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mara | September 12, 2022

Rogue besiegt G2 im LEC Finale und schreibt Geschichte

In einem spannenden LEC-Finale, dass seit drei Jahren endlich wieder als Offline-Event in Malmö stattfinden konnte, ließ Rogue ein Märchen wahr werden. Nach einem unerwarteten, gewonnenen Lower Bracket Finale, bei dem sie MAD Lions nach Hause schickten, kam gestern die zweite Sensation des Wochenendes.

Vor einer Woche hatten Rogue eiskalt gegen G2 verloren und die Sorge war groß, dass sich alles wiederholen würde. G2 war als klarer Favorit aus dem Split gegangen. Aber Rogue hat all seinen Hatern und Zweiflern eine beeindruckende Vorstellung geliefert und sich zum ersten Mal in der Geschichte der Organisation die LEC-Trophäe sichern können. Wer würde es ihnen bei diesen sauberen Plays vergönnen?

Rogue sind LEC-Meister

Das Team stand schon öfter kurz davor, den Titel zu holen, doch jetzt schafften sie es nach drei Finals zum ersten Mal. Mit ihrem 3:0-Sieg gegen G2 Esports konnten sie ihren Traum erfüllen, was ihnen im Spring Final nicht gelungen war. Die Sorge, dass sich das Finale wiederholen würde, konnte jedoch schnell zunichte gemacht werden. Rogue bezwang diesmal seine Dämonen. Für Top-Laner Andrei “Odoamne” Pascu war es ein besonders emotionaler Moment. Er spielt bereits seit sieben Jahren in der LEC und konnte mit seinem Team noch nie den Titel holen, bis jetzt.

Es hat eine Weile gedauert, viele 3:0-Siege, aber jetzt haben wir es geschafft. Es ist absolut surreal. Nach allem, was letztes Jahr passiert ist, sogar im Frühjahr, als wir geschlagen wurden, habe ich immer davon geträumt, das Finale zu gewinnen. Aber jetzt, nach so vielen Versuchen, kann ich endlich sagen, dass ich der Champion bin. Ich hätte mir keine besseren Teamkollegen wünschen können als die, die ich heute habe.

Rogue schreibt Geschichte

Gestern schrieb Rogue die Geschichte der LEC weiter, ausgerechnet in Malmö, Schweden, das Mid-Laner Emil “Larssen” Larssons Heimatland ist. Sie gingen als Außenseiter in das LEC-Finale, nachdem ihre Leistungen in den Playoffs nicht überzeugend waren. Nach einer 0:3-Niederlage gegen G2 rutschten sie ins Lower Bracket und mussten sich von dort aus wieder hocharbeiten. Das ist ihnen mit einem 3:1-Sieg in der Series gegen Fnatic am Samstag gelungen und anschließend gegen G2. Außer Odoamne spielte noch kein Rogue-Spieler in einer vollen Arena vor so einem großen Live-Publikum und Mid-Laner Rasmus “caPs” Winther von G2 hatte bisher noch nie ein LEC-Finale verloren.

Im ersten Spiel gab Rogue das Tempo der Series vor, mit einer hervorragenden Bot-Lane-Composition aus Soraka und Kalista, die im Laufe des Matches einfach unsterblich war. Auch Larssens unglaubliche LeBlanc-Performance war auf den Punkt, mit der er selbst caPs’ Ahri alt aussehen ließ. Das Spiel endete mit einem Pentakill für AD-Carry Markos “Comp” Stamkopoulos, der somit der zweite Spieler überhaupt ist, der nach Martin “Rekkles” Erik Larsson einen Pentakill im LEC-Finale erzielen konnte.

Rogue lässt kein Comeback zu

Spiel 2 verlief ähnlich, da Rogue das Early- und Mid-Game kontrollierte. Allerdings hätten sie G2 fast einen Weg zurück in die Partie gegeben, nachdem sie mit dem Baronbuff auf der Mid-Lane zu weit vorgestoßen waren. Rogue erholte sich schnell von diesem Fehler und beendete das zweite Spiel.

Das dritte Spiel verlief ein wenig besser für G2, das mit einem Mid-Jungle-Duo einen großartigen Start hinlegte. Doch Marcin “Jankos” Jankowski machte es Kim “Malrang” Geun-seong im Jungle schwer. Diese Dominanz währte jedoch nicht lange, da Malrang seinen ersten Kill auf Jankos erzielte, wovon sich G2 nicht erholen konnte. Rogue marschierte in der 27. Minute die mittlere Lane hinunter und beschloss, das Spiel zu beenden.

Rogue wird zum ersten Mal in ihrer Geschichte als erster Seed der LEC zu den Worlds fahren. Außerdem werden sowohl G2 als auch Rogue bei den Worlds 2022 in der Gruppenphase starten.

Bildnachweis: twitter.com/lec