Valve beseitigt mit SteamOS 3.8.25 Beta einen besonders nervigen Fehler der Steam Machine: Das System konnte sich unmittelbar nach dem Wechsel in den Standby-Modus wieder selbst aktivieren. Gleichzeitig behebt das Update einen Performance-Bug nach dem Aufwachen, verbessert HDMI und WLAN und erweitert die Unterstützung für den Steam Controller sowie mehrere Gaming-Handhelds anderer Hersteller.
Die neue Version befindet sich zunächst im Beta- und Preview-Kanal von SteamOS. Valve testet die Änderungen also noch, bevor sie regulär an sämtliche Nutzer verteilt werden.
Steam Machine konnte direkt nach dem Standby wieder aufwachen
Der kurioseste Fehler betrifft den Ruhemodus.
Nach Angaben von Valve konnte es gelegentlich passieren, dass sich das System unmittelbar nach dem Wechsel in den Standby-Zustand wieder aktivierte.
Wer seine Steam Machine also schlafen legen wollte, konnte erleben, dass sie praktisch direkt wieder hochfuhr.
Mit SteamOS 3.8.25 soll genau dieses Verhalten behoben werden.
Valve korrigiert gleichzeitig einen zweiten Fehler rund um das Aufwachen. In seltenen Fällen konnte die CPU-Leistung nach dem Standby reduziert bleiben, bis das komplette System neu gestartet wurde.
| Problem | SteamOS 3.8.25 |
|---|---|
| System wacht direkt wieder auf | Behoben |
| CPU nach Standby langsamer | Behoben |
| HDMI-Audioaussetzer | Verbessert |
| HDMI-Hotplug-Probleme | Behoben |
| WLAN hängt oder verbindet langsam | Mehrere Fälle behoben |
| Fehlgeschlagene SteamOS-Updates | Fehler behoben |
| Bluetooth-Audio | Option für niedrigere Latenz |
| Steam Controller | Erweiterte Unterstützung |
Gerade bei einem System, das wie eine klassische Spielekonsole am Fernseher eingesetzt wird, sind zuverlässige Standby-Funktionen entscheidend.
CPU konnte nach dem Aufwachen Leistung verlieren
Der zweite korrigierte Standby-Fehler war unter Umständen noch problematischer.
Nach dem Aufwachen konnte die Prozessorleistung in seltenen Fällen eingeschränkt sein.
Das Problem ließ sich laut Valve erst durch einen Neustart vollständig beseitigen.
Für Spieler konnte das beispielsweise bedeuten, dass Games nach dem Standby plötzlich schlechter liefen, obwohl weder Einstellungen noch Hardware verändert worden waren.
SteamOS 3.8.25 soll verhindern, dass dieser Zustand überhaupt entsteht.
Valve verbessert HDMI-Verbindungen zum Fernseher
Auch beim Einsatz am Fernseher gibt es mehrere Änderungen.
Valve behebt mit dem Update HDMI-Audioaussetzer, die bei bestimmten Kombinationen aus Spiel und TV auftreten konnten.
Zusätzlich wurde die Zuverlässigkeit der HDMI-Hotplug-Erkennung verbessert.
Ein weiterer Fehler betraf den Desktop-Modus. Das Anschließen beziehungsweise Wechseln eines HDMI-Displays während des Betriebs konnte dort teilweise dazu führen, dass sich das System aufhing.
Auch dieses Problem soll mit der neuen Version beseitigt sein.
Weniger Probleme mit dem HDMI Game Mode
Valve hat außerdem einen ungewöhnlichen Fehler im Zusammenspiel mit Fernsehern korrigiert.
Einige TVs unterstützen einen speziellen HDMI Game Mode, mit dem unter anderem die Eingabelatenz reduziert werden kann.
Bislang konnte es vorkommen, dass zunächst das SteamOS-Startlogo angezeigt wurde und der Fernseher erst anschließend in den Game Mode wechselte.
Das führte zu zusätzlicher Verzögerung und teilweise zu sichtbarem Bildflackern während des Starts.
SteamOS 3.8.25 soll diesen Ablauf verbessern.
Bluetooth-Audio bekommt eine Low-Latency-Option
Auch für kabellose Kopfhörer und Headsets gibt es eine interessante Neuerung.
SteamOS bietet künftig eine Option für Bluetooth-Audio-Codecs mit geringerer Latenz.
Gerade beim Gaming kann die Verzögerung einer Bluetooth-Verbindung problematisch sein. Wenn ein Schuss oder eine Explosion erst deutlich nach dem eigentlichen Ereignis auf dem Bildschirm zu hören ist, beeinträchtigt das die Spielerfahrung.
Mit der neuen Option können unterstützte Geräte auf einen stärker auf geringe Verzögerung ausgelegten Audiomodus wechseln.
Wie groß der tatsächliche Unterschied ausfällt, hängt allerdings vom verwendeten Bluetooth-Gerät und dessen Codec-Unterstützung ab.
