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| Januar 14, 2022

Team Orange Gaming entlässt Carbo und Youngstar

Was sich den Abend über angedeutet hatte, wurde am Dienstag um 22:43 Uhr Realität.Team Orange Gaming hat Carbo und Youngstar entlassen. Der Grund sind Unsportlichkeiten im Samsung New Year’s Cup.

Das Duo hatte im New Year’s Cup zusammen mit David “Rezears” Wünsch und Emre “emre” Akbalik gespielt. Bis zum Halbfinale spielte das Roster mit Kai “Youngstar” Kruse, Fabi_xd7 und Rezears. Danach durfte emre ran, denn ab dort liefen die Spiele von DunnoChief On-Stream.

Was war passiert?

Rezears hatte um 17:20 Uhr einen Tweetlonger abgesetzt, denn nach dem Cup-Sieg kamen Fragen auf. Laut seiner Aussage, wurde Daniel “Carbo” Rolecek 20 Minuten vor Turnierbeginn aus dem Roster entfernt bzw. durfte nicht an dem Cup teilnehmen. Als Grund dafür hat der Turnieradmin den bestehenden Bann für offizielle Turniere genannt. Dieser gilt seit dem zwölften Juli 2021, wegen Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen von Rocket League. Denn Carbo ist kein unbeschriebenes Blatt und hatte schon auf der Playstation zwei Banns wegen Beleidigungen hinter sich.

Was folgt war ein weiterer Bann für einen Nitroleague-Season und schlussendlich der permanente Bann von Psyonixx. Der traurige Kreis der offiziell gebannten Spieler ist elitär, nur vier Spieler dürfen momentan an keinem RLCS-Event teilnehmen. Doch Carbos Sperre ist weitreichender, auch von offiziellen Turnieren ist er ausgeschlossen. Samsung sieht seine Turniere als solche und hat dementsprechend den Ausschluss bekanntgegeben.

Das Turnier war ein zwei Drittel DACH-Turnier und so brauchten Youngstar und Rezears schnellstmöglich einen weiteren Spieler. Sie empfanden die Entscheidung als unfair und so kam es, dass sie Carbo mit einem anderen Account mit dem Namen: “Fabi_xd7” spielen ließen. Laut Rezears “war diese Entscheidung aus purer Verzweiflung dieses Turnier spielen zu wollen”. Er selbst sagt in dem Tweetlonger, dass es nicht seine Idee war und er dieses Verhalten nicht unterstütze.

Der Ideengeber Youngstar meldete sich auf Twitter selbst später auch noch zu Wort, löschte den Tweet aber wieder.

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Carbo selbst hat kein weiteres Statement rausgehauen, sondern den Abend über nur Posts retweetet.

Die Konsequenzen

Aufgrund der Vorfälle hat TeamOrangeGaming(TOG) dann um 22:43 Uhr folgendes getweetet:

Das Team spielt in der Nitroleague und der 7Series, beide Ligen haben sich ebenfalls zu Wort gemeldet. Während die Nitroleague darauf hinweist die Spieler in Ruhe zu lassen, da es Strafe genug ist aus dem Team geworfen zu werden, behält sich die 7Series vor “nach weiteren internen Absprachen gegen die beteiligten Spieler direkt Konsequenzen für eine potenzielle zukünftige Teilnahme an unseren Bewerben bzw. Turnieren auszusprechen”.

Seitens der Nitroleague kam es am Donnerstag zu einer Abstimmung, Spieler, Trainer und Orgas trafen sich in einem großen Meeting. Heraus kamen drei Sperren, eine für Carbo, die lebenslänglich gilt und je sechs Monate Sperre für Rezears und Youngstar. Während Carbo seine Sperre vollumfänglich akzeptiert, murrt Youngstar über die Bestrafung:

Für die Turniere von boutgamers.gg erhalten vier Spieler bzw. Accounts des Rosters eine Sperre von zwölf Monaten. Der Account von Carbo gilt weiterhin als permanent gebannt und nicht teilnahmeberechtigt.

Eine Entscheidung bei der 7Series steht noch aus

In der Nitroleague traten beide Spieler gemeinsam für TOG an, dort steht das Team momentan auf dem achten Rang nach sechs von elf Spieltagen. In der 7Series hingegen, sind Carbo und Youngstar in verschiedenen Teams aktiv gewesen. In der 7Series war Youngstar für TOG aktiv, während Carbo für Senegy Gaming gespielt hat.

Beide schafften es mit ihren Teams im Dezember durch die Gruppenphase in die Playoffs um den Titel, doch dort werden sie nun wahrscheinlich nur Zuschauer sein. Beide Spieler hatten bereits einen angekratzten Ruf in der deutschen Rocket League Szene, nach dieser Aktion verbessert er sich wohl kaum.

Der Tweetlonger von Rezears ging jedoch noch weiter als die Carbo/Youngstar-Problematik. Er beschuldigte Jonas “Shila” Cekrezi ihm gedroht zu haben. Denn vom schlechten Gewissen geplagt hat Rezears ihm alles erzählt, daraufhin soll Shila “Schweigegeld” gefordert haben für das nicht-weitergeben der brisanten Informationen. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen ist jedoch zweifelhaft, wie Shila unter anderem mit Screenshots zeigt. Die Wahrheit werden wir in diesem Fall wohl nie erfahren, da hier Aussage gegen Aussage steht.