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fragstereditorial | Dezember 28, 2021

Riot zahlt Frauen $100 Millionen wegen Sexismus-Klage

Man hat ja viel von Blizzard gelesen, aber schon einige Jahre davor stand Riot Games mit einem ganz ähnlichen Skandal in den Schlagzeilen. Vor drei Jahren haben mehrere Mitarbeiterinnen von Riot Games eine Klage gegen das Mega-Unternehmen eingeleitet und der Firma sexuelle Belästigung und Diskriminierung vorgeworfen.

Jetzt hat sich der Spiele-Publisher dazu bereit erklärt, 100 Millionen US-Dollar Entschädigung an die Mitarbeiterinnen auszuzahlen. Der bekannte Spiele-Publisher Riot Games hat eine Klage, die im November 2018 von ehemaligen Mitarbeiterinnen wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz eingereicht wurde, endgültig beigelegt.

Riot muss 100 Millionen Dollar zahlen

Wie das Department of Fair Housing and Employment am Montag, den 27. Dezember mitteilte, sollen nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten jetzt 100 Millionen US-Dollar an 1.065 weibliche Angestellte und 1.300 Vertragsarbeiter ausgezahlt werden. Diese Summe ist deutlich höher als der eigentliche Betrag, auf den man sich vor zwei Jahren geeinigt hatte.

Als sich das Department of Fair Housing and Employment in den Rechtsstreit einmischte, schlugen sie sogar vor, dass den Betroffenen eine Summe von 400 Millionen Dollar gezahlt werden sollte. Mittlerweile hat man sich auf 100 Millionen Dollar geeinigt. Deswegen haben alle derzeitigen und ehemaligen weiblichen Beschäftigten von Riot aus Kalifornien (sowie Personenn die sich als weiblich identifizieren) Anspruch auf eine Auszahlung.

Rund 80 Millionen Dollar der Gesamtsumme sollen entsprechend verteilt werden. Die verbleibenden 20 Millionen Dollar gehen an die Anwälte und werden die Rechtskosten decken – immerhin ging der Prozess mehrere Jahre lang und es gab tausende Geschädigte, die vor Gericht aussagen mussten. Kein Wunder, dass sich die Anwaltskosten bis ins Unermessliche gesteigert haben. Und mit der Mega-Summe wars das noch nicht für den Valorant und League of Legends Publisher.

Riot wird unter Beobachtung stehen

In den nächsten 3 Jahren wird Riot Games auch noch überwacht werden. Nachdem so viele Frauen leiden mussten, wird das Unternehmen jetzt von einer unabhängigen Partei überwacht, die sich ganz genau anschauen wird was bei Riot Games alles vor sich geht. Diese Partei wird bei Riot Games vor Ort sein, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fair behandelt und bezahlt werden.

Sowohl Riot Games als auch die Kläger haben die Vereinbarung vom Dezember unterzeichnet, allerdings muss der Vergleich noch vor Gericht bestätigt werden. Ein Termin für diese letzte Anhörung wurde noch nicht festgelegt.

Dieses Jahr kam außerdem noch ans Licht, dass auch dem CEO von Riot Games selbst Diskriminierung und Belästigung vorgeworfen wurde. Sharon O’Donnell war eine ehemalige Assistentin der Geschäftsführung und hat behauptet, dass CEO Nicolo Laurent ihr gegenüber unangebrachte sexuelle Bemerkungen gemacht hätte und sich ihr gegenüber sexistisch verhalten hätte. Sie wurde gefeuert, nachdem sie seine sexuellen Annäherungsversuche zurückgewiesen hatte. Gegen Laurent wurde ein eigener Prozess eingeleitet.