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fragstereditorial | September 17, 2021

Streit zwischen Riot Games und Mitarbeitern geht weiter

Wie wir schon berichtet haben, gibt es nicht nur intern bei Activision Blizzard Drama, sondern auch bei Riot. Die hatten sogar noch viel früher Dreck am Stecken und anscheinend findet das Thema kein Ende. Gefühlt stehen sowohl Blizzard als auch Riot jede Woche wieder in den Schlagzeilen und das immer mit schlechten News.

Riot Games wurde 2018 wegen angeblicher geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Belästigung von mehreren Mitarbeiterinnen verklagt. Deren Anwälte behaupten jetzt laut einem Bericht von James Fudge von The Esports Observer, dass das kalifornische Department of Fair Employment and Housing (DFEH) sich in die Klage einmischt.

Wer oder was ist das DFEH?

Das DFEH kennt man bereits aus dem Prozess von den Mitarbeiterinnen gegen Activision Blizzard. Der Staat Kalifornien hat sich die Arbeitsbedigungen von Blizzard nach der Klage der Frauen ganz genau angeschaut.

Darüber hinaus behaupten die Anwälte, dass das DFEH “versucht hat, Frauen, die bei Activision/Blizzard arbeiten, davon abzuhalten, mit einem privaten Anwalt zu sprechen”.

Die Anwälte bezeichnen das als “unverhohlenen Versuch des DFEH, absolute Macht über den Verlauf dieses Rechtsstreits zu erlangen, indem die Frauen, die die Klage eingereicht haben, als Klägerinnen ausgeschlossen werden”.

Darüber hinaus sagen die Anwälte, dass das DFEH “versucht hat, Frauen, die bei Activision Blizzard arbeiten, davon abzuhalten, mit einem privaten Rechtsbeistand zu sprechen” in einer anderen Klage mit Vorwürfen der Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz.

Skandal nach Skandal in der Entwicklerszene

Bei Riot sieht es ähnlich wie bei Blizzard aus, denn auch dort waren es die Frauen im Betrieb, die aufzeigten, wie unzumutbar die Arbeitsbedingungen in dem Betrieb sind und sich ihre Rechte per Gericht einklagten.

Im November 2018 reichten ehemalige Mitarbeiterinnen von Riot Games eine Sammelklage gegen den Publisher ein, in der sie behaupteten, dass Frauen in dem Unternehmen nicht fair bezahlt wurden und ständig sexueller Belästigung ausgesetzt seien und dass “ihre Karrieren verhindert wurden, weil sie Frauen sind.” Kurzum, same shit, different company.

DFEH fordert 400 Millionen Dollar

Die beiden Parteien einigten sich auf einen Vergleich in Höhe von 10 Millionen Dollar, bevor sich die DFEH einschaltete und behauptete, die ursprüngliche Vergleichssumme sei zu niedrig. Wie die LA Times berichtete, sagte das DFEH das man die Summe auf mindestens 400 Millionen Dollar erhöhen solle.

Im Grunde wünscht man sich nur noch, dass der ganze Shitstorm um die beiden Unternehmen endlich ein Ende finden soll, Frauen ganz normal behandelt werden, alle Cosby-Suite-Fratboys rausgeschmissen werden und jeder fair behandelt und bezahlt werden sollen. Es ist sehr schade, dass diese beiden großen Unternehmen mit ihren Sexismus-Skandalen die ganze Gaming-Szene in ein so schlechtes Licht getaucht haben und es zu so viel Frust innerhalb der Communities geführt hat. Trotzdem ist das Thema, wenn auch ein schwieriges, ein wichtiges und es ist schön, dass die Thematik endlich öffentliche Aufmerksamkeit bekommt.