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The Elder Scrolls 6: Ex-Skyrim-Designer wünscht Schiffe

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Schiffe, Seeschlachten und eine deutlich größere Rolle für die Küstenregionen Tamriels: Bruce Nesmith, ehemaliger Lead Designer von The Elder Scrolls V: Skyrim, hält genau das für eine mögliche große Neuerung in The Elder Scrolls VI. Der langjährige Bethesda-Entwickler arbeitet inzwischen nicht mehr am Projekt und spricht ausdrücklich über seine eigenen Wünsche und Einschätzungen – nicht über bestätigte Inhalte des Spiels.

Nesmith glaubt, dass die Seefahrt für den kommenden Teil eine ähnlich prägende Rolle übernehmen könnte wie die Drachen in Skyrim.

Sein bevorzugtes Szenario: Bethesda entscheidet sich für die Iliac-Bucht und die Region rund um Sentinel als Schauplatz.

Diese Umgebung würde sich seiner Ansicht nach perfekt dafür eignen, Schiffe erstmals zu einem zentralen Bestandteil eines Elder-Scrolls-Spiels zu machen.

Schiffe als große Neuerung für The Elder Scrolls VI?

Nesmith argumentiert, dass steuerbare Fahrzeuge in der Reihe bislang praktisch keine Rolle gespielt haben.

Zwar gab es in früheren Teilen Möglichkeiten, per Kutsche zwischen Orten zu reisen, doch diese Systeme waren eher Komfortfunktionen als echte Spielmechaniken.

Für The Elder Scrolls VI könnte Bethesda seiner Meinung nach deutlich weiter gehen.

Schiffe könnten nicht nur als Transportmittel dienen, sondern ein vollständiges eigenes System erhalten.

Dazu würden unter anderem passen:

  • frei steuerbare Schiffe
  • Seeschlachten
  • eigene Fähigkeiten rund um Navigation
  • spezielle Ausrüstung
  • zusätzliche Schiffsfunktionen
  • Begegnungen auf offener See
  • neue Gegner und Kreaturen
  • Zauber mit Einfluss auf Wasser und Wetter

Damit würde die Seefahrt nicht nur eine neue Art der Fortbewegung darstellen, sondern tatsächlich das Spielsystem erweitern.

Die Iliac-Bucht wäre dafür ein passender Schauplatz

Nesmith nennt die Iliac-Bucht nicht zufällig.

Die Region gehört zu den bekanntesten Gegenden innerhalb der Elder-Scrolls-Welt und spielte bereits in früheren Teilen eine wichtige Rolle.

Mit ihren Küsten, Inseln und Hafenstädten würde sie sich deutlich besser für umfangreiche Seefahrt eignen als beispielsweise das vergleichsweise geschlossene Skyrim.

Besonders Sentinel nennt der ehemalige Designer als interessante mögliche Region.

Sollte Bethesda tatsächlich einen Schauplatz rund um die Iliac-Bucht wählen, könnte Wasser eine wesentlich größere Bedeutung bekommen als bisher.

Genau darauf baut Nesmiths Idee auf.

Mehr als nur von Hafen zu Hafen fahren

Besonders spannend ist, dass Nesmith Schiffe nicht als bloßes Schnellreisesystem betrachtet.

Er denkt eher an eine vollständige zusätzliche Spielschicht.

Denkbar wären beispielsweise verschiedene Schiffstypen mit unterschiedlichen Stärken.

Ein schnelles kleines Schiff könnte sich gut für Erkundung eignen, während ein größeres Modell mehr Ladung oder bessere Bewaffnung bietet.

Auch eigene Fähigkeiten rund um Seefahrt wären für ihn vorstellbar.

Damit könnten Spieler ihren Charakter stärker auf Navigation, Kampf auf See oder andere maritime Aktivitäten spezialisieren.

Ein solches System würde gut zum klassischen Elder-Scrolls-Prinzip passen, möglichst viele unterschiedliche Spielstile zu ermöglichen.

Kraken, Haie und Seeelfen als neue Gegner

Nesmith denkt dabei auch an mögliche Kreaturen.

Unter anderem nennt er:

  • Haie
  • Kraken
  • Seeelfen

Besonders die Seeelfen wären innerhalb der Lore interessant.

Sie existieren bereits in der Hintergrundgeschichte von The Elder Scrolls, spielten in den bisherigen Hauptteilen aber keine zentrale Rolle.

