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The Blood of Dawnwalker startet stark: Über 64.000 Spieler gleichzeitig auf Steam

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

The Blood of Dawnwalker ist für Rebel Wolves erfolgreich gestartet. Das neue Vampir-Action-RPG erreichte kurz nach seiner Veröffentlichung einen Höchstwert von 64.438 gleichzeitig aktiven Spielern auf Steam. Für das Debütspiel eines neuen Studios ist das ein bemerkenswerter Start – vor allem angesichts des ungewöhnlich vollgepackten Spielemonats September.

Auch die ersten Nutzerbewertungen fallen überwiegend positiv aus. Kritik gibt es allerdings an der technischen Umsetzung der PC-Version. Einige Spieler berichten unter anderem von Performance-Problemen, Einschränkungen bei höheren Bildraten und Schwierigkeiten mit dem DualSense-Controller.

Mehr als 64.000 Spieler gleichzeitig

The Blood of Dawnwalker musste sich zum Release in einem schwierigen Umfeld behaupten. Der September 2026 gehört zu den am stärksten besetzten Release-Monaten des Jahres, weil zahlreiche Publisher ihre Spiele noch vor dem Start von GTA 6 im November positionieren.

Dem neuen RPG von Rebel Wolves scheint das bislang kaum geschadet zu haben.

Auf Steam erreichte das Spiel bereits am ersten vollständigen Verkaufstag einen Peak von 64.438 gleichzeitigen Spielern. Auch danach blieben mehrere Zehntausend Nutzer gleichzeitig aktiv.

Das ist selbstverständlich nicht mit Verkaufszahlen gleichzusetzen. Trotzdem geben Concurrent Players einen guten Eindruck davon, wie viel Aufmerksamkeit ein neues Singleplayer-Spiel unmittelbar nach dem Start bekommt.

Für eine komplett neue Marke ohne etablierten Vorgänger ist die Größenordnung entsprechend interessant.

Steam-Spieler bewerten Dawnwalker überwiegend positiv

Auch bei den Bewertungen sieht es zunächst ordentlich aus.

The Blood of Dawnwalker steht bei Steam derzeit auf „Größtenteils positiv“. Viele Spieler loben insbesondere die Atmosphäre, die offene Welt, die Geschichte und das ungewöhnliche Zeitsystem.

Im Mittelpunkt steht Coen, der am Tag als Mensch und in der Nacht mit seinen Vampirfähigkeiten unterwegs ist.

Die zentrale Besonderheit ist allerdings das 30-Tage-System. Coen hat nur einen begrenzten Zeitraum, um seine Familie zu retten. Bestimmte Aktionen und Quests lassen die Zeit voranschreiten, wodurch Entscheidungen eine deutlich größere Bedeutung erhalten sollen als in vielen klassischen Open-World-RPGs.

Gerade dieses System scheint bei vielen Spielern gut anzukommen.

PC-Version sorgt aber auch für Kritik

Nicht alles läuft zum Launch problemlos.

Ein Teil der negativen Steam-Rezensionen konzentriert sich auf die technische Performance. Spieler berichten von Schwierigkeiten, hohe Bildraten stabil zu erreichen.

Kritisiert wird außerdem, dass Zwischensequenzen teilweise mit 30 FPS laufen, während das eigentliche Gameplay mit höheren Bildraten dargestellt werden kann.

Auch die Controller-Unterstützung sorgt bei einigen PC-Spielern für Ärger. Obwohl Dawnwalker ebenfalls auf PlayStation 5 veröffentlicht wurde, berichten Nutzer davon, dass der DualSense am PC momentan nicht überall wie erwartet funktioniert.

Damit reiht sich das Spiel in eine inzwischen lange Liste technisch anspruchsvoller Open-World-RPGs ein, die zum Start noch Optimierungsbedarf besitzen.

Auch auf Konsolen waren 60 FPS ein Thema

Schon vor dem Release gab es Diskussionen über die Konsolenfassungen.

Frühes Gameplay hatte zeitweise den Eindruck erweckt, dass selbst auf der PlayStation 5 Pro lediglich 30 FPS möglich wären.

Rebel Wolves stellte später klar, dass ein 60-FPS-Modus mit einem Day-One-Update bereitgestellt wird.

Wie stabil dieser Performance-Modus auf PlayStation 5, PlayStation 5 Pro und Xbox Series X im regulären Spielbetrieb läuft, dürfte sich in den kommenden Tagen noch genauer zeigen.

Die Steam-Zahlen zeigen zumindest, dass technische Diskussionen bislang nicht verhindert haben, dass sehr viele Spieler zum Launch eingestiegen sind.

Rebel Wolves gelingt ein bemerkenswertes Debüt

Der Erfolg ist auch wegen des Studios interessant.

The Blood of Dawnwalker ist das erste Spiel von Rebel Wolves. Das polnische Studio wurde von ehemaligen Entwicklern gegründet, die zuvor unter anderem an The Witcher 3 gearbeitet hatten.

Zu den bekanntesten Köpfen gehört Konrad Tomaszkiewicz, der als Director an The Witcher 3 beteiligt war.

Die Herkunft merkt man Dawnwalker durchaus an. Das Spiel setzt ebenfalls auf eine große Fantasy-Welt, weitreichende Entscheidungen, umfangreiche Quests und Charaktere, deren Geschichten nicht ausschließlich über die Hauptkampagne erzählt werden.

Eine einfache Kopie von The Witcher will Rebel Wolves allerdings nicht liefern. Vor allem die Kombination aus Vampirfähigkeiten, Tag-und-Nacht-Wechsel und begrenzter Zeit soll Dawnwalker eine eigene Identität geben.

Dawnwalker soll keine einmalige Geschichte bleiben

Rebel Wolves hat bereits deutlich gemacht, dass The Blood of Dawnwalker als Grundlage für eine größere Reihe gedacht ist.

Zukünftige Spiele sollen sogar Entscheidungen berücksichtigen können, die Spieler im ersten Teil getroffen haben.

Das setzt natürlich voraus, dass der Auftakt wirtschaftlich erfolgreich genug ist.

Die ersten Steam-Zahlen dürften das Studio deshalb durchaus zufriedenstellen. Mehr als 64.000 gleichzeitig aktive Spieler sind noch keine Garantie für einen langfristigen Erfolg, zeigen aber, dass die neue Marke direkt eine große Zielgruppe erreicht hat.

Und die nächsten Tage könnten noch einmal interessant werden: Das erste Wochenende nach Release steht erst bevor. Wenn sich die positive Mundpropaganda fortsetzt, könnte The Blood of Dawnwalker seinen bisherigen Steam-Rekord noch einmal übertreffen.

Für Rebel Wolves sieht der Start jedenfalls vielversprechend aus. Ausgerechnet in einem der vollsten Release-Monate des Jahres schafft es ein komplett neues Vampir-RPG, sich auf Steam sichtbar durchzusetzen.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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