten zu identifizieren, die angeblich eine Reihe von Websiten (u.a. sng.one, r6.support, r6s.support, stressed-stresser-stressing-stressers.com und r6ddos.com) die DoS- und DDoS-Dienste verkauften.

Das Gericht ordnete an, dass die Angeklagten diese Websites abschalten müssen, und falls sie die Domains besitzen, müssen sie diese auch an Ubisoft übergeben. Jegliche Konten in sozialen Netzwerken, die mit den Websites verflochten sind, müssen ebenfalls geschlossen werden. Laut den öffentlichen Dokumenten behauptet Ubisoft, dass die Angeklagten an einem Schwarzmarkt “für Dienstleistungen, die es Spielern ermöglichen, DoS- und DDoS-Attacken in kompetitiven Multiplayer-Spielen wie R6S zu starten” beteiligt waren.

Was genau ist DDosS überhaupt?

DoS- und DDoS-Attacken verlangsamen die Verbindungen eines Spielers oder eines Servers zu seinen Spielern, indem sie deren Verbindung mit unsinnigen Anfragen überschwemmen, was eine erhebliche Spielverzögerung verursacht. Diese Attacken werden häufig zum eigenen Spielvorteil oder zum Absturz von Websites eingesetzt. Online benutzten die drei Angeklagten eine Reihe von Pseudonymen, um ihre Identitäten zu verbergen, wobei nur Kruk zu Beginn des Falles bekannt war. Ubisoft beauftragte eine Ermittlungsfirma die die Besitzer der Websites ausfindig machte. Den drei Männern wurden auch die Kosten der Ermittlungsfirma in Rechnung gestellt.

Das Anwaltsteam von Ubisoft argumentierte, dass die Angeklagten gegen den kalifornischen Computer Fraud and Abuse Act, den Comprehensive Computer Data and Access Fraud Act, Hausfriedensbruch, vorsätzliche Störung des Vertragsverhältnisses nach kalifornischem Recht und den California Business and Professions Code 17200 verstoßen haben.

Die drei Angeklagten und alle mit ihnen verbundenen Unternehmen sind nun daran gehindert, Rainbow Six Siege-Spieler zu stören und wurden angewiesen, “die Integrität, die Verfügbarkeit oder den Zustand der R6S-Server und -Netzwerke nicht zu beeinträchtigen.”