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Subnautica 2 Early Access startet am 14. Mai 2026 – Preis, Plattformen, Game Pass | Fragster

Autoren-Bild Jonas Teichmann Mai 2, 2026

Subnautica 2 hat ein Datum. Am 14. Mai 2026 schickt Unknown Worlds die Fortsetzung des Tauch-Survivalspiels in den Early Access, weltweit ab 17:00 Uhr deutscher Zeit, parallel auf PC und Xbox Series X|S, zum Einstiegspreis von 29,99 Euro. Für ein Spiel, das seit neun Monaten ununterbrochen die Spitze der meistgewünschten Steam-Titel hält und dessen Entwicklungsgeschichte zwischenzeitlich vor Gericht geklärt werden musste, ist das eine kleine Sensation. Der Release findet zwar in einer prall gefüllten Mai-Woche statt – LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight und 007 First Light buhlen ebenfalls um Aufmerksamkeit -, aber das ist das geringste Problem für ein Spiel, das auf eine extrem treue Zielgruppe trifft.

Plattformen, Preis und Game Pass am Start

Subnautica 2 erscheint auf Steam, im Epic Games Store, im Microsoft Store sowie auf Xbox Series X|S. Wer Xbox Game Pass abonniert hat, bekommt das Spiel ohne zusätzlichen Kauf am ersten Tag, der Xbox-Store-Kauf wiederum aktiviert Play Anywhere und damit Konsolen- und PC-Version in einem. Die genannten 29,99 Euro sind ausdrücklich der Early-Access-Preis. Unknown Worlds hat unmissverständlich klargestellt, dass der Preis zur 1.0-Version steigt, und zwischen Launch und finaler Fassung sollen zwei bis drei Jahre liegen. Wer früh einsteigt, kauft also zum tiefsten Preis, den dieses Spiel je haben wird, und bekommt sämtliche Updates bis zur Vollversion ohne Aufpreis.

PlayStation-Besitzer bleiben außen vor. Sony unterstützt kein offizielles Early-Access- oder Preview-Programm, weshalb eine PS5-Fassung erst zu einem späteren Zeitpunkt denkbar ist. Da das Spiel auf Unreal Engine 5 läuft und sowohl der erste Teil als auch Below Zero später ihren Weg auf weitere Plattformen gefunden haben, dürfte das aber eher eine Frage des Zeitpunkts als des Ob sein. Eine Switch-2-Version steht aktuell ebenfalls nicht im Raum.

Was zum Start drinsteckt

Der Kern bleibt der Subnautica-Kern: Ein fremder Ozeanplanet, eine zerschellte Mission im Auftrag der Alterra Corporation, eine fast erdrückende Stille, die nur von Kreaturen unterbrochen wird, die man lieber nicht aus der Nähe gesehen hätte. Subnautica 2 erweitert dieses Fundament um den größten strukturellen Eingriff der Reihe: Vier-Spieler-Koop. Crossplay zwischen PC und Xbox ist von Anfang an dabei, ebenso die Möglichkeit, jederzeit zwischen Solo- und Multiplayer-Erfahrung zu wechseln. Die Studio-Aussage, das Spiel sei „als Singleplayer designt, mit Multiplayer als jederzeitiger Option“, trifft den Punkt – die isolierte Atmosphäre, die den Reiz der Reihe ausmacht, soll nicht zugunsten von Party-Action geopfert werden.

Die Inhaltsbasis zum Start umfasst die ersten Biome des neuen Planeten, eine erweiterte Fauna, das überarbeitete Crafting- und Survival-System sowie die Grundlinie der Story. Im Verlauf des Early Access werden weitere Biome, Kreaturen, Bauelemente und Erzählstränge ergänzt. Wichtig für die Diskussion mit der Community: Unknown Worlds hat ausdrücklich bestätigt, dass es keine Mikrotransaktionen, keinen Battle Pass und keine Lootboxen geben wird. Diese Klarstellung ist eine direkte Reaktion auf Befürchtungen aus dem Vorjahr, der Mutterkonzern könne das Spiel in Richtung Live-Service drücken.

Die Geschichte hinter dem Release-Datum

Dass Subnautica 2 jetzt tatsächlich kommt, ist alles andere als selbstverständlich. Im Juli 2025 setzte Krafton, der südkoreanische Konzern hinter PUBG und seit 2021 Eigentümer von Unknown Worlds, das gesamte Führungsteam des Studios vor die Tür: CEO Ted Gill, Mitgründer Charlie Cleveland und Max McGuire mussten gehen, ersetzt wurden sie durch Steve Papoutsis, den ehemaligen Studiochef hinter The Callisto Protocol. Offiziell hieß es, die Gründer hätten ihren Fokus verloren und damit die Entwicklung gefährdet.

