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Fragster | Januar 18, 2022

Teams nach Absage von LATAM SI 2022 Closed Qualifier gestrandet

Der LATAM SI 2022 Closed Qualifier wurde abgesagt, weil sich manche Rainbow Six Spieler nicht an die Vorschriften hielten und weil sich einige davon mit Corona infizierten. Jetzt haben sich die Spieler öffentlich darüber beschwert, wie sie behandelt wurden. Bei den betroffenen Teams handelt es sich um MiBR, Malvinas Gaming, Fenix Esports, Black Dragons e-Sports, Furious Gaming und Atheris Esports. Die meisten sitzen immer noch in ihren Hotelzimmern fest und hoffen, irgendwie wieder nach Haus zu kommen.

Der LATAM SI 2022 Closed Qualifier von Rainbow Six Siege in São Paulo, Brasilien, wurde vorerst auf Eis gelegt, nachdem manche Spieler eine Sicherheitsvorkehrungen missachtet hatten, was zu Chaos unter den Teams führte. Der Twitter Account von Rainbow Six Esports verkündete die Nachricht nur wenige Tage, bevor die Teams am 15. Januar die Bühne betreten sollten. Die Closed Qualifier ermöglichen es Teams aus der Region, sich einen Platz beim Six Invitational 2022 zu ergattern. Das Six Invitational ist ein großes Rainbow Six Turnier, das im Februar in Stockholm stattfinden soll.

Führte der Regelverstoß zu positiven Tests?

Die Entscheidung, das Turnier in letzter Minute abzusagen hat damit zu tun, dass sich mehrere Teams nicht an die Regeln hielten. Angeblich stiegen mehrere Teams und Spieler zusammen in einen Van um sich auf Corona testen zu lassen. Das war aber gegen die Hygiene-Vorschriften. Tatsächlich wurden auch einige Spieler schließlich positiv getestet, so dass mehrere Teams betroffen waren.

Obwohl Atheris Esports vorhatte, die erkrankten Spieler von Quarantäne aus antreten zu lassen, entschied der Veranstalter, das Event erstmal komplett abzusagen. In dem Statement hieß es: “Wir haben beschlossen, das Qualifikationsturnier auf Eis zu legen, bis wir sicher sein können, dass die von unserem Turnierveranstalter getroffenen Hygienemaßnahmen korrekt eingehalten werden, um die Sicherheit aller Teilnehmer und Mitarbeiter zu gewährleisten. Wir prüfen alle Optionen mit unseren Turnierorganisatoren, um die geplanten Spiele in einer sicheren Umgebung fortzusetzen.”

Teams in Hotels ohne Essen gestrandet

Obwohl es für die Verschiebung des Closed Qualifiers triftige Gründe gibt, war die Rainbow Six Siege-Community nicht davon beeindruckt, wie die ganze Situation gehandhabt wurde.
Nahuel Cobas von Furious Gamings schrieb einen TwitLonger, in dem er seine Frustration über die Entscheidung in letzter Minute erklärte. Cobas sagte, dass die “Wettbewerbsintegrität” des Qualifiers “komplett zerstört” sei.

MiBR und Black Dragons trainierten gemeinsam zu Hause, “als ob nichts passiert wäre”, während andere Teams in Hotelzimmern eingeschlossen waren und keine Erlaubnis hatten, ihre Teamkollegen zu sehen. Die Teams die im Hotel eingeschlossenen waren bekamen auch nichts oder nur wenig zu Essen – und das alles, während sie im Grunde eingesperrt waren.

Die Community ist wütend

Cobas erklärte weiter, dass diese Desorganisation auf das zuständige Personal zurückzuführen sei. Er erklärte: “Wir sind es leid, dass wir von den Organisatoren nicht ausreichend informiert und behandelt werden. Die ganze Zeit über hat uns niemand von der ESL kontaktiert”. Der Besitzer und CEO von Furious Gamings ließ ebenfalls seinem Frust freien Lauf und tweetete: “Ihr seid eine Katastrophe.”

Tomás Freddo Otañi von Malvinas Gaming twitterte, dass die Teams einfach nur nach Hause wollen, aber das nicht dürfen. Er verglich ihre Situation mit einem Gefängnisaufenthalt und erklärte auf Twitter, dass er sich “auf unbestimmte Zeit gestrandet” fühle. Wie Cobas hatte auch er das Gefühl, dass ihre Gesundheit ignoriert wird, während sie nur darauf warten, endlich wieder irgendwie nach Hause zu kommen.

Lest hier, was es noch alles für Chaos wegen Corona gab:

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