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Street Fighter 6 Tier List nach Combo Breaker 2026: Wen ihr jetzt maintet

Autoren-Bild Jonas Teichmann Mai 31, 2026

Tier-Lists gehören zu den heißesten Dauerthemen der Fighting-Game-Community, denn niemand will seine Zeit in einen schwachen Charakter investieren. Trotzdem lohnt der Blick auf Frame-Data und Matchup-Tabellen erst ab einem bestimmten Skill-Level wirklich. Für die meisten Spieler zählt etwas anderes mehr: Ein Charakter sollte gefallen, optisch wie spielerisch, denn nur wer Spaß an seiner Figur hat, bleibt dran und wird besser. Wer aber ohnehin zwischen mehreren Lieblingen schwankt, fährt mit einem Griff ins obere Regal nicht schlecht. Diese Einschätzung basiert auf dem aktuellen Meta-Stand nach Evo Japan und Combo Breaker 2026.

Das S-Tier wird von Mai angeführt

An der Spitze des kompetitiven Feldes steht eine Figur, über die schon vor dem Capcom Cup 12 das Wort „kaputt“ kursierte: Mai. Evo Japan 2026 lieferte den Beweis, als Yamaguchi das Turnier mit ihr gewann und NuckleDu mit derselben Wahl die Top 8 erreichte. Wenig später setzte Xiao Hai noch einen drauf und holte sich Combo Breaker 2026 mit Mai, wobei er M. Bison als zweiten Charakter im Köcher hatte. Auch eine junge Garde wie Micky und Vxbao vertraut auf sie. Mais Allgegenwart bei den größten Events macht sie zur derzeit dominantesten Wahl im Spiel.

Ed bleibt der Geheimtipp mit Substanz, gerade in Japan genießt er hohe Wertschätzung. Sahara gewann den Capcom Cup 12 von Anfang bis Ende mit ihm, und Größen wie Fuudo, Momochi und Leshar greifen ebenfalls zu. Sein Gameplan ist anspruchsvoll, doch in geübten Händen zählt Ed zweifellos zur Elite. JP hält sich seit Karerus Auftritt beim Capcom Cup 11 oben fest, Tokido wechselte zu ihm, und auch in anderen Regionen wird er gemaintet, etwa von Juicyjoe.

Den auffälligsten Aufsteiger stellt Sagat. Der junge Hinao stieß mit dem Muay-Thai-Kaiser bei Combo Breaker 2026 bis ins Finale vor und unterlag dort erst Xiao Hai, was Sagat den Sprung ins S-Tier einbrachte. Akuma bleibt eine Frage der Nervenstärke, denn als Glaskanone ist er im Wettkampf riskant, glänzt aber, wenn alles läuft, wie Daigos Titel mit Reject bei der Street Fighter League World Championship 2025 zeigte. Ryu schließlich profitierte stark vom Elena-Update und steht seither dank seines vielseitigen, soliden Movesets wieder ganz oben.

Das A-Tier: stark, aber mit Schwächen

Knapp darunter sammelt sich eine Riege exzellenter Charaktere, die Ranked-Matches und Turniere gewinnen können, aber nicht in jeder Situation glänzen. Guile zeigte beim Capcom Cup 12 eine ordentliche Präsenz, Higuchi erreichte mit dem Army-Veteranen das Top 4 und bei Evo Japan sogar Platz drei. Cammy ist ein Dauergast auf den großen Bühnen, Punk stand mit ihr im Grand Final von Evo Japan, und Kilzyou wechselte in den Playoffs des Capcom Cup 12 von Mai zu ihr, um entscheidende Sätze zu drehen.

M. Bison ist enorm stark, aber unbeständig, weshalb Topspieler wie Xiao Hai, Vxbao und DCQ ihn nur für passende Matchups einsetzen. Luke und Ken tauchen mit wechselnden Spielern regelmäßig in den Top 8 auf, Chun-Li ist die Wahl von GO1, der ihre riskanten Moves im Griff hat. Kimberly erhielt mit dem Elena-Update nützliche Buffs, Rashid wird von BigBird, Dual Kevin und Oil King hochgehalten, auch wenn ihm Spitzenplatzierungen fehlen. Terry gehört zu Leshars Optionen, und Zangief bleibt das, was ein guter Grappler sein muss, nämlich eine Bedrohung. Bei Combo Breaker bestätigten Kobayan und Jr. das eindrucksvoll, indem beide mit dem Russen das Top 4 erreichten.

Das B-Tier hängt am Matchup

Hier entscheiden die konkrete Paarung und der persönliche Geschmack. A.K.I. kann dominieren oder einbrechen, Hope erreichte bei Evo Japan zwar das Top 4, allerdings mit Modern Controls, was eine höhere Einstufung verhindert. Juri ist mittlerweile ein seltener Turnierpick, dem selbst Loyalist Nephew nicht immer trauen kann. Dee Jay dient Fuudo eher als Ergänzung zu Ed, Dhalsim wiederum hat durch Buffs spürbar an Schadenspotenzial gewonnen, wovon Spieler wie Torimeshi und YHC-Mochi profitieren.

Elena, die erst beim Esports World Cup 2025 ihr Turnierdebüt gab, arbeitete sich über Dogura bis in die Top 8 von Evo France vor. Alex schließlich, einer der neueren Zugänge, verfügt über starke Werkzeuge für das normale Spiel, tut sich im Spitzenfeld aber schwer, weil Profis sein Set kennen und seine Angriffe sauber ausspacen.

Vom C-Tier bis nach unten: Liebhaberobjekte

Wer Charaktere aus dem C-Tier zu Events mitbringt, tut das aus Überzeugung. Blanka ist die Spezialität von MenaRD, der mit ihm Evo 2025 gewann, doch das sagt mehr über MenaRD als über Blanka, dessen riskantes Moveset abseits dieses Ausnahmespielers kaum jemand auf hohem Niveau bändigt. Manon hängt zu sehr an ihren Medaillen-Power-ups und schwächelt im Neutralgame, iDom und Tachikawa halten ihr dennoch die Treue. E. Honda terrorisiert Casual-Matches, besonders auf Modern Controls, scheitert aber an geübten Gegnern. C. Viper erwies sich selbst für Topspieler als unnötig kompliziert, weshalb sie nur in seltenen Ausnahmen wie bei DakCorgi auftaucht.

Ganz unten, im D-Tier, finden sich Figuren, die bei Spitzenturnieren praktisch nicht vorkommen. Lily macht Spaß, bleibt aber simpel, Jamie hängt trotz Buffs zu stark an seinen Trink-Power-ups, und Marisa wurde im Wettkampf zu berechenbar, da ihr verlässliche Anti-Air-Optionen fehlen. Der jüngste Neuzugang Ingrid ist mangels belastbarer Turnierdaten noch nicht seriös einzuordnen.

Für Einsteiger sieht das Bild anders aus

Wichtig ist, dass eine Wettkampf-Tier-List für Anfänger nur bedingt taugt. Wer gerade erst einsteigt, fährt mit Charakteren wie Luke, Ken, Ryu, Chun-Li, Cammy, Terry oder Sagat am besten, weil sie zugängliche Gameplans mit echtem Wachstumspotenzial verbinden. Figuren wie Lily, E. Honda oder Marisa sind besonders einsteigerfreundlich, stoßen im höheren Niveau allerdings schnell an ihre Grenzen. Komplexe Charaktere wie JP, Rashid, Ed oder Akuma lohnen sich dagegen eher, wenn ein gewisses Fundament steht.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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