Ein stärker auf Seefahrt ausgerichtetes Spiel könnte solchen Elementen deutlich mehr Raum geben.

Damit hätte Bethesda gleichzeitig die Möglichkeit, bekannte Teile der Welt auszubauen, ohne erneut ausschließlich auf bereits oft verwendete Völker und Gegner zurückzugreifen.

Unterwasserwelten wären für Nesmith dagegen ein Fehler

Bei einer Sache würde der ehemalige Skyrim-Designer allerdings bewusst auf die Bremse treten.

Eine riesige Unterwasserwelt hält er nicht für zwingend sinnvoll.

Nicht weil die Idee uninteressant wäre.

Seiner Meinung nach könnte genau das den Entwicklungsaufwand aber unnötig in die Höhe treiben.

Eine große offene Welt über Wasser und zusätzlich eine komplexe Unterwasserwelt wären im Grunde zwei Systeme, die jeweils enorm viel Entwicklungszeit benötigen würden.

Nesmith würde deshalb lieber die Oberflächenwelt perfektionieren.

Sein Ansatz lässt sich simpel zusammenfassen:

Lieber ein großes System richtig gut umsetzen als zwei halbherzig.

Fallout 4 zeigt, warum Unterwasser-Inhalte schwierig sind

Als Beispiel verweist Nesmith auf Fallout 4.

Dort habe ein Entwickler wiederholt versucht, umfangreichere Unterwasserinhalte umzusetzen.

Es entstanden offenbar mehrere Prototypen.

Letztlich erwies sich eine größere Umsetzung aber als zu aufwendig.

Gerade bei einem Spiel wie The Elder Scrolls VI wäre dieser Aufwand erheblich.

Unterwasserbewegung, Kämpfe, Animationen, Gegner, Physik, Beleuchtung und Leveldesign würden zusätzliche Systeme benötigen.

Nesmith würde deshalb eher dafür plädieren, die vorhandenen Ressourcen in eine starke Seefahrt an der Oberfläche zu investieren.

Schiffe könnten für TES 6 das werden, was Drachen für Skyrim waren

Die vielleicht interessanteste Idee hinter Nesmiths Aussagen ist der Vergleich mit Skyrim.

Dort waren Drachen nicht nur Gegner.

Sie waren praktisch das zentrale Symbol des Spiels.

Schon im Marketing war klar, dass sie eine Schlüsselrolle einnehmen würden.

The Elder Scrolls VI benötigt irgendwann ebenfalls ein Merkmal, das den neuen Teil klar von seinen Vorgängern unterscheidet.

Nesmith sieht genau darin die Chance für Schiffe.

Eine große maritime Spielwelt mit Seeschlachten, Häfen und Inseln könnte dem nächsten Teil eine eigene Identität geben.

Bisher gibt es keine Bestätigung für Schiffe oder Seeschlachten

Trotz aller interessanten Ideen darf eines nicht untergehen:

Bethesda hat bislang weder Schiffe noch Seeschlachten bestätigt.

Bruce Nesmith arbeitet nicht mehr an The Elder Scrolls VI.

Seine Aussagen sind deshalb als persönliche Einschätzung eines früheren leitenden Entwicklers zu verstehen.

Auch der genaue Schauplatz des Spiels wurde bislang nicht offiziell bestätigt.

Die Iliac-Bucht und Hammerfell gehören seit Jahren zu den häufig diskutierten Möglichkeiten, doch Bethesda hält sich weiterhin bedeckt.

The Elder Scrolls VI bleibt eines der größten Fragezeichen von Bethesda

Für The Elder Scrolls VI gibt es weiterhin keinen offiziellen Veröffentlichungstermin.

Das Spiel wurde bereits vor Jahren angekündigt, konkrete Details sind aber nach wie vor rar.

Gerade deshalb sorgen Aussagen ehemaliger Bethesda-Entwickler immer wieder für Aufmerksamkeit.

Nesmiths Idee wirkt zumindest nachvollziehbar.

Ein Elder Scrolls mit richtiger Seefahrt, eigenen Schiffen und Kämpfen auf offener See würde die Reihe deutlich verändern, ohne ihre klassische offene Rollenspielstruktur komplett aufzugeben.

Ob Bethesda tatsächlich in diese Richtung geht, bleibt offen.

Fest steht nur: Wenn The Elder Scrolls VI tatsächlich in einer Küstenregion rund um die Iliac-Bucht spielt, würden Schiffe und Seeschlachten als große neue Mechanik erstaunlich gut passen.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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