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Finanzminister mischt sich in Activision Blizzard Skandal ein

fragster Andrea Dezember 3, 2021

Dieser Artikel ist Teil unserer Weihnachts-Schnitzeljagd (Teil 3).

 

Advent, Advent, bei Blizzard brennts… mal wieder. Bobby Kotick ist nach wie vor der Oberchef von Activision Blizzard und das sorgt für jede Menge Ärger. Denn Kotick wusste nicht nur von den Missbrauchsfällen, er hat sie auch noch vor den Investoren unter den Teppich gekehrt damit das Unternehmen -und natürlich er selbst- keine finanziellen Einbußen machen müssen.

Und um noch mehr Öl ins Feuer zu gießen hat Kotick anscheinend einer Mitarbeiterin mit dem Tod gedroht. Und jetzt brennts bei Blizzard. Mal wieder. Was für eine Überraschung. Die Situation ist folgende: Bobby Kotick ist trotz des andauernden Shitstorms immer noch das Gesicht von Blizzard und hat anscheinend nicht vor zurückzutreten. Und das hat seine Konsequenzen. Denn immer weniger Leute oder Unternehmen wollen mit Blizzard zusammenarbeiten.

State Treasurer mischen sich ein

Jetzt kommt auch noch Druck von ganz ganz oben – die State Treasurers haben sich eingemischt. Kurz zur Erklärung; State Treasurers sind sowas wie bei uns der Landesfinanzminister, haben also eine ziemlich hohe Position. Da nicht nur Einzelpersonen in Unternehmen (wie in dem Fall Blizzard) investieren, sondern auch Staaten, wollen die State Treasurers, dass es den Unternehmen gut geht, weil sie damit Geld verdienen.

Bei den genannten State Treasurern handelt es sich um die Verantwortlichen aus Oregon, Massachusetts, Delaware, Nevada, Illinois und Kalifornien. Und diese 6 Staaten machen Bobby Kotick jetzt ordentlich Druck, denn so kanns ihrer Meinung nach nicht weitergehen. Nicht nur die Blizzard- Mitarbeiter wollen dass Kotick zurücktritt, sondern auch die State Treasurers.

Anscheinend wollen sich die Vertreter dieser 6 Staaten demnächst mit Blizzard und Bobby Kotick zusammensetzen, denn sie glauben nicht, dass das Unternehmen seine Probleme jemals wieder in den Griff bekommt. Womit sie wahrscheinlich nicht ganz Unrecht haben. Michael Frerichs ist der State Treasurer von Illinois und hat gesagt, dass er sich große Sorgen mache und besorgt sei, dass weder Bobby Kotick noch der Vorstandsrat die Angelegenheit wieder in den Griff bekommen können und deswegen keine neuen Anleger mehr in das Unternehmen investieren wollen.

Auch Deborah Goldberg, State Treasurer von Massachusetts sagt, dass sie nicht verstehe, wie der Vorstandsrat sich öffentlich hinter Bobby Kotick stellen konnte, bei all den Skandalen. Wobei man hier nicht mal mehr von Skandalen sprechen kann – Straftaten wäre wohl fast passender. Aber obwohl der Vorstand sich hinter Kotick gestellt hat, tut das sonst keiner mehr. Die Mitarbeiter wollen ihn loswerden, mehrere große Unternehmen wie Sony und Microsoft wollen nichts mehr mit Blizzard zu tun haben, und das Feedback der Gesellschaft im Allgemeinen ist auch ziemlich frostig.

Vergebliche Entschuldigungen

Kotick hat seinen eigenen Rücktritt nicht ausgeschlossen, aber die Situation im Moment ist, dass es bei Blizzard immer noch brennt, er das Unternehmen nach wie vor leitet und er ein PR-triefendes Statement nach dem anderen raushaut, in der Hoffnung, dass bald Gras über die Sache wächst. Oder Schnee drüber schneit, je nachdem wo man gerade auf der Welt ist.

Am besten wäre es wenn Bobby Kotick zurücktreten würde und mit mehr Druck aus den USA und der State Treasurer könnte das eventuell sogar passieren. Fragt sich nur wer dann seine Nachfolge antritt. Einer aus dem Vorstand, der Kotick in Schutz genommen hat und ihn trotz all der Anschuldigungen weiterhin supportet? Du lieber Himmel. Hoffentlich nicht.

Sobald wir mehr Infos haben wie es für Blizzard und Kotick weitergeht, erfahrt ihr es wieder hier bei uns auf Fragster. Ihr könnt auch gerne mal auf unserem TikTok, Twitter oder Youtube vorbeischauen, wo wir euch auch täglich mit News rund ums Thema Esports versorgen.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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