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fragstereditorial | November 19, 2021

Sony und Microsoft mischen sich bei Activision Blizzard ein

Activision Blizzard ist einfach nicht aus den Schlagzeilen rauszubekommen und hat mal wieder einen neuen Shitstorm ausgelöst, wie zuerst vom Wall Street Journal berichtet wurde. Auch wir haben vor kurzem einen Artikel darüber veröffentlicht, dass CEO Bobby Kotick anscheinend schon seit Jahren von den sexuellen Missbrauchsfällen in seiner Firma wusste, aber nichts dagegen tat und auch den Vorstand und die Investoren nicht darüber informierte.

Trotz allem hält die Firma, bzw der Vorstand an Bobby Kotick fest. Die Mitarbeiter fordern, dass Kotick sofort gefeuert werden soll. Mittlerweile sind auch Sony und Microsoft ziemlich beunruhigt und haben das Problem mit Blizzard intern adressiert. Sonys PlayStation-Chef Jim Ryan und der Xbox-Chef Phil Spencer von Microsoft haben sich beide an ihr Unternehmen gewandt um die Situation mit Blizzard anzusprechen.

Microsoft und Sony wenden sich an Blizzard

Jim Ryan von Sony soll sich direkt nach den News um Bobby Kotick an Activision Blizzard gewandt haben, und dem Unternehmen gesagt haben, dass sie zutiefst besorgt sind und sich fragen, wie sie auf die neuesten Anschuldigungen und Vorwürfe gegen Bobby Kotick reagieren sollen. Ryan sagte auch, dass er findet, dass Blizzard sich nicht richtig in Bezug auf die neuesten Vorwürfe verhält und dass das Unternehmen “die Situation nicht richtig anspricht”.

Einen Tag später verfasste Phil Spencer einen ähnlichen Brief an seine Xbox-Mitarbeiter, in dem er erklärte, dass er und das Führungsteam “besorgt und zutiefst beunruhigt über die schrecklichen Ereignisse und Handlungen bei Blizzard” seien, die in dem Bericht erwähnt wurden. Er sagte auch, dass man nach dem neuesten Skandal sehr gut überlege, wie man ab jetzt weiterhin mit Blizzard verfahre und man die Geschäftsbeziehung mit Blizzard neu evaluieren müsse je nachdem, wie die Situation sich entwickle.

Kurzum beide Unternehmen fragen sich was der Bullshit von Kotick und dem Vorstand soll und sind am überlegen ob sie weiterhin mit Blizzard weiterarbeiten sollen. Eine Gruppe von Aktionären schickte einen Brief an den Vorstand von Blizzard, in dem sie seinen Rücktritt forderten. Auch die Mitarbeiter haben die Nase voll und fordern. “feuert diesen Mann endlich!”.

Mitarbeiter streiken

Direkt nachdem der Artikel des Wall Street Journals veröffentlicht wurde und die Mitarbeiter davon Wind bekamen, verließen mehrere hundert Arbeiter ihre Büros um zu protestieren. Außerdem schlossen sich weitere tausende andere Mitarbeiter virtuell an. Kurz darauf wurde eine Petition von ihnen eingereicht in der sie fordern, dass der CEO sofort gehen muss:

“Wir haben kein Vertrauen mehr in die Führung von Bobby Kotick als CEO von Activision Blizzard. Die Informationen, die über sein Verhalten und seine Praktiken bei der Führung unserer Unternehmen ans Licht gekommen sind, widersprechen der Kultur und der Integrität, die wir von unserer Führung verlangen, und stehen in direktem Widerspruch zu den Initiativen, die von unseren Kollegen gestartet wurden.

Wir fordern, dass Bobby Kotick von seinem Amt als CEO von Activision Blizzard zurücktritt und dass die Aktionäre den neuen CEO ohne die Mitwirkung von Bobby auswählen dürfen, von dem wir wissen, dass er einen erheblichen Teil der Stimmrechte der Aktionäre besitzt.”

Anscheinend sind die Mitarbeiter von Blizzard gewillt, sich nichts mehr gefallen zu lassen und für ihre Rechte zu kämpfen, denn die Petition hat schon weit über tausend Unterschriften. Wie es jetzt für Bobby Kotick weitergeht ist noch unklar, aber sobald wir mehr wissen, bringen wir ein Update zu der Situation raus.