Ubisoft wertet 2026 auffällig viele ältere Spiele mit 60-FPS-Unterstützung auf. Allein in diesem Jahr erhielten mehrere Titel aus den Reihen Ghost Recon, Assassin’s Creed und Far Cry entsprechende Verbesserungen für moderne Hardware. In der Community wächst deshalb nun der Wunsch nach dem nächsten Kandidaten: Watch Dogs.
Der erste Teil der Hacker-Reihe gehört zu den Ubisoft-Spielen, die viele Fans gerne mit einer modernen Framerate erneut spielen würden. Eine entsprechende Ankündigung gibt es bislang allerdings nicht. Dass Ubisoft derzeit mehrere ältere Produktionen technisch überarbeitet, sorgt dennoch für neue Hoffnung.
Diese Ubisoft-Spiele haben bereits 60-FPS-Unterstützung erhalten
In den vergangenen Monaten hat Ubisoft mehrere Spiele aus seiner älteren Konsolengeneration überarbeitet.
Nach einer Zusammenstellung aus der Community gehören dazu 2026 unter anderem:
| Spiel | Serie |
|---|---|
| Ghost Recon Wildlands | Ghost Recon |
| Ghost Recon Breakpoint | Ghost Recon |
| Assassin’s Creed Unity | Assassin’s Creed |
| Far Cry 3 | Far Cry |
| Far Cry Primal | Far Cry |
| Far Cry 3: Blood Dragon | Far Cry |
Viele dieser Spiele wurden ursprünglich für Hardware entwickelt, auf der 30 Bilder pro Sekunde auf Konsolen der übliche Zielwert waren.
Mit leistungsfähigerer Hardware können ältere Titel inzwischen deutlich höhere Frameraten erreichen, ohne dass dafür zwangsläufig ein vollständiges Remaster notwendig ist.
Gerade 60 FPS verändern das Spielgefühl bei Actionspielen erheblich. Kamerabewegungen wirken flüssiger, Animationen reagieren direkter und schnelle Kämpfe lassen sich angenehmer steuern.
Ubisoft entdeckt seinen alten Katalog wieder
Interessant ist weniger ein einzelnes Update als die Menge der Spiele, die Ubisoft inzwischen erneut anfasst.
Während ältere Spiele nach einigen Jahren häufig kaum noch technische Updates erhalten, scheint Ubisoft derzeit stärker darauf zu setzen, seinen bestehenden Katalog auf moderner Hardware attraktiver zu machen.
Das ist insbesondere bei großen Open-World-Spielen sinnvoll.
Titel wie Ghost Recon Wildlands, Assassin’s Creed Unity oder Far Cry 3 besitzen weiterhin eine große Bekanntheit und können ohne vollständige Neuauflage erneut interessant werden, wenn grundlegende technische Einschränkungen der ursprünglichen Konsolenfassungen beseitigt werden.
Ein 60-FPS-Patch ist dabei wesentlich weniger aufwendig als ein Remake oder umfangreiches Remaster.
Für Spieler kann der Unterschied trotzdem deutlich spürbar sein.
Assassin’s Creed Unity profitiert besonders von 60 FPS
Ein gutes Beispiel ist Assassin’s Creed Unity.
Das 2014 veröffentlichte Abenteuer rund um Arno Dorian war technisch für seine Zeit ausgesprochen anspruchsvoll. Die Darstellung des revolutionären Paris mit großen Menschenmengen und detaillierter Architektur brachte die damalige Hardware teilweise deutlich an ihre Grenzen.
Auf moderner Hardware besitzt Unity dagegen erheblich mehr Spielraum.
Eine höhere Framerate passt zudem besonders gut zum schnellen Parkour-System und den Animationen des Spiels.
Dass Ubisoft ausgerechnet Unity erneut technisch aufwertet, zeigt gleichzeitig, wie stark sich die Wahrnehmung des Spiels verändert hat. Nach seinem problematischen Launch entwickelte sich der Titel über die Jahre zu einem Assassin’s-Creed-Teil, zu dem viele Fans regelmäßig zurückkehren.
Ghost Recon bekommt gleich zwei Upgrades
Auch die Ghost-Recon-Reihe wurde nicht vergessen.
Sowohl Ghost Recon Wildlands als auch Ghost Recon Breakpoint gehören zu den Spielen, die von der neuen 60-FPS-Welle profitieren.
Gerade bei Shootern ist die höhere Bildrate besonders relevant.
Schnelle Kamerabewegungen, das Anvisieren von Gegnern und Gefechte fühlen sich bei 60 Bildern pro Sekunde in der Regel deutlich direkter an als bei einem 30-FPS-Limit.
