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leni | August 16, 2022

T1 CEO Marsh entschuldigt sich für Discord-Fail

Der CEO von T1 hat sich für sein Fehlverhalten auf einem Discord Server entschuldigt. Marsh hatte “sensible Informationen” mit Fans geteilt und außerdem unangemessene Kommentare über einen Spieler von T1 gemacht.

Der CEO von T1, Joe Marsh, hat sich selbst ganz schön in die Nesseln gesetzt und betreibt jetzt Schadensbegrenzung mit sorgfältig zusammengestellten PR-Statements. Mit einem Discord Server und mehreren unprofessionellen Kommentaren, hat er sich seinen Ruf ganz schön ruiniert.

CEO leakt Infos via Discord

Marsh war auf einem privaten Discord-Server mit dabei, auf dem er inoffiziell mit Fans von T1 kommuniziert hat. Dabei hat er sich äußerst unprofessionell verhalten und hat u.a. sensible Informationen der Organisation geleakt und hat unangebrachte Kommentare gegenüber den Spielern gemacht. “Es ist wahr, dass mehrere T1-Mitarbeiter, darunter auch ich, an dem Discord-Server beteiligt waren, der für Kontroversen gesorgt hat”, sagte Marsh in einem Twitlonger. “Ich erkenne das an und bitte um Vergebung für mein Fehlverhalten.”

In dem Twitlonger entschuldigte sich Marsh für mehrere Sachen, u.a. dafür, dass er interne Informationen an Mitglieder von dem Discord-Server weitergegeben hat, auf dem sich Leute aufhielten, die nichts mit T1 zu tun hatten. Diese Entschuldigung hat wahrscheinlich mit den Kommentaren zu tun, die Marsh auf dem privaten Discord-Server zu T1s Vertragsgesprächen über den 18 Jahre alten League of Legends Spieler Choi “Zeus” Woo-je gemacht haben soll.

Irgendjemand hat davon Screenshots gemacht und die kamen dann über Ashley Kang von KORIZON Esports an die Öffentlichkeit. Einem Screenshot von der Discord-Diskussion zufolge sind “vier der fünf Spieler von T1 bis 2023 unter Vertrag”, eine Information, die auch stimmt. T1s langjähriges Mitglied Lee „Faker“ Sang-hyeok ist der einzige Spieler, der am Ende der Saison 2022 ein freier Mitarbeiter sein wird.

“Thirsttrap”- Kommentare

Marsh entschuldigte sich auch für unangebrachte Kommentare gegenüber dem 19 Jahre alten Mun “Oner” Hyeon-jun. Marsh machte auf Discord Scherze darüber, den Spieler mit Öl zu besprühen, um ein potenzielles “Fotoshooting” in eine “Thirsttrap” zu verwandeln. Solche Kommentare sollte ein CEO definitiv nicht über seine Spieler machen – vor allem nicht online, wo alles gescreenshotet werden kann. Marsh hat sich für den Kommentar direkt bei Oner entschuldigt.

Rassistische Kommentare

Um das ganze noch zu toppen, gab es auf dem Discord, bei dem Marsh Mitglied war, auch noch diverse rassistische Äußerungen gegenüber der koreanischen Fangemeinde von T1. Auch dafür hat er sich nach dem Leak der Screenshots entschuldigt. Er sagte, dass er von den rassistischen Bemerkungen nichts wusste:

“Es war ein klarer Fehler von mir, nicht zu erkennen, was vor sich ging. Außerdem war es falsch von mir, auf dem Server zu bleiben. T1 duldet keine Form von Rassismus und wird gemeinsam dagegen ankämpfen – insbesondere gegen jeglichen Rassismus gegenüber T1-Fans.”

Selbstauferlegte Strafe?

Der CEO hat sich mit seinem Discord Abenteuer auf jeden Fall einen ganz schön miesen Ruf eingehandelt. Seine Kommentare zeigen nicht, dass er hinter seiner Organisation steht wie ein guter Chef es tun sollte. Nachdem die Screenshots an die Öffentlichkeit kamen, hat sich Marsh selbst eine “Strafe auferlegt”, indem er sein eigenes Gehalt für ein halbes Jahr kürzt (um wieviel ist allerdings nicht klar, es könnte sich hierbei auch nur um eine sehr kleine Summe handeln).

Außerdem hat er versprochen, nie wieder interne Infos nach draußen sickern zu lassen und sich auch sonst nicht mehr unangemessen gegenüber dem Team zu äußern. Warum der CEO überhaupt auf so einem Discord Server war und solche Kommentare abgegeben hat, ist nicht ganz schlüssig.

Eigentlich hätte er wissen müssen, dass diese Kommentare von ihm jederzeit an die Öffentlichkeit hätten kommen können und sie ihn schlecht aussehen lassen würden. Aber andererseits hat auch Trump damals auf Twitter jede Menge Unfug mit unüberlegten Statements getrieben, von daher sollte man CEO’s vielleicht einfach strenger überwachen, bevor sie “Thirsttrap” Kommentare über ihre jungen Spieler machen.