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Red Dead Redemption 2 mit 4 FPS: 12 Stunden nur für Kapitel 1

Autoren-Bild Andrea Mertens April 13, 2026

Es gibt Gaming-Geschichten, die wie ein schlechter Scherz klingen und gerade deshalb sofort Aufmerksamkeit bekommen. Genau so eine landet jetzt rund um Red Dead Redemption 2 im Netz. Ein dänischer YouTuber spielt Rockstars Western-Epos offenbar mit nur etwa 4 Bildern pro Sekunde, und allein das erste Kapitel soll dadurch rund zwölf Stunden gedauert haben. Aus einem Performance-Problem ist damit plötzlich ein virales Ausdauerprojekt geworden.

Wie aus einer Technik-Panne ein Internet-Phänomen wurde

Mongo TV spielt RDR2 wie eine Gameplay-Diashow

Ausgangspunkt der Geschichte ist der YouTube-Kanal Mongo TV, den auch PC Games Hardware und Tom’s Hardware als Quelle nennen. Dort läuft seit Tagen eine Red-Dead-Redemption-2-Serie, die weniger wie ein klassischer Let’s Play-Run wirkt als wie ein zäher Überlebenskampf gegen Eingabeverzögerung, Ruckler und kaum spielbare Frametimes. PCGH beschreibt das treffend als „Gameplay-Slideshow“, Tom’s Hardware spricht von einer geradezu glazialen Spielerfahrung bei rund 4 FPS.

Zwölf Stunden für den Einstieg sind der eigentliche Aufreger

Besonders absurd wird der Fall durch die angebliche Dauer des Einführungskapitels. Laut PCGH brauchte der Spieler dafür über zwölf Stunden, also grob sechsmal so lange wie üblich. Tom’s Hardware ordnet denselben Abschnitt ebenfalls als extrem verlangsamten Einstieg ein und schätzt, dass der YouTuber für das frühe Kapitel deutlich länger brauchte als normale Runs, die eher im Bereich von knapp zwei bis drei Stunden liegen. Genau diese Relation macht die Geschichte so stark: Nicht nur die FPS-Zahl ist lächerlich niedrig, sondern auch der komplette Spielfluss kippt dadurch ins Absurde.

Warum die Hardware auf dem Papier eigentlich reichen müsste

Die Minimalanforderungen werden grundsätzlich erfüllt

Der technische Witz an der Sache ist, dass die Hardware nicht einmal komplett hoffnungslos wirkt. PCGH und Tom’s Hardware nennen ein Notebook mit Intel Core i5-8300H und GeForce GTX 1050 Ti mit 4 GB. Die offiziellen Minimalanforderungen von Rockstar für Red Dead Redemption 2 liegen bei einem Core i5-2500K oder AMD FX-6300, 8 GB RAM sowie einer GeForce GTX 770 2 GB oder Radeon R9 280 3 GB. Auf dem Papier liegt das gezeigte Notebook also nicht unter dem Minimum, sondern in mehreren Punkten darüber.

Viel spricht eher für ein Konfigurationsproblem als für reine Schwäche

Genau deshalb gehen mehrere Berichte davon aus, dass nicht nur die nackte Leistung das Problem sein dürfte. Sowohl PCGH als auch Tom’s Hardware halten es für plausibel, dass das Spiel womöglich nicht sauber auf der dedizierten Nvidia-GPU läuft, sondern auf der integrierten Intel-Grafik landet, oder dass Treiber- beziehungsweise Settings-Probleme die extreme Ruckelorgie auslösen. Rockstar weist in seinen Support-Hinweisen zudem ausdrücklich darauf hin, dass integrierte und mobile Grafiklösungen problematisch sein können. Die Story ist damit nicht nur ein Meme, sondern auch ein gutes Beispiel dafür, wie stark falsch gesetzte PC-Konfigurationen ein eigentlich laufbares Spiel ruinieren können.

Die wichtigsten neuen Entwicklungen

Der bizarre RDR2-Marathon läuft nachweislich weiter

Der spannendste neue Punkt im strikten 12-Stunden-Fenster ist nicht eine neue Rockstar-Meldung, sondern der Stand des YouTube-Marathons selbst. Auf der Kanalübersicht von MONGO TV werden inzwischen Part 343 und Part 344 der Red-Dead-Redemption-2-Reihe geführt, beide mit Uploads von vor rund vier Stunden. Damit ist klar: Die Geschichte endet nicht bei einem einzelnen viralen Clip. Dieser absurd langsame Run wird tatsächlich weitergeführt.

Aus einem kuriosen Clip ist längst eine komplette Serie geworden

Noch interessanter wird das Ganze im Rückblick auf die Serie selbst. Auf YouTube ist nicht nur Part 1 der englisch betitelten Reihe auffindbar, sondern auch frühe Folgen wie Part 26, in denen bereits auf den Abschluss der langen Intro-Phase angespielt wird. Der Fall lebt also gerade deshalb so stark weiter, weil er sich nicht auf einen einmaligen Screenshot oder ein isoliertes Performance-Video beschränkt, sondern als fortlaufendes Format sichtbar ist. Das gibt der Geschichte eine völlig andere Dynamik als einem gewöhnlichen „Mein PC schafft das Spiel kaum“-Post.

Warum diese RDR2-Geschichte so gut funktioniert

Sie trifft genau den Nerv der PC-Community

Die Geschichte zündet nicht nur, weil 4 FPS als Zahl grotesk wirken. Sie funktioniert, weil fast jeder PC-Spieler schon einmal mit einem Titel gekämpft hat, der aus irgendeinem Grund viel schlechter lief, als die Hardware eigentlich vermuten ließ. Nur wird daraus normalerweise Frust im Einstellungsmenü und kein öffentliches Langzeitprojekt. Hier aber wird ein technisches Problem zur Show. Und genau das macht den Fall für die Community so anschlussfähig.

RDR2 bleibt selbst Jahre nach Release ein perfekter Maßstab

Dazu kommt, dass Red Dead Redemption 2 nach wie vor als einer der großen Technik- und Grafikbrocken auf dem PC gilt. Schon deshalb hat der Fall zusätzliche Resonanz. Wenn ausgerechnet ein so renommiertes Open-World-Spiel plötzlich wie eine ruckelnde Bilderserie wirkt, entsteht automatisch diese Mischung aus Mitleid, Faszination und schwarzem Humor, die solche Netzgeschichten groß macht. Dass PCGH daraus sofort eine News macht und internationale Tech-Seiten den Fall ebenfalls aufgreifen, passt deshalb vollkommen ins Bild.

Zwischen Durchhaltewillen und Technik-Albtraum

Diese RDR2-Story ist am Ende mehr als nur ein Witz über schlechte Performance. Sie zeigt, wie schnell ein kaputtes Setup im Jahr 2026 selbst ein technisch altes, aber immer noch forderndes Spiel in eine Geduldsprobe verwandeln kann. Gleichzeitig lebt der Fall davon, dass der Spieler eben nicht aufgibt. Genau das macht aus einem simplen FPS-Desaster eine Fragster-typische Netzgeschichte: halb Technikdrama, halb Meme, halb bizarre Bewunderung für jemanden, der sich freiwillig durch einen Western in Zeitlupe kämpft.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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