Steam Controller kann das System wieder aufwecken
Valve baut außerdem die Unterstützung für seine eigenen Controller aus.
Neu ist die Möglichkeit, ein Gerät über den Steam Controller Wireless Adapter von 2015 aus dem Standby aufzuwecken.
Damit kann die Steam-Hardware stärker wie eine klassische Konsole verwendet werden: Controller aktivieren, System startet und anschließend direkt spielen.
Auch der Steam Controller 2026 erhält zusätzliche Unterstützung.
Valve integriert ihn in den eingebauten hid_steam-Controller-Treiber.
Dadurch kann der Controller auch mit nativen Controller-Anwendungen genutzt werden, wenn der eigentliche Steam-Client nicht läuft.
Akkuanzeige wird genauer
SteamOS 3.8.25 verbessert außerdem die Darstellung des Ladezustands.
Interessant ist insbesondere eine Situation, in der ein Gerät zwar am Ladegerät hängt, gleichzeitig aber mehr Strom verbraucht, als das angeschlossene Netzteil liefern kann.
Das kann beispielsweise passieren, wenn ein leistungsfähiger Handheld unter hoher Last mit einem zu schwachen USB-C-Netzteil verwendet wird.
Die Akkuanzeige soll diesen Zustand künftig verständlicher beziehungsweise zuverlässiger darstellen.
WLAN-Probleme werden ebenfalls angegangen
Valve korrigiert mehrere Netzwerkfehler.
Bestimmte WLAN-Adapter konnten bislang zu besonders langsamen oder sogar festhängenden Verbindungen führen.
SteamOS 3.8.25 behebt einige dieser Fälle.
Darüber hinaus wurde ein Fehler beseitigt, durch den ältere SteamOS-Updates bei manchen Nutzern nicht korrekt installiert wurden.
Valve nennt zusätzlich allgemeine Sicherheits- und Stabilitätsverbesserungen.
Nicht nur Valve-Hardware profitiert
SteamOS entwickelt sich zunehmend zu einem Betriebssystem, das auch auf Gaming-Handhelds anderer Hersteller relevant wird.
Entsprechend enthält Version 3.8.25 mehrere Verbesserungen für Third-Party-Geräte.
Genannt werden unter anderem:
- MSI Claw
- OneXPlayer
- Konkr FIT
- AYANEO Pocket S2
- OneXPlayer Apex
Zusätzlich verbessert Valve die Unterstützung von Geräten, die entweder externe WLAN-Adapter verwenden oder überhaupt keinen integrierten WLAN-Adapter besitzen.
Fehler bei fremden Gaming-Handhelds behoben
Ein weiterer Patch betrifft die Eingabesteuerung.
Bei bestimmten Handhelds anderer Hersteller konnte SteamOS Eingaben ignorieren, wenn das Gerät gehalten beziehungsweise in bestimmten Situationen verwendet wurde.
Dieser Fehler soll nun behoben sein.
Valve erweitert gleichzeitig die Gamepad-Unterstützung.
Neu unterstützt werden unter anderem der MSI Claw 8 EX AI+, der Konkr FIT sowie der AYANEO Pocket S2.
Für den OneXPlayer Apex wird die Controller-Unterstützung an eine neue Firmware angepasst.
Damit verfolgt Valve seinen Kurs weiter, SteamOS nicht ausschließlich auf Steam Deck und eigene Hardware zu beschränken.
Steam Frame Wireless Adapter taucht ebenfalls im Update auf
Interessant ist außerdem der Hinweis auf einen Steam Frame Wireless Adapter.
SteamOS 3.8.25 enthält dafür eine vorläufige Unterstützung.
Wie umfangreich diese aktuell ist, geht aus den Patchnotes nicht hervor. Die Bezeichnung zeigt jedoch, dass Valve die Softwareunterstützung für sein eigenes Hardware-Ökosystem weiter ausbaut.
SteamOS 3.8.25 ist noch eine Beta
Wer die neue Version sofort ausprobieren möchte, muss momentan auf einen Testkanal wechseln.
SteamOS 3.8.25 steht im Beta- und Preview-Kanal bereit.
Der Wechsel erfolgt über:
Einstellungen → System → Beta-Teilnahme
Da Valve die Version noch testet, können allerdings weiterhin Fehler auftreten. Wer ein möglichst stabiles System bevorzugt, sollte auf die reguläre Veröffentlichung warten.
Der Umfang des Updates zeigt gleichzeitig, woran Valve derzeit besonders arbeitet: SteamOS soll nicht nur auf dem Steam Deck funktionieren, sondern auf Fernsehern, stationärer Hardware und immer mehr Gaming-Handhelds möglichst konsistent arbeiten.
Und zumindest eines der kuriosesten Probleme dürfte bald Geschichte sein: Wer seine Steam Machine ausschlafen lassen möchte, soll sie künftig nicht mehr unmittelbar nach dem Standby wieder vor sich haben.

