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Rust: Das September-Update macht große Clans teurer

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Facepunch hat am 3. September um 20:00 Uhr MESZ das monatliche Zwangs-Zurücksetzen durchgeführt und dabei das Update „Breach and Clear“ ausgeliefert. Der Name bezieht sich auf zerstörbare Barrieren an mehreren Monumenten – die weitreichendere Änderung betrifft aber etwas anderes: Große Gruppen zahlen künftig deutlich mehr für den Unterhalt ihrer Basis.

Monument-Blocker verlangsamen den Wipe-Start

An Monumenten mit rotem Kartenraum stehen nun zerstörbare Sperren, die vertraute Wege blockieren. Betroffen sind unter anderem Launch Site, Military Tunnels, Missile Silo sowie die große und die kleine Ölplattform.

Die Blocker sind so ausgelegt, dass etwa ein C4 oder fünf Satchel-Ladungen zur Zerstörung genügen. Wer weder das eine noch das andere hat, kommt auch mit Nahkampfwaffen durch – nur eben mit erheblich mehr Geduld. Vereinzelt gibt es zusätzlich schwächere Sperren, die sich unmittelbar zerschlagen lassen. Einmal zerstörte Blocker erscheinen nicht wieder; wer sie in den ersten 24 Stunden stehen lässt, sieht zu, wie sie von selbst verfallen.

Die Sperren verfügen über sichtbare Lebensbalken, Beschädigungsstufen und eigene Zerstörungseffekte. Der Effekt auf den Spielverlauf dürfte überschaubar bleiben – Facepunch schreibt selbst, man erwarte keinen großen Einfluss auf die Fortschrittsgeschwindigkeit, wohl aber einen interessanteren Beginn für die ersten Spieler auf dem Server.

Die Unterhaltssteuer für große Gruppen

Der eigentliche Eingriff steckt beim Werkzeugschrank. Dessen Unterhaltskosten steigen ab sofort mit der Zahl der Personen, die an einer Basis beteiligt sind.

Die Staffelung sieht drei Stufen vor. Die ersten vier Spieler kosten keinen Aufschlag. Für die nächsten sechs fallen jeweils zwei Prozent an, für jeden weiteren jeweils vier Prozent. Praktisch bedeutet das: Eine Basis mit sechs Personen zahlt vier Prozent mehr, eine mit zwölf Personen zwanzig Prozent. Nach oben ist bei 300 Prozent Schluss.

Umgehen lässt sich das kaum. Gezählt werden nicht nur die am Werkzeugschrank autorisierten Spieler, sondern auch alle, die über Zahlenschlösser Zugang haben – Gastcodes eingeschlossen. Zusätzlich berücksichtigt das System Personen, deren Berechtigung in den vergangenen 24 Stunden entzogen wurde, damit sich die Abgabe nicht durch kurzfristiges Ausloggen aus dem Schrank drücken lässt.

Was das für Solospieler bedeutet

Beide Änderungen zielen in dieselbe Richtung. Jeden Monat verbringen zahlreiche Spieler die ersten Tage nach dem Zurücksetzen im primitiven Bereich, weil große Clans die Monumente besetzen und sämtliche Baupläne abgreifen – und erst wieder verkaufen, wenn es ihnen passt.

Facepunch versucht gegenzusteuern, ohne die Bauweise großer Gruppen direkt zu verbieten: Wer viele Leute in einer Basis versammelt, bezahlt eben dafür. Als Ausgleich lassen sich hochwertiges Metallerz nun auch aus Erzknoten und Ressourcen an der Oberfläche gewinnen, was der Beschaffung großer Mengen entgegenkommt.

Ergänzend greift eine Änderung aus dem August-Update weiter: Seit „Power Trip“ muss das Kraftwerk in Betrieb genommen werden, um die Insel mit Strom zu versorgen. Ohne diese Stromversorgung holen die Drohnen am Außenposten künftig keine Waren mehr aus den Läden der Spieler ab.

Fahrzeuge und abfallende Panzerung

Ein sichtbarer Teil des Updates betrifft die Fahrzeuge. Die Panzerung des Kampfhubschraubers löst sich nun stückweise, wenn sie Schaden nimmt: Die Platten links, rechts und vorn brechen einzeln ab, verlieren dabei ihre Kollisionsabfrage und öffnen echte Lücken, durch die Pilot und Passagier getroffen werden können. Beim Heißluftballon funktioniert das ähnlich, bis nur noch das Gerüst übrig ist. Dessen Panzerung anzulegen erfordert nun drei Sekunden Tastendruck statt eines einzelnen Klicks – ein teurer Fehlgriff weniger.

Dazu kommt eine Überarbeitung des Fahrverhaltens. Lenkung, Federung, Bodenhaftung und Wankneigung wurden angepasst, unerwartete Ausbrüche sollen seltener auftreten, und Driften lässt sich bei höherem Tempo halten.

Kleinigkeiten am Rande

Über hundert kleinere Änderungen sind ebenfalls enthalten. Erwähnenswert sind ein neues Heilmittel der ersten Stufe, der Medical Honey Bandage, der stärker heilt als der einfache Verband und schwächer als die Spritze und für den Honig benötigt wird. Große Erste-Hilfe-Kästen beseitigen künftig auch Strahlung. Schwere Plattenjacke und -hose verursachen Geräusche beim Laufen, der zugehörige Helm dämpft sie. Mehrere Kuchen erhalten stärkere Effekte bei angepassten Rezepten.

Im Kaufbereich ist zudem das Sturmgewehr in Kristalloptik erschienen, das es in fünf Farbvarianten gibt und rund sieben Euro kostet.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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