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leni | Juni 24, 2022

Rogue’s Odoamne im Interview mit Fragster: “Bo3 ist ein Muss.”

Die erste Woche der LEC Summer 2022 ist vorbei und die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die stärksten Teams des letzten Splits den Wettbewerb auch weiterhin dominieren werden.

Am Ende des dritten Tages hat sich Fragster mit Andrei “Odoamne” Pascu von Rogue getroffen, um mit ihm über die Unterschiede in den Spielformaten zu sprechen. Weil Odoames Team gegen G2, Fnatic und Misfits antrat und gegen die ersten beiden Gegner verlor, sprachen wir darüber, was er von dem Best-of-One-Match-Format hält, das während der regulären LEC-Saison verwendet wird. Außerdem verriet der rumänische Spieler, wie die Teamdynamik bei Rogue funktioniert.

Bo1 oder Bo3?

LCK und LPL verwenden das Best-of-Three-Format, was wohl besser ist, wenn der Veranstalter eine Rangliste haben möchte, die die Realität besser widerspiegelt. Abgesehen davon, dass das Bo1-Format den Teams keine Chance gibt, sich auf den Spielstil des Gegners einzustellen, fördert es auch extreme Vorsicht, was weniger Spaß zum zusehen macht.

Auf die Frage nach seinem bevorzugten Spielformat erklärte Odoamne, dass er sich der zusätzlichen logistischen Komplexität bewusst ist, die mit Bo3-Spielen in einer Liga wie der LEC einhergeht. Trotzdem würde er es vorziehen, während der regulären Saison Bo3 oder zumindest Bo2 anstelle von Bo1 zu spielen: “Aus reiner Wettbewerbssicht ist Bo3 meiner Meinung nach notwendig.”

Andere Dinge, wie z. B. dass er in der ersten Woche drei statt zwei Spiele bestreiten muss, störten ihn überhaupt nicht. Seiner Meinung nach ist jede Wettkampfwoche mit einem gewissen Stress für die Spieler verbunden, und sein Team hatte in der ersten Woche der LEC keinen zusätzlichen Stress. Die Vorgabe, zunächst drei statt zwei Spiele zu bestreiten, gibt es schon seit einiger Zeit, und die Teilnehmer haben sich daran gewöhnt.

“Ich habe das Gefühl, dass es nur eine zusätzliche Herausforderung ist, kein zusätzlicher Stress”, sagte er.

Kommunikation innerhalb des Teams

Weil er fünf oder sechs Jahre älter ist als seine Mitspieler, ist Odoamne bei weitem der erfahrenste LoL-Spieler in seinem Team. Ein solcher Unterschied kann sich natürlich auf die Dynamik und den Kommunikationsprozess innerhalb der Mannschaft auswirken.

Odoamne sagte, dass der Alters- und Erfahrungsunterschied seinen Worten in den Köpfen seiner Mitspieler etwas mehr Gewicht verleiht, vor allem außerhalb des Spiels. Trotzdem möchte er wie ein normales Mitglied der Mannschaft behandelt werden: “Vom Spiel her habe ich das Gefühl, dass wir alle gleichberechtigt sind. Meine Ansichten werden von meinen Mannschaftskameraden in Frage gestellt. Es ist nicht so, dass alles, was ich sage, hängen bleibt.”

Unterschiedliche Spielstile

Im Moment ist Rogue ein internationales Team mit fünf Spielern aus fünf verschiedenen Ländern. Vier dieser Spieler kommen aus Europa, einer aus Südkorea. Auch wenn es Unterschiede in den Spielphilosophien gibt, finden die Rogue-Spieler dass das ein Vorteil ist.

Laut Odoamne werden die unterschiedlichen Spielstile im Fall von Rogue von allen Teammitgliedern diskutiert und analysiert, um sicherzustellen, dass die Gesamtstrategie stimmig ist. Der Spieler, der die meisten Taktiken und Strategien einbringt, die sich von dem unterscheiden, was die europäischen Konkurrenten gewohnt sind, ist erwartungsgemäß Kim “Malrang” Geun-seong, der früher für starke südkoreanische Teams wie KT Rolster und DAMWON Gaming gespielt hat.

Sein Input wird aber als Vorteil gesehen, der zum Erfolg des Teams beitragen kann. “Auch wenn wir aus verschiedenen Regionen kommen und an unterschiedliche Spielstile gewöhnt sind, ist das vor allem ein Vorteil”, erklärt Odoamne.