iconDE EN CN BR ES RU
Image
Icon
leni | März 18, 2022

Sony von Mitarbeiterinnen wegen Sexismus und Belästigung verklagt

Wie es aussieht, ist Sony das neue Activision Blizzard. Sony wird zur Zeit wegen Sexismus und Belästigung verklagt, und dieser Klage haben sich nochmal acht weitere Frauen angeschlossen. Dazu hat Sony jetzt öffentlich Stellung bezogen. Sony sagt zwar, dass sie die neu eingereichten Erklärungen ernst nehmen, wollen aber die ursprüngliche Klage trotzdem zurückweisen.

Sony von Mitarbeiterinnen verklagt

Letztes Jahr im November hat die ehemalige IT-Sicherheitsanalystin Emma Majo eine Klage gegen Sony eingereicht. Die Gründe kennt man schon von anderen Unternehmen wie Activision Blizzard: Sexismus und Diskriminierung. Danach wurde Sony erstmal unter die Lupe genommen. In der Klage behauptet Majo, dass sie gekündigt wurde, nachdem sie sich beschwert hatte, weil es immer wieder zu sexistischen Vorfällen kam.

Kaum überraschend heißt es genau wie in der Klage gegen Activision Blizzard, dass “Frauen bei PlayStation in Bezug auf Bezahlung und Arbeitsmöglichkeiten ungleich behandelt werden”. Zu der Original-Klage haben sich mittlerweile noch acht weitere Frauen gesellt. Auch sie behaupten, von Sony ungerecht und sexistisch behandelt worden zu sein. Die Klage haben sowohl ehemalige als auch aktuelle Mitarbeiterinnen eingereicht, darunter auch Frauen die schon mehr als 15 Jahren bei der Firma arbeiten.

In der Klage heißt es, dass Frauen bewusst aus Führungspositionen ausgeschlossen wurden und dass viele Frauen das Unternehmen verließen, weil sie sexuell belästigt wurden. Kara Johnson, eine ehemalige Programm-Managerin bei PlayStation, erklärte in der Klageschrift: “Ich glaube, dass Sony nicht in der Lage ist, angemessen mit toxischen Umgebungen umzugehen”. Weil die Klage wächst, wurde Sony unter Druck gesetzt, sich dazu zu äußern.

Sony äußert sich zu den Vorwürfen

Sony hat zu den Vorwürfen der Frauen folgendes Statement abgegeben: “Natürlich nimmt Sony Interactive Entertainment (kurz SIE) den Inhalt der neu eingereichten Erklärungen ernst. Obwohl die meisten von ehemaligen Mitarbeitern stammen, die nicht mehr bei SIE arbeiten, hat sich SIE mit den darin angesprochenen Problemen befasst oder wird sich zu gegebener Zeit damit befassen, weil SIE seine weiblichen Mitarbeiter schätzt und proaktive Schritte unternimmt, um sicherzustellen, dass sie alle Möglichkeiten haben, sich zu entfalten und gehört zu werden.”

Trotzdem geht das Unternehmen mit seiner Klage weiterhin gegen Majo und die anderen Frauen vor. Im Februar beantragte Sony beim Gericht die Abweisung der Klage mit der Begründung, dass es “keine einzige Politik, Praxis oder Vorgehensweise bei SIE gibt, die angeblich die Grundlage für eine weit verbreitete vorsätzliche Diskriminierung bildete oder diskriminierende Auswirkungen auf Frauen hatte”.

Immer wieder hört man von solchen Vorfällen in der Gaming-Industrie. Egal ob bei Activision Blizzard, Bungie, Quantic Dream, Ubisoft oder jetzt auch noch Sony – solche Geschichten gibt es leider massenweise und man kann nur hoffen, dass Frauen in Zukunft einen sichereren Arbeitsplatz haben werden. Man geht davon aus, dass es im April eine Anhörung zu der neuen Sammelklage geben wird.