Wenn es um Silent Hill geht, denken die meisten an Psycho-Horror vom Feinsten, für dessen Bedeutung man in die Tiefen der menschlichen Psyche abtauchen muss. Bislang funktionierte dieses Konzept, doch im neuesten Teil soll es laut dem Entwicklerteam mehr Action geben, statt traditionellem Horror. Doch welchen Grund hat das Ganze?
Kurswechsel aufgrund von jüngerem Publikum
In erster Linie sei die Entscheidung, mehr Action ins Spiel zu integrieren, nicht leicht gefallen. Strategisch gesehen sei es jedoch sinnvoll, weil sich das Spiel auch an ein jüngeres Publikum richten soll.
Fakt ist, dass sich die Serie seit dem ersten Teil aus dem Jahr 1999 stetig weiterentwickelt hat. Während der ersten Teile trat neben dem Psycho-Horror vor allem die Atmosphäre in den Vordergrund, unterdessen wurde auf aufwändige Kämpfe verzichtet. Für die Community, die sich zur damaligen Zeit für Silent Hill begeisterte, waren dies Attribute, die ein gutes Silent Hill ausmachten. Inzwischen hat sich die Welt der Videospiele jedoch verändert und somit auch die Menschen, die derartige Spiele spielen.
Silent Hill f soll daher mit einem überarbeiteten Kampfsystem aufwarten, bei dem neben Konterangriffen auch Ausweichmanöver möglich sein sollen. Die Protagonistin Hinako ist somit um ein Vielfaches mobiler als beispielsweise Harry Mason (Silent Hill 1) oder James Sunderland (Silent Hill 2). Die Spiele sollen etwas dynamischer werden und somit auch ein jüngeres Publikum ansprechen.
Idee für actionorientierte Elemente gab es schon früher
Schon in den letzten Teilen spielte man laut Serienproduzent Motoi Okamoto mit dem Gedanken, mehr Action zu integrieren, habe sich dann jedoch dagegen entschieden. Silent Hill f startet praktisch ein neues Zeitalter des Franchise, weswegen sich die Änderung anbot. Schon in den frühen Entwicklungsstadien des Spiels habe man daher mehr Kämpfe mit eingebunden.
Zudem seien innerhalb der letzten Jahre actiongeladene Games, in denen anspruchsvolle Kämpfe stattfinden immer beliebter geworden. Gerade beim jüngeren Publikum.
Mit ein Grund wird es wahrscheinlich auch gewesen sein, was Al Yang, der Direktor und Präsident von NeoBards anbrachte: Man wolle nicht ständig die älteren Spiele neu interpretieren, sondern endlich frischen Wind in die Serie bringen.
Hohe Spieltiefe trotz mehr Action
Eines wollte man jedoch seitens der Entwickler klarstellen: Silent Hill f wird trotz eines höheren Gehalts an Kämpfen nicht auf erzählerische Tiefe verzichten. Wer das Game zum ersten Mal durchspielt, erhält grundsätzlich das Standardende. Alternative Enden lassen sich erst danach mittels entsprechender Entscheidungen freischalten. Außerdem soll das Game einen New-Game-Plus-Modus erhalten, der nicht nur zusätzliche Zwischensequenzen, sondern auch neue Bosse, sowie weitere neue Areale enthalten soll.
