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leni | Dezember 3, 2022

Schmugglerin versteckt 200 CPUs in falschem Schwangerschaftsbauch

In China wurde eine Frau verhaftet, die versucht hat, über 200 CPUs zu schmuggeln – und zwar in einem falschen Schwangerschaftsbauch aus Silikon. Solche Fälle häufen sich in letzter Zeit immer mehr, denn CPUs werden immer teurer und sind teilweise schwer zu bekommen. Damit hat sich ein ganz neuer Markt für Schmuggler eröffnet. 

Während einige Leute illegale Drogen schmuggeln, hat sich eine Frau in China bereit erklärt, als Kurier für Prozessoren zu fungieren. Einem Bericht von Mydrivers zufolge haben die chinesischen Zollbehörden eine Frau festgenommen, die 202 Intel-Prozessoren und neun iPhones in einem falschen Schwangerschaftsbauch aus Silikon schmuggeln wollte.

“Falsche Schwangere” erregt Aufmerksamkeit

Der Vorfall ereignete sich im Hafen von Gongbei in Zhuhai, wo eine angeblich schwangere Frau versucht hat, von Macau auf das chinesische Festland zurückzukehren. Die Schmugglerin behauptete, sie sei im fünften Monat schwanger – allerdings war ihr Bauch für die angebliche Schwangerschaftsdauer viel zu groß und sie ging mühelos, anstatt wie viele andere schwangeren Frauen zu watscheln oder sich langsam zu bewegen. Das erregte dann Misstrauen und fiel den Zollbeamten auf.

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Nach einer sorgfältigen Kontrolle entdeckten die Zollbeamten später, dass sie Klebeband benutzt hatte, um die geschmuggelte Ware unter dem falschen Silikonbauch zu verstecken. So oder so wäre sie damit nicht durchgekommen, denn es ist unwahrscheinlich, dass sie die Röntgenbildanalyse oder einen Metalldetektor überstanden hätte, von daher ist die ganze Idee nicht die schlauste – wie bei den meisten Schmugglern, die in letzter Zeit mit CPUs gebusted worden sind. Aber der Gedanke war wohl, dass man es ja mal versuchen kann.

Frau wollte 202 CPUs schmuggeln

Die Behörden haben 202 Intel-Prozessoren beschlagnahmt, und wenn man sich das Foto genauer anschaut, dann sieht es so aus, als ob es sich um Intels Alder Lake-Chips der 12. Generation handeln würde. Zur Beute gehörten auch neun iPhones. Es ist nicht das erste Mal, dass man von chinesischen Hardware-Schmugglern hört. Im März versuchte ein Mann, sich mit 160 an seinen Körper geklebten Intel-Prozessoren am Zoll vorbeizuschleichen, auch er wurde erwischt. Letztes Jahr verhaftete der chinesische Zoll ein dubioses Fischerboot, das 300 Grafikkarten nach China schmuggeln wollte.

Interessanterweise gibt es in letzter Zeit immer mehr Berichte über Kriminelle, die versuchten haben, Intel-Prozessoren zu schmuggeln. In Anbetracht des Marktanteils von Intels Kunden und seiner neuesten Produkte kann man jedoch nicht leugnen, dass ein Intel-Prozessor für Chipschmuggler ziemlich attraktiv ist. Wir werden wahrscheinlich auch in Zukunft noch mehrere solche Berichte hören, bei denen Leute erwischt wurden, wie sie statt Drogen mit Hardware erwischt wurden.