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| Oktober 16, 2021

Steam bannt NFTs und Kryptowährungen

Steam hat offiziell verboten, dass Blockchain-Spiele, die Kryptowährungen oder NFTs auf der Plattform angeboten werden. Laut den Steam-Regeln und -Richtlinien für Publisher dürfen “Anwendungen, die auf der Blockchain-Technologie basieren und die Ausgabe oder den Austausch von Kryptowährungen oder NFTs ermöglichen”, nicht mehr über Steam vertrieben werden. Das bedeutet, dass viele Blockchain-Spiele bis auf Weiteres von der Plattform ausgeschlossen werden.

Die Entwickler von Age of Rust, einem Blockchain-basierten Spiel, in dem Spieler NFTs sammeln können, haben sich zu diesem Thema geäußert. “Wir haben uns entschieden, offen über Blockchain-Spiele und NFTs zu sprechen. Infolgedessen haben wir den Kampf mit Steam endgültig verloren”, heißt es auf Twitter. “Während ich enttäuscht bin, dass Age of Rust entfernt wurde, geht es mehr um die Tatsache, dass Blockchain-Spiele als Ganzes entfernt werden sollen. Das ist ein Rückschlag für alle.”

Warum verbietet Steam Kryptos und NFTs?

Hinter dem Steam-Store steht das Mega-Unternehmen Valve und bis jetzt haben sie noch keine Erklärung für dieses Verbot abgegeben. Einige Leute haben spekuliert, dass das Verbot zum Teil daher kommen könnte, dass Steam keine Spiele in seinem Store haben möchte, die Gegenstände mit “realem Wert” enthalten.

Ein weiterer möglicher Grund ist, dass ein Steam-Spiel, das Kryptowährungen oder NFTs enthält, effektiv als unregulierter “Laden im Laden” fungiert, von dem Steam nicht profitieren kann (hängt von dem Spiel ab, aber eigentlich haben sie keine Kontrolle darüber).

Blockchain-Spiele sind im Grunde dezentral, das heißt es wäre schwierig für Steam, Regeln für ein Blockchain-Spiel durchzusetzen, wenn das Spielprotokoll es nicht zulässt. Steam als Unternehmen wäre nicht in der Lage, den unveränderlichen Code auf der Blockchain zu regulieren, zu gestalten oder irgendwie mitzubestimmen.

Steam möchte in erster Linie Gewinne machen. Aber mit Blockchain-Spielen machen auch die Spieler Gewinne und das versucht Steam wahrscheinlich unter Kontrolle zu bekommen.

Blockchain-Spiele sind also ein Produkt, dass Steam dabei im Weg steht, Gewinn zu machen und deshalb wäre es kein Wunder, dass sie es verbieten. Außer Steam einigt sich eventuell mit den Anbietern der Blockchain-Spiele darauf, dass sie selbst auch irgendwie an den Gewinnen beteiligt werden, zum Beispiel durch einen Prozentsatz von den Gewinnen der Spieler oder der Publisher.

Bringt Steam eigene Blockchain- und NFT-Integrationen?

In Zukunft könnte Steam auch eigene Blockchain- oder NFT-Integrationen entwickeln um ihren eigenen Gewinn noch weiter zu maximieren und mit dem Trend mitzugehen. Viel zu oft sind Unternehmen bestimmten Trends nicht gefolgt und sind damit nicht mehr am Puls der Zeit gewesen, was dann meistens dazu führt, dass sie Gewinne einbußen müssen oder von den Käufern als veraltet angesehen werden.

Diese Käufer gehen dann wohin wo sie die neuen Trends bekommen können. Kurzum das Geld wandert den Trends nach und von daher wäre es für Steam vielleicht gar nicht so schlecht über ihre Entscheidung nochmal nachzudenken oder eine bessere Lösung zu finden bevor jemand anderes genau das anbietet was Steam momentan verbietet.

Das Unternehmen hat sich bisher noch nicht zu den Gründen für das Verbot geäußert, aber falls es neue Informationen dazu gibt, erfahrt ihr es wieder hier auf Fragster.