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Traurige Zuschauerzahlen bei den VCT Masters Tokyo

fragster Andrea Juni 26, 2023

Die VCT Masters Tokyo sind am Sonntag mit dem großen Finale zuende gegangen, bei dem Fnatic die Evil Geniuses besiegen konnte und gleichzeitig VALORANT-Geschichte geschrieben hat.

Obwohl Fnatic als erstes Team überhaupt zwei internationale VALORANT-Turniere hintereinander gewinnen konnte und eigentlich auch eine große Fanbase hat, haben die Zuschauerzahlen nicht gerade für ein großes Spektakel gesprochen. Das VCT Masters Tokyo hatte die zweitniedrigste VALORANT-Zuschauerzahl, aber die Fans sind trotzdem zufrieden. Dabei hat auch Fnatics Spieler Timofey “Chronicle” Khromov einen neuen Rekord aufgestellt und mit diesem Sieg seine dritte internationale Trophäe gewonnen.

Extrem schlechte Zuschauerzahlen

Das Turnier in Japan ging am 25. Juni mit dem 3:0-Win von Fnatic gegen EG zuende, die damit nicht nur ihren zweiten internationalen Titel gewonnen haben, sondern auch auf den ersten Platz des Preisgeld-Rankings vorgerückt sind. Der Showdown zwischen EU und NA hatte laut Esports Charts einen Spitzenwert von 830.369 Zuschauern.

Das ist die drittniedrigste Spitzenzuschauerzahl für ein internationales VALORANT-Event und wird nur von den Spitzenwerten des VCT 2022 Masters Copenhagen (783.985) und VCT 2021 Masters Berlin (811.370) unterboten. Was die durchschnittlische Zuschauerzahl angeht, sieht es noch schlimmer aus, denn mit 338.447 Zuschauern im Durchschnitt war es der zweitniedrigste Wert in der Geschichte des Spiels.

Außerdem wurden nur 27,9 Millionen Zuschauerstunden gezählt, was die zweitniedrigste Quote für ein Turnier mit mindestens 12 Teams darstellt.

Schlechtere Zahlen wurden erwartet

Für das VCT Masters Tokyo, die erste Veranstaltung dieser Art im asiatisch-pazifischen Raum, hatte man einen Rückgang der Zuschauerzahlen erwartet.

Es war Neuland, und viele haben befürchtet, dass das Turnier als das am wenigsten gesehene VALORANT-Event aller Zeiten in die Geschichte eingehen würde, weil die Zeitzone es für westliche Fans schwierig gemacht hat, die Spiele zu verfolgen.

Aus diesem Grund haben es viele Zuschauer als positives Zeichen gesehen. Die Zahlen zeigen, dass VALORANT über ein gesundes Esport-Ökosystem verfügt mit einem stabilen Publikum, unabhängig davon, wo die Turniere stattfinden.

Dabei hat Esports Charts nicht einmal Zahlen aus China, wo das Interesse an dem Turnier durch das Team Edward Gaming durchaus hoch gewesen sein könnte.

Riot Games hat sich noch nicht zu den Zuschauerzahlen von Masters Tokyo geäußert, aber es scheint klar zu sein, dass der Entwickler die Idee unterstützt, dass in Asien weiterhin internationale LAN-Events stattfinden. Kurz nach dem Ende des Masters-Events hat Red Bull Japan angekündigt, dass die 2023er Ausgabe des Red Bull Home Ground in dem Land stattfinden wird.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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