Tree of Savior hat sein ohnehin umfangreiches Klassensystem um eine weitere Nahkampfklasse erweitert. Seit dem August-Update können Spieler in der internationalen Version des MMORPGs zum neuen Executor wechseln. Die Klasse steht sowohl Swordsman- als auch Scout-Charakteren zur Verfügung und setzt auf hohen Nahkampfschaden, schnelle Vorstöße und ein auffälliges geisterhaftes Zweihandschwert.
Für Rückkehrer kommt das Update zu einem günstigen Zeitpunkt. Parallel läuft weiterhin die aktuelle Popo-Boost-Saison, mit der geeignete Charaktere stark beschleunigt auf das aktuelle Spielniveau gebracht werden können. Das Event wurde allerdings bereits im Juni gestartet und ist keine speziell für Executor eingeführte Aktion.
Executor ist seit Anfang August spielbar
IMC Games hat Executor mit der Wartung Anfang August in die internationale Version von Tree of Savior integriert.
Die neue Klasse erweitert gleich zwei bestehende Klassenpfade.
| Executor | Details |
|---|---|
| Veröffentlichung | August 2026 |
| Spiel | Tree of Savior |
| Typ | Nahkampfklasse |
| Verfügbar für | Swordsman und Scout |
| Schwerpunkt | hoher Schaden und schnelle Kombos |
| Waffe/Inszenierung | großes geisterhaftes Zweihandschwert |
| Spiel | kostenlos über Steam |
| Deutsche Texte | vorhanden |
Damit bleibt Tree of Savior seinem ungewöhnlich flexiblen Klassensystem treu.
Spieler sind nicht dauerhaft auf eine einzelne klassische Rolle beschränkt, sondern können verschiedene Spezialisierungen miteinander kombinieren und ihren Charakter stark auf den bevorzugten Spielstil ausrichten.
Riesiges Geisterschwert steht im Mittelpunkt
Optisch fällt Executor vor allem durch seine Waffe auf.
Die Klasse kämpft mit einem gewaltigen, geisterhaften Zweihandschwert, das deutlich größer wirkt als gewöhnliche Nahkampfwaffen im Spiel.
Das passt zur grundsätzlichen Ausrichtung der Klasse: Executor soll Gegner nicht langsam herunterspielen, sondern mit aggressiven Angriffen und schweren Kombos möglichst schnell unter Druck setzen.
Die Inszenierung setzt dabei stark auf Schatten- und Geistereffekte.
Gerade Spieler, denen die eher klassische Fantasy-Optik einiger älterer Swordsman-Klassen zu zurückhaltend ist, bekommen damit eine deutlich spektakulärere Alternative.
Schnelle Vorstöße trotz schwerer Waffe
Das große Zweihandschwert bedeutet dabei offenbar nicht, dass Executor besonders langsam gespielt wird.
Im Gegenteil.
Zu den auffälligsten Fähigkeiten gehören schnelle Vorwärtsbewegungen, mit denen die Klasse in kurzer Zeit große Distanzen überbrücken und direkt in Gegnergruppen eindringen kann.
Damit soll sich Executor aggressiv durch feindliche Reihen bewegen können.
Das dürfte vor allem bei größeren Monstergruppen interessant sein: Statt Gegner einzeln anzulaufen, kann die Klasse schnell Positionen wechseln und anschließend ihre Nahkampfangriffe beziehungsweise Flächeneffekte einsetzen.
Schattenwellen halten Gegner unter Kontrolle
Neben direkten Schwertangriffen besitzt Executor auch Fähigkeiten, die mit Schattenenergie arbeiten.
Der Charakter kann entsprechende Wellen beziehungsweise Effekte erzeugen, um Gegner zu treffen und innerhalb seiner Angriffsreichweite zu halten.
Dadurch entsteht eine Mischung aus:
Mobilität, Burst-Schaden und Kontrolle größerer Gegnergruppen.
Die neue Klasse richtet sich damit offensichtlich an Spieler, die ein aktiveres Nahkampf-Gameplay bevorzugen und nicht lange auf den Aufbau einzelner Angriffe warten möchten.