Wildlands erschien bereits 2017, während Breakpoint 2019 folgte. Beide Spiele besitzen damit mittlerweile einige Jahre auf dem Buckel, können auf aktueller Hardware aber weiterhin technisch ordentlich aussehen.
Eine höhere Framerate verlängert ihre Lebensdauer entsprechend ohne komplette Neuauflage.
Auch Far Cry 3 und Blood Dragon bleiben nicht bei 30 FPS
Besonders interessant ist Ubisofts Umgang mit der Far-Cry-Reihe.
Mit Far Cry 3, Far Cry Primal und Far Cry 3: Blood Dragon wurden gleich mehrere ältere Teile berücksichtigt.
Far Cry 3 ist dabei der prominenteste Kandidat.
Das Open-World-Spiel von 2012 gehört zu den wichtigsten Titeln der gesamten Serie und prägte zahlreiche Mechaniken, auf denen spätere Ubisoft-Open-World-Spiele aufbauten.
Blood Dragon entwickelte sich dagegen mit seinem überzeichneten 80er-Jahre-Neon-Stil zum Kult-Spinoff.
Für Spieler, die diese Titel erneut erleben möchten, ist eine höhere Framerate eine vergleichsweise kleine Änderung mit großer Wirkung.
Fans haben bereits den nächsten Kandidaten: Watch Dogs
Nach den zahlreichen Updates richtet sich der Blick der Community nun auf Watch Dogs.
Die Reihe startete 2014 und setzte auf eine offene Stadt, in der der Spieler große Teile seiner Umgebung über das Smartphone manipulieren konnte.
Ampeln, Kameras, Sicherheitssysteme und andere elektronische Einrichtungen wurden dadurch zu Werkzeugen des Spielers.
Gerade der erste Teil mit Aiden Pearce besitzt bis heute eine treue Fangemeinde.
In Diskussionen rund um Ubisofts aktuelle 60-FPS-Updates wird deshalb immer häufiger der Wunsch geäußert, auch Watch Dogs technisch auf den aktuellen Stand zu bringen.
Watch Dogs würde sich für ein 60-FPS-Update anbieten
Aus Spielersicht wäre die Idee durchaus nachvollziehbar.
Watch Dogs kombiniert klassische Third-Person-Shooter-Elemente mit Fahrsequenzen, Verfolgungsjagden und schnellen Wechseln zwischen Kameras und Hacking-Systemen.
Eine höhere Bildrate könnte vor allem Kämpfe und Fahrzeugsteuerung angenehmer machen.
Hinzu kommt, dass ein Performance-Update wesentlich einfacher umzusetzen wäre als eine komplette Neuauflage der Reihe.
Genau deshalb wächst nach den jüngsten Ubisoft-Patches die Erwartung, dass weitere ältere Spiele folgen könnten.
Noch gibt es keine Ankündigung für Watch Dogs
Wichtig ist allerdings: Ubisoft hat bislang kein entsprechendes 60-FPS-Update für Watch Dogs angekündigt.
Die Forderung stammt derzeit aus der Community.
Auch eine allgemeine Roadmap, welche älteren Ubisoft-Spiele als Nächstes Performance-Verbesserungen erhalten, ist nicht bekannt.
Aus den bisherigen Updates lässt sich deshalb nicht automatisch ableiten, dass Watch Dogs tatsächlich an der Reihe ist.
Die Situation unterscheidet sich damit deutlich von den bereits aktualisierten Ghost-Recon-, Far-Cry- und Assassin’s-Creed-Titeln.
Alte Spiele werden auf neuen Konsolen wieder interessanter
Ubisofts Vorgehen passt zu einem größeren Trend.
Aktuelle Konsolen besitzen genügend Leistungsreserven, um viele Spiele der vorherigen Generation deutlich flüssiger darzustellen als auf ihrer ursprünglichen Hardware.
Nicht jedes Spiel benötigt deshalb zwangsläufig ein Remaster für 40 oder 50 Euro.
In manchen Fällen reicht ein kostenloses Performance-Update aus, damit sich ein zehn Jahre alter Titel überraschend modern anfühlt.
Für Publisher hat das einen zusätzlichen Vorteil: Ältere Spiele können erneut Aufmerksamkeit erhalten und für neue Spieler attraktiver werden, ohne dass eine komplette Neuentwicklung notwendig ist.
Ubisoft scheint dieses Potenzial 2026 zunehmend zu nutzen.
Nach Ghost Recon Wildlands, Breakpoint, Assassin’s Creed Unity sowie mehreren Far-Cry-Spielen steht für viele Fans deshalb bereits fest, welches Spiel als Nächstes drankommen soll.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch Ubisoft selbst: Watch Dogs mit 60 FPS ist bislang ein Community-Wunsch – aber nach der aktuellen Update-Serie erscheint die Forderung zumindest nicht mehr völlig unrealistisch.