Die abgesetzten Führungskräfte sahen das anders und reichten Klage ein. Ihr Vorwurf: Die Kündigung sei Strategie gewesen, um einen vertraglich zugesicherten Bonus von 250 Millionen US-Dollar zu umgehen, der an konkrete Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2025 geknüpft war. In dieser Lesart wäre die Verzögerung von Subnautica 2 ins Jahr 2026 kein Zufall, sondern Kalkül gewesen. Eine besonders bittere Note bekam die Sache, als Berichte auftauchten, Krafton habe einen KI-Chatbot eingesetzt, um juristische Auswege aus der Bonuszahlung zu suchen.

Im März 2026 entschied der Delaware Chancery Court klar zugunsten der ehemaligen Führung. Vice Chancellor Lori W. Will stellte fest, dass Krafton den Vertrag gebrochen und die Kündigungen ohne triftigen Grund ausgesprochen habe – die offiziellen Begründungen seien vorgeschoben gewesen. Ted Gill wurde wieder eingesetzt, mit ausdrücklicher Zuständigkeit für den Early-Access-Launch. Die Frist für den Bonusanspruch wurde auf September 2026 verlängert, eine zweite Verlängerung bis März 2027 ist möglich. Die Schadensersatzphase des Verfahrens läuft weiter.

Ein bemerkenswerter Kontrollkampf, sichtbar bis ins Steam-Profil

Wie tief die Risse im Verhältnis zwischen Studio und Publisher noch immer sind, zeigt eine Randnotiz vom 14. April 2026: Kraftons Name verschwand für einige Zeit von der Steam-Seite des Spiels. Unknown Worlds nannte das gegenüber Eurogamer ein Versehen, doch Beobachter werteten den Vorgang als Symptom eines verlustreich angeschlagenen Verhältnisses. Ted Gill selbst hat öffentlich erklärt, in das Mai-Release-Fenster nicht eingebunden gewesen zu sein. Ein Spiel, dessen CEO sich vom eigenen Veröffentlichungstermin überrumpelt fühlt, ist eine Konstellation, die in diesem Format der Branche praktisch ohne Vergleich dasteht.

Warum der Early Access trotzdem überzeugt

Bei aller Hintergrund-Dramaturgie: Was am 14. Mai live geht, ist genau das Subnautica-Versprechen, das Fans seit 2018 schätzen. Ein offener Ozean, sorgfältig entworfene Biome, kreative Survival-Mechaniken, eine Erzählung, die durch Atmosphäre statt durch Sprünge in den Vordergrund tritt. Das Studio bringt mit Unreal Engine 5 spürbar mehr visuelle Wucht und mit Vier-Spieler-Koop den größten Mehrspieler-Schritt der Reihenhistorie. Wer ein vollständiges, abgeschlossenes Spiel erwartet, sollte allerdings auf 2027 oder 2028 warten – Early Access bedeutet hier explizit eine im Wachstum befindliche Welt mit allem, was an Bugs, Lücken und Iterationen dazugehört.

Für 29,99 Euro ist das ein faires Angebot, gerade weil zukünftige Inhalte ohne Aufpreis enthalten sind und Game-Pass-Abonnenten ohnehin sofort einsteigen können. Die Subnautica-Reihe hat schon zweimal bewiesen, dass das Studio den Early-Access-Pfad meistert: Sowohl der erste Teil als auch Below Zero verbrachten zwei bis drei Jahre in dieser Phase, ohne dabei an Schwung zu verlieren.

Eintauchen mit Vorbehalt, aber mit Vorfreude

Subnautica 2 startet unter Voraussetzungen, die schlechter kaum sein könnten: Studio-Krise, Gerichtsurteil, ungeklärtes Verhältnis zwischen Entwickler und Publisher, ein zentraler Streitpunkt mit Schadensersatzhöhe noch offen. Und doch landet das Spiel mit den richtigen Vorzeichen im Mai – fairer Preis, Day-One-Game-Pass, klare Absage an Live-Service-Mechaniken, ehrliche Kommunikation über Umfang und Dauer der Early-Access-Phase. Die Community hat das offenbar genau so verstanden, sonst stünde der Titel nicht seit September auf Platz eins der Steam-Wunschliste.

Der 14. Mai wird damit zum Gradmesser, ob Unknown Worlds trotz aller Querschläge die DNA der Reihe bewahrt hat. Die Vorzeichen sprechen dafür. Krafton dürfte das Erscheinen mit gemischten Gefühlen verfolgen, das Studio mit Erleichterung, die Spielerschaft mit klarer Mission: Tauchen, überleben, hoffen, dass die nächsten zwei bis drei Jahre Inhaltspflege so konsequent ausfallen wie bei den Vorgängern.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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