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Team Heretics befördert Daglas: Sheo räumt seinen Platz im LEC-Roster

Autoren-Bild Andrea Mertens April 16, 2026

Team Heretics reagiert mitten im LEC Spring Split auf die sportliche Krise. Jungler Théo „Sheo“ Borile hat selbst darum gebeten, aus der Startformation herausgenommen zu werden, und Academy-Spieler Kacper „Daglas“ Dagiel rückt bis zum Ende des Spring Splits ins Hauptteam auf. Für Heretics kommt dieser Schritt zu einem heiklen Zeitpunkt, denn nach einem schwachen Start steht das Team bereits deutlich unter Zugzwang.

Team Heretics zieht im Jungle die Notbremse

Sheo geht auf die Bank, Daglas übernimmt

Der Kern der Nachricht ist eindeutig: Team Heretics hat Sheos Wunsch akzeptiert, vorerst auf die Bank zu wechseln. Damit ist der Franzose nicht durch eine klassische Entlassung oder einen Trade aus dem aktiven Kader verschwunden, sondern durch eine interne Entscheidung nach Gesprächen mit dem Coaching Staff. Die unmittelbare Folge ist die Beförderung von Daglas aus dem Academy-System in die LEC.

Der Wechsel gilt zunächst bis zum Ende des Spring Splits

Besonders wichtig ist der zeitliche Rahmen. Heretics plant mit Daglas nicht nur für ein einzelnes Notfall-Wochenende, sondern ausdrücklich für den Rest des laufenden Spring Splits. Gleichzeitig markiert der Einsatz seine zweite Station in der LEC, nachdem er bereits früher in Europas Topliga aufgelaufen war. Damit setzt Heretics nicht auf einen komplett unerfahrenen Ersatz, sondern auf einen Spieler, der das Umfeld grundsätzlich kennt.

Warum der Wechsel genau jetzt kommt

Der Saisonstart lief für Heretics fast komplett aus dem Ruder

Der Jungle-Wechsel kommt nicht aus dem Nichts. Team Heretics startete zwar mit einem 2:1 gegen SK Gaming in den Split, verlor danach aber gegen Team Vitality, G2 Esports, GIANTX, Natus Vincere und Karmine Corp. Aus dem ordentlichen Auftakt wurde damit innerhalb weniger Spieltage ein 1:5-Record, der den Druck auf das gesamte Projekt massiv erhöht hat.

Vor Movistar KOI braucht das Team sofort ein Signal

Viel Zeit für einen sanften Übergang bleibt nicht. Laut offiziellem Spielplan trifft Team Heretics am 19. April in Woche 4 auf Movistar KOI. Genau deshalb wirkt die Entscheidung wie eine Mischung aus sportlicher Korrektur und Krisenmanagement: Heretics will den Split offenkundig nicht einfach auslaufen lassen, sondern noch vor dem nächsten Schlüsselspiel eine neue Dynamik erzeugen.

Daglas bekommt seine zweite große Chance

Im Academy-System hat er sich dieses Comeback verdient

Daglas kommt nicht ohne Vorgeschichte nach oben. Laut Team-Aussagen, die in mehreren Berichten wiedergegeben werden, hat er zwei Saisons für Heretics Academy gespielt, mit dem Team einen Superliga-Titel gewonnen und außerdem ein EMEA-Masters-Finale erreicht. Dazu kommt, dass er den Schritt ins LEC-Team offenbar mit extrem kurzer Vorlaufzeit gehen musste und direkt aus seinem regionalen Einsatzprogramm nach Berlin reist. Das verleiht dem Aufstieg eine gewisse Dringlichkeit, aber auch einen klaren Leistungskontext.

Seine LEC-Rückkehr ist auch eine persönliche Revanche

Für Daglas ist diese Beförderung mehr als nur ein interner Ersatz. Sie ist seine zweite Chance auf LEC-Niveau. Bereits 2023 war er in der Liga aktiv, damals im Umfeld von Team Vitality. Dass er nun über das Academy-System zurückkehrt, passt gut zu seinem Karrierebogen: ein Talent, das früh oben war, danach wieder Anlauf nehmen musste und jetzt in einer schwierigen Lage plötzlich wieder im Rampenlicht steht.

Heretics baut schon seit Wochen sichtbar um

Way kam erst im März neu für die Support-Rolle

Die Beförderung von Daglas ist kein isolierter Einzelfall. Schon im März hatte Heretics auf dem Support-Posten reagiert und Han „Way“ Gil für den LEC Spring Split verpflichtet, während Stend den umgekehrten Weg ging. Der aktuelle Jungle-Wechsel ist also Teil eines größeren Umbauprozesses, der schon vor einigen Wochen begonnen hat.

Kurz darauf verstärkte auch FEBIVEN das Coaching-Team

Hinzu kommt eine weitere Entwicklung abseits des aktiven Line-ups. Ende März holte Team Heretics den früheren Midlaner FEBIVEN als Positional Coach ins LEC-Team. Die Organisation hat also nicht nur auf dem Server, sondern auch im Staff an Stellschrauben gedreht. Wenn jetzt zusätzlich der Jungler gewechselt wird, zeigt das ziemlich klar, wie groß der Handlungsdruck intern geworden ist.

Der Wechsel erzählt viel über die Lage von Heretics

Aus frühem Optimismus ist binnen Tagen Unsicherheit geworden

Interessant ist vor allem der Kontrast zur Stimmungslage vor wenigen Wochen. Nach dem Auftaktsieg gegen SK Gaming hatte Head Coach Hidon noch erklärt, dass Heretics kurz- und langfristig von seinem eingeschlagenen Weg überzeugt sei. Dass nun schon kurz darauf erneut personell eingegriffen werden muss, macht deutlich, wie schnell sich die Bewertung des Projekts im laufenden Spring Split verändert hat.

Sportlich ist der Schritt logisch, emotional aber riskant

Aus sportlicher Sicht ist der Wechsel nachvollziehbar: Das Team braucht nach fünf Niederlagen in Serie dringend frische Energie. Gleichzeitig birgt so ein Schritt immer Risiko, weil mitten im Split neue Abstimmungen entstehen müssen. Gerade im Jungle, also in einer Rolle, die Tempo, Vision und frühe Teamkoordination stark beeinflusst, kann ein Wechsel sowohl sofort helfen als auch neue Reibung erzeugen. Diese Einschätzung ist eine redaktionelle Einordnung auf Basis der jüngsten Resultate und der Rolle des Junglers im Spiel.

Neuer Anlauf in einem heiklen Split

Team Heretics setzt mit der Beförderung von Daglas ein klares Zeichen gegen Stillstand. Sheos Schritt auf die Bank, die schon zuvor erfolgten Anpassungen mit Way und FEBIVEN sowie der schwache 1:5-Start zeichnen das Bild einer Organisation, die im Frühling 2026 permanent nach der richtigen Balance sucht. Ob Daglas der Reset gelingt, wird sich sehr schnell zeigen. Das Spiel gegen Movistar KOI dürfte bereits die erste echte Antwort liefern.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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