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Razer Huntsman V3 HE: Hall Effect und 8.000 Hz ab 129 Euro

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Razer erweitert seine Huntsman-Serie um zwei neue Hall-Effect-Tastaturen für kompetitive Spieler. Die Huntsman V3 HE Magnetic 8KHz erscheint als Tenkeyless-Modell sowie als kompakte 65-Prozent-Version. Beide Tastaturen kombinieren magnetische Switches mit einer einstellbaren Auslösung zwischen 0,1 und 4,0 Millimetern, Rapid Trigger und echtem 8.000-Hz-Polling. Für Europa nennt Razer Preise von 149,99 Euro für die Tenkeyless-Version und 129,99 Euro für das Mini-Modell.

Damit positioniert Razer die neue HE-Serie ausdrücklich neben seinen bereits erhältlichen optischen Huntsman-Modellen. Das ist wichtig, weil die Produktnamen leicht verwechselt werden können: Razers bestehende Huntsman V3 Tenkeyless 8KHz setzt auf analoge optische Switches, während die jetzt angekündigte Huntsman V3 HE Magnetic 8KHz Hall-Effect-Technik verwendet. Razers Support führt das neue HE-Modell ebenfalls mit einer Polling-Rate von bis zu 8.000 Hz.

Zwei Größen: Tenkeyless und 65 Prozent

Razer bringt die neue Serie zunächst in zwei Formfaktoren auf den Markt.

ModellFormatEuropa-Preis
Razer Huntsman V3 HE Magnetic Tenkeyless 8KHzTKL ohne Nummernblock149,99 Euro
Razer Huntsman V3 HE Magnetic Mini 65% 8KHz65 Prozent129,99 Euro

Beide Varianten verzichten auf einen klassischen Nummernblock. Die Mini-Version reduziert das Gehäuse zusätzlich und richtet sich damit besonders an Spieler, die möglichst viel Platz für große Mausbewegungen benötigen.

Das ist vor allem bei Shootern relevant. Wer mit niedriger Maus-Sensitivität spielt, profitiert von zusätzlichem Platz auf dem Schreibtisch.

Die japanische Ankündigung nennt zwar die europäischen Verkaufspreise, macht jedoch keine konkreten Angaben dazu, welche Tastaturlayouts zum Start in Deutschland angeboten werden. Interessenten sollten deshalb beim Kauf auf die DE-/QWERTZ-Ausführung achten.

Hall Effect statt klassischem mechanischen Schalter

Technisch dreht sich bei den neuen Modellen alles um die Razer Hall Effect Magnetic Switches.

Hall-Effect-Schalter erfassen die Position einer Taste mithilfe eines Magnetfelds. Dadurch ist kein klassischer mechanischer Kontakt notwendig, um festzustellen, wie weit eine Taste heruntergedrückt wurde.

Das ermöglicht eine der wichtigsten Funktionen moderner E-Sport-Tastaturen: Der Auslösepunkt kann individuell eingestellt werden.

Bei der Huntsman V3 HE reicht der Bereich von 0,1 bis 4,0 Millimetern.

Für einen Shooter könnte die WASD-Steuerung beispielsweise extrem empfindlich eingestellt werden. Andere Tasten lassen sich dagegen mit einem tieferen Auslösepunkt konfigurieren, um versehentliche Eingaben zu vermeiden.

FeatureHuntsman V3 HE Magnetic 8KHz
Switch-TechnikHall Effect / magnetisch
Auslösepunkt0,1 bis 4,0 mm
Polling Ratebis zu 8.000 Hz
Rapid TriggerJa
Haltbarkeit laut Razer100 Millionen Anschläge
ProfileOnboard speicherbar
KonfigurationSynapse, Onboard und Synapse Web

Rapid Trigger soll Bewegungen schneller machen

Eine der wichtigsten Funktionen ist Rapid Trigger.

Bei einer normalen Tastatur besitzt eine Taste üblicherweise einen festen Auslöse- und Rücksetzpunkt. Erst wenn die Taste weit genug zurückbewegt wurde, kann sie erneut ausgelöst werden.

Rapid Trigger arbeitet dynamisch.

Sobald der Spieler die Taste wieder anhebt, kann die Eingabe zurückgesetzt werden. Dadurch sind sehr schnelle Richtungswechsel und wiederholte Eingaben möglich.

Besonders bei Shootern kann sich das beispielsweise beim Strafing bemerkbar machen.

Hall-Effect-Tastaturen haben sich genau aufgrund solcher Funktionen in den vergangenen Jahren zunehmend im kompetitiven PC-Gaming etabliert.

Razer wirbt mit 0,60 Millisekunden Eingabelatenz

Zusätzlich setzt Razer auf True 8000 Hz HyperPolling.

Die Tastatur kann ihren Eingabestatus dadurch bis zu 8.000-mal pro Sekunde an den PC übertragen. Klassische Gaming-Tastaturen arbeiten häufig mit deutlich geringeren Polling-Raten.

Razer nennt für seine neuen magnetischen Switches eine durchschnittliche Eingabelatenz von 0,60 Millisekunden.

Dieser Wert stammt allerdings aus einem eigenen Vergleichstest des Herstellers und sollte entsprechend eingeordnet werden.

Für den Test wurden die Tastaturen laut Razer auf einen Auslösepunkt von 0,1 Millimetern und eine Polling-Rate von 8.000 Hz eingestellt. Insgesamt wurden 20 Messungen durchgeführt.

Gegenüber der im Test schnellsten konkurrierenden Hall-Effect-Tastatur soll das Razer-Modell rund acht Prozent besser abgeschnitten haben.

Dabei handelt es sich nicht um eine unabhängige Benchmark.

Auch die tatsächlich wahrgenommene End-to-End-Latenz eines Spiels hängt nicht allein von der Tastatur ab. Prozessor, USB-Verarbeitung, Spiel-Engine, Framerate und Display beeinflussen ebenfalls, wie schnell eine Eingabe letztlich auf dem Bildschirm sichtbar wird.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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