Swordsman und Scout können zu Executor wechseln
Eine interessante Besonderheit ist die Klassenzuordnung.
Executor ist nicht ausschließlich an den klassischen Swordsman-Pfad gebunden.
Auch Scout-Charaktere können in die neue Klasse wechseln.
Das eröffnet zusätzliche Möglichkeiten bei der Zusammenstellung von Builds, da Spieler Executor mit Fähigkeiten aus unterschiedlichen Klassenbäumen kombinieren können.
Gerade Tree of Savior lebt seit Jahren von solchen Kombinationen.
Statt einer kleinen Zahl fest definierter Klassen gibt es zahlreiche Spezialisierungen, die je nach Build andere Rollen übernehmen können.
Executor fügt diesem System nun eine weitere stark offensiv ausgerichtete Variante hinzu.
Erste Korrektur für Executor bereits veröffentlicht
Der Start verlief allerdings nicht komplett fehlerfrei.
Kurz nach Veröffentlichung musste IMC Games bereits eine Korrektur für die neue Klasse ausliefern.
Bei Executor fehlte ein vorgesehenes Attribut zur Schadensreduktion. Dieses Problem wurde mit dem folgenden wöchentlichen Update behoben.
Für ein regelmäßig erweitertes MMORPG ist eine solche Nachbesserung grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Gerade neue Klassen benötigen nach Veröffentlichung häufig kleinere technische Korrekturen und später möglicherweise auch Balance-Anpassungen.
Wie stark Executor langfristig im PvE und PvP ausfällt, dürfte sich deshalb erst nach einigen Wochen zeigen.
Popo Boost erleichtert Rückkehrern den Einstieg
Wer Tree of Savior länger nicht gespielt hat und Executor ausprobieren möchte, kann derzeit zusätzlich vom laufenden Popo Boost Season 11 profitieren.
Das Event läuft bereits seit Juni und richtet sich an neue beziehungsweise entsprechend niedrigstufige Charaktere.
Ein ausgewählter Boost-Charakter wird dabei direkt auf ein sehr hohes Level gebracht und erhält zahlreiche Hilfen für den Einstieg in aktuelle Inhalte.
Dazu gehören unter anderem Ausrüstung und vereinfachter Zugang zu späteren Spielabschnitten.
Wichtig: Pro Team kann nur ein geeigneter Charakter für das Event ausgewählt werden, und diese Entscheidung lässt sich anschließend nicht einfach wechseln.
Die aktuelle Boost-Saison läuft noch bis Anfang September.
Tree of Savior ist auch in Deutschland kostenlos spielbar
Tree of Savior erschien international bereits 2016 und kann weiterhin kostenlos über Steam gespielt werden.
Auch deutsche Spieler können ohne zusätzliche regionale Version einsteigen.
Die Steam-Fassung bietet eine deutsche Benutzeroberfläche und deutsche Untertitel, während die Vertonung nicht auf Deutsch verfügbar ist.
Damit eignet sich das aktuelle Update auch für Spieler, die das MMORPG seit Jahren nicht mehr angerührt haben und sehen möchten, wie stark sich das Klassensystem inzwischen verändert hat.
Tree of Savior erweitert sein Klassensystem weiter
Mehr als zehn Jahre nach dem ursprünglichen koreanischen Start wird Tree of Savior damit weiterhin regelmäßig erweitert.
Executor ist vor allem deshalb interessant, weil die Klasse keinen völlig neuen Gameplay-Bereich eröffnet, sondern bekannte Nahkampfmechaniken besonders offensiv interpretiert.
Ein riesiges Geisterschwert, schnelle Dashes und Schattenangriffe ergeben einen Spielstil, der deutlich auf Tempo und hohen Schaden ausgelegt ist.
Für Rückkehrer ist der Zeitpunkt ebenfalls praktisch: Executor ist bereits verfügbar und das laufende Popo-Boost-Event kann den Weg zu aktuellen Inhalten deutlich verkürzen. Wer sich für die neue Klasse interessiert, kann Tree of Savior in Deutschland weiterhin kostenlos über Steam spielen.

